Überlegungen Erdwärme / Luftwärmepumpe

Hallo zusammen,

Unser Haus hat auf 120qm Fbh und die sind aktuell auch nur beheizt mit 25-32 grad Vorlauf (nat -10 grad Raum Köln). Es gibt zwar noch 30qm Dachboden aber wird aktuell nicht viel genutzt/geheizt (Klima vorhanden). 7,7kw heizlast bei -10 grad.

Eigentlich hatte ich mir die Wolf cha-07 ausgesucht. Ist aktuell auch noch mein Favorit. Hab auch zwischenzeitlich schon mit 2x 5kw monoblock von Panasonic geliebäugelt die dann jeweils auf ein Stockwerk angeschlossen werden und wo in der Übergangszeit eine wp beide Stockwerke versorgt. Ziel ist es mit der Wärmepumpe nur zu heizen. Warmwasser muss ich mir was überlegen… hab nen 4 Jahre alten Hygienespeicher mit Solarthermie.

Nun kam die Idee auf irgendwas mit erdwärme - entweder als wärmequellen boost unter 2-3 grad oder als alleinige wärmequelle. Wir haben eine Fläche von 7x4m die in den nächsten Monaten mit rasengittersteinen als Parkplatz umgebaut werden solll → vll könnte man dadrunter einen flächenkollektor realisieren…

Dann kommt nochmal ca die selbe Fläche dazu die in den nächsten Jahren gemacht wird aber darüber wird ein terassendach entstehen, also voll versiegelt. Der Rest des Gartens ist eig fertig und soll nicht mehr „angepackt werden.

Eine weitere Idee war einen Brunnen bohren zu lassen für gartenwasser, da die Zisterne im Sommer eig nie lange ausreicht. Da kam die Idee auf Grundwasser als Quelle zu nutzen. Aber kann ich einen brunnen fürs gartenwasser auch für die wp missbrauchen? Und nen zweiten Brunnen fürs abgekühlte Wasser würde ich dann auch noch benötigen. Hier mal ein kleiner Auszug aus dem Angebot:

kann ich Ihnen folgendes Anbieten:

Bei Ihnen müssen wir ca. 11-12 Meter bohren

(Grundwasser Anfang ca. 6 Meter).

Wir werden bis wir auf Mergelschicht anstossen bohren

diesbezüglich können wir Sie Telefonisch beraten

Angebot für Brunnenbohrung

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11 meter Kostet 880 euro + mwst

12 meter Kostet 960 euro + mwst

Anfahtkosten 50 euro

(Beinhaltet: Dn115 Brunnenrohr, Vollwandrohr, untenrum 3 Meter Filterrohr und unten schließen wir mit Bodenkappe ab.)

Falls jemand was zu meinen Überlegungen beitragen kann würde ich mich freuen. Auch gerne zu den Ideen mit zwei LWWP :wink:

Hallo zusammen ,

zu Flächenkonverter kann ich folgendes sagen :
Der Boden muss durchlässig sein . Warum ?
Wenn man Schneefall hatte und das Tauwetter einsetzen, sickert kaltes Wasser durch den Boden .
Wenn aber Dichte Bodenschichten direkt unter den Flächenkonverter liegen , sammelt sich das kalte Wasser dort .

Mein Nachbar hatte genau dieses Problem.
Auch bei Dauerregen knapp über Null brach die Leistung ein . Gibt es von deiner Gegend ein Bodenkatasta ?

Sobald du mit Grundwasser arbeitest musst du die Rechtliche Bedingungen / Genehmigungen beachten . Im DIY nicht so einfach .

LLWP , das kommt auf dem Grundriss vom Haus an .
Singelsplitt ist sparsamer als Multisplitt.
Dazu gibt es Berichte im Forum .
Mindestens 2 Geräte mit je 5 KW . Hierbei beachten wie hoch die Leistung bei deinen Nat Wert sind .
Es gibt Geräte die für Skandinavien gebaut sind . Die haben auch bei - 25 Grad noch Leistung haben .
Schau dir Mal Gerâte von Daikin und Mitsubishi an .

Gruß Eckard

Brunnen größer, mindestens dn160. Ich baue jetzt auf dn315 um.

