Hallo liebe Leutz,
ich bin gerade dabei meine 12,65 KWP Anlage zu repowern.
Nach dem Austausch der kompl. Anlage habe ich dann 24,7 KWP.
Für diesen Umbau ist ein Kompl. Neubau meines Zählerschranks notwendig. Auch den habe ich schon organisiert und werde da in ein paar Wochen mit anfangen.
Die Mietwohnung oben hat einen eigenen Zähler mit dem ich eigentlich nichts zu tun habe. Dieser Zähler ist aber auch in der Verteilung die umgebaut wird.
Jetzt meine Frage:
Ist es möglich, den Zähler auszubauen/ abzumelden, um dann die obere Wohnung auf meinen Zähler zu nehmen und dann mit den Mietern einen Vertrag über Stromproduktion zu machen.
Angenommen ich habe einen Stromanbieter wo ich 30 Cent bezahle. Ich würde dann meinem Mieter den Strom auch für 30 Cent verkaufen. Da ich eine Groß Batterie plane, werde ich einen sehr großen Anteil seines Stromes liefern können. Der Mieter spart sich die Grundgebühr für seien Zähler und ich Bekomme 30 Cent anstatt für 7,7 Cent einzuspeisen.
Was meint Ihr, geht das und was muss ich dafür machen.
Bin sehr gespannt auf eure Aussagen.
Lg....
Du musst einfach einen rechtlich zulässigen und einwandfreien Vertrag mit dem Mieter machen, der das alles regelt.
Was bei dem Recht des Mieters, sich seinen Stromlieferanten frei auswählen zu dürfen, nicht ganz einfach ist.
Oliver
Wenn er beispielsweise den Strom für 25 Cent und ohne Grundgebühr bekommt, gibt es keinen anderen Anbieter, der mit dem Preis mithalten kann, und er will gar keinen anderen Anbieter. Dann wären beide Seiten zufrieden.
Wenn ich diese Einschränkung hinnehmen müsste (kein Zähler -> keine Anbeiterwechsel möglich) müsste der Strom schon erheblich günstiger sein. Momentan gibt es bei uns Strom zum Arbeitspreis von ca. 27 ct/kWh. 24 ct/kWh waren im Sommer aber auch möglich abzuschließen.
Ich würde den Strom für 15-18ct verkaufen, da haben immernoch beide mehr als gewonnen.
Im Moment hat er einen Arbeitspreis von 29 Cent und eine Grundgebühr von 29 Euro im Monat. Ich dachte ich gebe den Preis weiter den ich auch bezahlen muss. Ich wechsele jedes Jahr zum günstigsten Tarif. Denn ich möchte ihm ja Strom anbieten auch wenn ich keinen PV Strom habe. Der Mieter kann die knapp 360 Euro im Jahr sparen.
Das ist viel Geld. Keiner macht einen Verlust. Und wenn er selber den Tarif aussuchen will, kann er meinen Vertrag ja auch kündigen.
Wenn er das kann, prima. Nur braucht er dann natürlich auch einen Zähler vom Netzbetreiber, über den er dann Strom bezieht. Der muss dann also wieder zeitnah betriebsbereit sein.
Oliver
Ich würde es von abhängig machen, wie gut ihr Euch versteht und wie die Chancen sind, daß der Mieter Euch noch länger erhalten bleibt und vielleicht noch paar ct beim kWh Preis runter gehen.
Als Vermieter kann ich nur raten - Vorsicht.
Wenn der Mieter bereits dort wohnt, müsste er einer Änderung zustimmen. Ansonsten habe ich in meinem Vermieterleben schon viel vernünftiges erlebt, aber auch großen Ärger mit Mietern, die am Anfang einen sehr guten Eindruck gemacht haben. Sehe also auf jeden Fall einen korrekten TAB-gerechten Zählerplatz für die Mietwohnung vor um im Ernstfall umwechseln zu können.
Und nur nebenbei, im eigenen Haus eine Wohnung vermieten hält oft nicht lange. Die kleine Kaltmiete wiegt irgendwann, bei den meisten die ich kenne, den Verlust an Ruhe und persönlicher Freiheit nicht mehr auf.
Um den alten Zähler entfernen zu lassen mußt Du eine eingetragen Elektrofirma beauftragen, die dann alles vorbereitet und an den NB meldet. Kann durchaus ein paar Monate dauern. Kosten waren bei meinem letzten mal um die hundert Euro.
Wie bereits erwähnt. Ich muss meine Komplette Verteilung erneuern. Das macht natürlich ein Elektriker. Deshalb mache ich mir ja genau darüber Gedanken. Anfang November ist der Umbautermin. Das Verhältniss mit dem Nachbarn ist übrigens set 10 Jahren recht gut. Ich möchte natürlich niemanden übers Ohr hauen. Nach meinem Empfinden profitieren wir beide davon. Das ist auf jeden Fall mein Bestreben.
Dann würde ich das auch so versuchen zu realisieren und mit dem Mieter drüber sprechen aber auch sicher gehen, daß zur Not Platz ist für einen weiteren separaten offiziellen Zähler, wenn man das warum auch immer wieder ändern muß oder will.
Aktuell habe ich 3 Zählerplätze. In meiner neuen Verteilung werden sogar 4 Plätze realisiert. .
Wie ist das denn rechtlich? Darf ich das denn überhaupt, und was muss ich berücksichtigen ?
Der Mieter muss die Wahlfreiheit bzgl. des Stromlieferanten haben. Ich würde daher den Zähler vom Mieter bestehen lassen. Du weißt nie was kommt. Ich würde also nichts rauswerfen, was du später wieder einbauen müsstest.
Lieber einen Lastumschalter einbauen der verriegelt ist inkl. nachgelagerten Zähler. Dann kannst du ganz einfach hin und her schalten.
Ich würde keinen Zähler von einer Mieteinheit demontieren lassen. Der Aufwand später wieder einen setzen zu lassen und sich auf langsam arbeitende Netzbetreiber zu verlassen ist schlichtweg wagemutig ![]()
Zähler drin lassen bedeutet auch Grundgebühr von mehreren 100 Euro. Genau die will ich meinem Mieter ja ersparen. Das Gespräch mit ihm habe ich bereits gemacht. Er war begeistert von meiner Idee.
Lars,
lass die Anlage für den Mieter in der Grundkonfiguration so bestehen, dass er seinen eigenen Zähler hat. Wenn er solch hohe Grundgebühren hat, dann macht er selbst etwas falsch.
Ich würde einen Transferschalter installieren lassen und einen weiteren geeichten Zwischenzähler. Nur so kannst Du nachweisen, dass die verkauften kWh auch die sind, die angezeigt werden.
Ein Mieter, so gut wie das Verhältnis heute ist, kann morgen zum Feind werden. Und Feinde suchen Fehler!
Du kannst auch nicht wissen, ob der Mieter in den nächsten Jahren auszieht... Wenn dann für den Folgemieter wieder ein Zähler eingebaut werden muss, können sich die technischen Anschlussbedingungen schon wieder stark verändert haben. Also wieder den kompletten Zählerschrank umbauen, etc.
Mach es in Anlehnung an die Regelung für die Heizung und schlage einfach vor, von Mai bis Oktober einen reizvollen Preis anzubieten und in den Wintermonaten den Mieter den eigenen Strom vom VNB zu beziehen.
Somit ist dein Risiko gering und der Aufwand überschaubar.
Alles andere ist ein Spiel mit dem Feuer...
LG,
Wilm