Überdimensioniertes Balkonkraftwerk welches in Zukunft zur vollständigen PV-Anlage aufgerüstet wird

Hallo alle zusammen,

ich hoffe das Ihr mir weiterhelfen könnt und wollte mich bei euch Informieren ob mein derzeitiger Gedanke überhaupt möglich ist.

Ich versuche den Text kurz und detailliert zu formulieren...

Zum Startpunkt meines Vorhabens, bevor es eventuell nächste Jahr zur vollständigen Bedeckung aller Dachflächen mit PV-Modulen übergeht, hatte ich vorgehabt unser Flachdach mit der maximal möglichen PV-Modulanzahl (10435W = 4,35 kWp) zu belegen. In Zukunft würden dann hierzu noch ein vollständiges Satteldach (20435W = 8,7 kWp, Dach West 30° und 14*435W = 6,09 kWp, Dach Ost) dazu kommen. Somit wäre irgendwann in Zukunft mit einer Gesamtleistung von 19,14 kWp zu rechnen. Ganz fern in der Zukunft wäre dann noch ein weiteres Satteldach vorhanden was verwendet werden könnte. Dies sieht man ganz unten im Bild angedeutet, unterhalb des Flachdaches mit weiteren 19,14 kWp.

Da ich jedoch vorerst gerne nur das Flachdach mit dem Modulaufständer von "K2 Dome 6.10 Classic" in betrieben nehmen möchte, in Kombination mit einem DEYE SUN-12K-SG04L P3-EU Wechselrichter hätte ich hierzu folgenden Fragen:

1.) Da in Zukunft mit einer Gesamtleistung von ca. 19,14 kWp zu rechnen ist, reicht der DEYE SUN-12K-SG04L P3-EU für die Realität? Da Deye im Niedervolt nur max. 12kW Wechselrichter anbietet. AC-Seitig ist der WR bis zum Zählerschrank mit einer Leitungslänge von 20m entfernt, 5x6mm².

1.1.) Spricht etwas dagegen einen 2. Wechselrichter später einzusetzen, der dann laut derzeitigen Planung direkt neben dem Zählerschrank montiert werden könnte. Das liegt daran das, dass Satteldach und deren Leitungswege zum Zählerschrank kürzer und einfach zu verlegen wären.

2.) Spricht etwas dagegen die zwei Module auf dem Satteldach (grün umrandet) zu den jeweiligen 2 Strings auf dem Flachdach hinzuzufügen? Grund hierzu ist das im Extremfall, je nach Außentemperatur, man mit den 10 Modulen auf dem Flachdach auf ein Umin = 185,2 V kommen würde. Der Deye benötigt aber für eine Optimale MPPT Regelung 200 V. Aufgrund dessen würde dann jeweils eins der beiden PV-Module auf dem Satteldach zu jeweils einem String hinzugeklemmt werden. Somit würde man über die 200 V kommen.

3.) Die 10 Module auf dem Flachdach würden dann als Balkonkraftwerk angemeldet werden und die Ausgangsleistung am Deye Wechselrichter auf 600 W begrenzen. Oder ist dies so nicht möglich?

P.S.: Es muss nicht zwingend ein Deye Wechselrichter sein, jedoch liest und hört man nur positives über diesen Wechselrichter. Als PV-Module würden Trina Solar Vertex S+ TSM-NEG9R.28, 435 Wp zum Einsatz kommen.

Sonnige Grüße

Lex

Möglich Ja, zulässig Nein.

BKW Vereinfachung erfordert einen WR mit max. 600VA ohne wenn und aber, nix mit "isch schwöre is voll gedrosselt". Und auch irgendwelche "Zertifikate" von windigen Drossel-Firmen interessieren nicht.

Möglich wäre aber ein 200€ WR, wie der Growatt 600VA, um die 10 Module mit 600W laufen zu lassen.

Damit wären die Regeln für BKW erfüllt.

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Vielen Dank für deine Antwort @Uschi.