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Ein Flächenkollektor darf nicht dauerhaft “überbaut” oder bepflanzt sein. Wenn also auf dem Parkplatz ständig passiert, was auf Parkplätzen der Sinn ist, dann ist die Einstrahlung auf die Fläche abgeschirmt und der Boden erwärmt sich nicht wie erwartet. Das gleiche gilt für bodendeckende Bepflanzungen. Du brauchst Einstrahlung direkt auf den Boden. Grundwasser ist wohl wieder zulässig, nur in Wasserschutzgebieten ist es entweder komplett unzulässig oder Du brauchst eine Genehmigung. Da bin ich unsicher, tendiere aber zu komplett verboten.

Es gibt eine Seite: geothermie.nrw.de da lässt sich einiges bestaunen.

Wie hoch ist denn der Wärmebedarf des Hauses und die Heizlast? Ein Grabenkollektor oder ne Grundwasser WP ist schon was feines, aber der erhöhte Aufwand darf sich dann auch rechnen und bei mildem Klima wie in Köln vielleicht schwierig. Bei Grundwasser müssen dann auch die Werte von Fe/Mn etc passen und genug da sein.

Guten Morgen zusammen ,

bei YouTube den Kanal Der Fachwerker aufrufen.
Da hat er vor 2 Jahren ein Bericht gemacht .
Kosten , Genehmigungen sowie Vorteile und Nachteile .

Die LLWP oder LWWP sind heute bei den Investitionen einfach viel günstiger.

Gruß Eckard

Vielen Dank für eure Antworten!

@Maronenbauer ach interessant aber ist ja logisch. Sobald das Wasser dann an die rohre kommt bricht die Leistung ein. Ja lwwp hab ich im og. Kommt für mich nicht in Frage die zum heizen zu nutzen - Ganzes Haus Fbh mit Fliese Komfort fällt massiv ;).

@mfritz wieso machst du ihn größer?

@jensdecker 7,7kw @ -10grad 14000kwh wärmebedarf

@thorstenkoehler ja ich hab das auch gelesen und dachte halt beim Parkplatz direkt an die rasengittersteine (versiegelte Flächen und so) und dachte da kommt ja dann trotzdem noch genug durch um zu regenerieren. Sonst vll durch passivkühlung und energieüberschuss aus pv oder Solarthermie die Regenerierung noch weiter beeinflussen.Laut ki ist mein Stadtteil nicht im Wasserschutzgebiet aber ich werd die Website mal auschecken :wink: Danke

Ich fürchte, mit den 7x4 qm wirst Du da keinen Stich machen, was Grabenkollektor angeht bei Deinem Verbrauch. Wenn Du die Investition nicht schäust, würde ich gleich Richtung Erdwärmebohrung schaun (bessere JAZ und WP wohl langlebiger?) oder halt bei LWWP bleiben, die relativ dazu ja wohl auch immer besser geworden sind. Für Grabenkollektoren empfehle ich das haustechnikdialog.de Forum, da gibts Dutzende Projekte von Leuten, die sowas realisiert haben und Links zu einschlägigen Informationen, Rechnern etc.

Ich hab irgendwo im Netz gelesen, Grabenkollektor Energieertrag zwischen 10 und 30W je m.

Pegelabsenkung, Pumpversuch.Mehr Wasser, weniger Pumpe, JAZ 7,4.

DN160 ist besser, erstens hast mehr Wasser zweitens bist nicht angewiesen auf extraschmale Tauchpumpe($$$). Saugbrunnen und Schluckbrunnen so weit wie möglich auseinander (ideal 50m!) Saugbrunnen an Einflussrichtung des Grundwassers. Klar kannst mim extra Schalter die Brunnen zum Garten wässern nehmen, wenn die WP steht

Als wir unsere WP 2021 planten, hatte ich auch zuerst die Idee, den Gartenbrunnen anzuzapfen. Es ist aber ein Unterschied, ob man gelegentlich Wasser für den Garten fördert oder über Wintermonate hinweg Grundwasser pumpt. Für eine WP benötigt man die Erlaubnis der Unteren Wasserbehörde, und die wird wahrscheinlich von einer Grundwasser-WP abraten. Die Risiken, z.B. dass der Schluckbrunnen versottet, oder die eisenhaltige Wasserqualität den Wärmetauscher verstopft, sind hoch.

Andererseits fördert das Land NRW Sole-WP mit 50€/m. Der Ertrag kann auf den Geothermie-Seiten abgeschätzt werden (40 - 60W/m).

Viel Erfolg.

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