Es wäre aber möglich den Growatt 600VA Wechselrichter an den GEN Port vom Deye WR anzuschließen, falls du diese Funktion kennst. Dann wäre es wiederum legitim, oder übersehe ich etwas?

Ich habe auch vor kurzem dieses Video gesehen in dem es ein wenig erklärt wird mit der Funktion:

Link entfernt

Ab 6:50min wird darauf näher eingegangen. Es lohnt sich aber auch das gesamte Video anzuschauen.

Ja, zuerst BKW mit 600VA vereinfacht anmelden, und wenn später eine voll angemeldete große PV dazu kommt könnte man an den Hybrid Deye einen separaten WR (z.B. diesen 600VA) anschließen.

Ich empfehle, das ganze in richtung insel anlage aufzubauen. Das mache ich selbst zur zeit. 10 panel a 400 W an einen hybridwechselrichter anschliessen. Der wechselrichter bekommt 48 V Akku. Mein hausnetz wird aufgeteilt, in versorgungs-netz und insel-Netz. Auf das insel-Netz kann ich , je nach jahreszeit, mehr oder weniger stromkreise anschliessen.

Das 4kwh insel-Netz wird nicht ausreichen, um meine wohnung in den wintermonaten zu versorgen die derzeitige insel- Anlage lege ich auf die 10 panel aus, die in reihe geschaltet sind und es keine verschattungsprobleme gibt. Ich habe am dach potential für erweiterungen, da sind die ausrichtungen anders . Wenn sich die panel nicht gegenseitig behindern sollen, bleibt als logische schlussfolgerung nur der aufbau eines zweiten insel netzwerkes. Was auch kein problem darstellt. Jedes netzwerk hat eigene panel, eigenen wechselrichter, eigene stromkreise. Die kunst ist es, die stromkreise so aufzuteilen, dass es funkrioniert. Dass jede insel-Anlage genug Strom für die angescblossenen stromkreise erzeugen kann. Das ist bischen try and error. Mit der zeit bekommt man das hin, dass alles gut zusammen passt.

Das ist mein vorgehen, jeder kann das lesen und bewerten, ob das bei sich selbst passt.

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@alter-hase

In wie fern sind die Probleme vorhanden wie äußert sich ein Problem, da du meintest das sich die Panels ggf. gegenseitig behindern. Und was ist zu beachten wenn man mehrere Wechselrichter eventuell auch unterschiedlicher Hersteller und Modelle in seinem Hausnetz anwendet?

Und wie wurde die Anlage zu beginn wie auch in den weiteren Schritten angemeldet?

P.S.: Vielen lieben Dank an alle die geantwortet haben es freut mich sehr andere Meinungen und Erfahrungen zu erhalten!

Ich lese aus den gesetzlichen Bestimmungen, dass eine autarke Insel-Anlage, die keinerlei Verbindung zum versorger-Netz hat, nicht angemeldet werden muss, auch nicht angemeldet werden kann. im Markstammdatenregister gibt es keine Formulare dafür.

Meine Insel Anlage befindet sich auch noch im Bau, schätze es wird Oktober bis das alles fertig ist.

Eine insel-Anlage muss von einem Fachmann installiert werden, man benötigt erhebliches Fachwissen. Das hausnetz muss korrekt in zwei Netze getrennt werden.

Ich schalte 10 Panel in Reihe, das erzeugt eine Spannung von 350 VDC. Das ist auch gefährlich, da muss man sich auch sehr gut auskennen um das zu installieren und in Betrieb zu nehmen

Wechselrichter und Akku sind im Keller, wegen der Temperatur. Dort ist es das ganze Jahr 20 Grad.

Wenn man viele Panel in Reihe schaltet und dabei einzelne Panel verschattet werden oder nicht in die gleiche Himmelsrichtung installiert werden, dann behindern die verschatteten Panel die anderen. Die Bremsen die Panel aus, die gut Sonne abbekommen.

Man sollte darauf achten, dass alle Panel, die in Reihe geschaltet sind, gleich mit Sonne beschienen werden. Damit diese sich nicht gegenseitig ausbremsen.