kann mir jemand bitte grob umreißen wie sich die elektr. Leistung für den Betrieb einer ca 12kW LW-Wämepumpe in der Praxis im EFH zeigt? Eher möglichst konstant niedrig oder auch durchaus öfters Spitzen bis ca 3,5kW elektr. Leistung?
Hintergrund: ich überlege ob es ggf sinnvoll wäre meine PV/Speicher-Anlage mit aktuell einphasig max 4,2kW elektr. Dauerleistung für Verbraucher von der Batterie auf 3 Phasen zu erweitern. Die Bestandsölheizung könnte mal durch eine LWWP ersetzt werden wo das dann nützlich wäre.
Das Bauchgefühl sagt mir mit aktuell ca. 300W elektr. Grundlast des Hauses dürfte ich dennoch mit den 4,2kW von der Batterie nicht schlecht aufgestellt sein. Und die mögliche Mehrleistung aus der Batterie (3 phasise Erweiterung 12,6kW) bliebe eine kurzeitig genutzte Peakleistung und daher wirtschaftlich eher uninteressant. Im Herbst/Winter ist das primäre Problem den Speicher voll zu bekommen und nicht die Peakleistung.
Auch wenn ergänzend im Hauptwohnbereich schon eine LLWP also Splitklima besteht und die im Winter dort mit 300-600W am Strom nuckelt.
wenn im relevanten Bereich das Problem ist, den Speicher zu füllen, braucht es auch nicht mehr Leistung.
Ob der 4h hält und Leistungsspitzen abfängt oder 6h und Leistungsspitzen aus dem Netz bedient werden, dürfte egal sein.
Leistungsaufnahme kommt wie immer drauf an. Schlecht taktende WP kann auch mal viel Leistung ziehen, 4kW aber eher nicht. Und spätestens im Kernwinter mit hohem Heizbedarf sollte sie sowieso durchlaufen.
Aus dem Betrachtungswinkel ja. Ob ich permanent an die Grenzen des Möglichen der Leistung gehen möchte beim PV-Speicher eine andere Frage. Wenn ich das nicht möchte und die Max-Leistung reduziere dann wären es aber immer noch vielleicht 8h und der Speicher ist leer
Dass das viele individuelle Faktoren hat ist klar. Dennoch wie sieht sowas typischerweise aus. Lässt sich die Modulationsfähig mit LLWP vergleichen oder ist dort ein massiver Unterschied und die Dinger haben vielleicht 3-4 Leistungstufen in denen sie laufen können?
Ganz einfach, meine läuft auf nahezu konstanter Leistung durch, da ich eine feste VL-Temperatur eingestellt habe. Bringt bei mir den sparsamsten Betrieb.
Bei -7° mit ca. 1 kW 24/7
Bei +7° mit ca. 450W für 5-12 Stunden, rest Abschaltung
ABER bei feuchtem Wetter zwischen +4 und -4° muß sie öfter abtauen.
Dann gibt es fette Lastspitzen in unterschiedlicher Ausprägung, je nach Feuchte.
Supergau bei 0° und 99,9% Luftfeuchte abtauen alle 20 Minuten. Die Spitzen sind dann etwa 5kW (2kW Machine für etliche Minuten plus 3kW Heizstab für 1 Minute)
Da es aber je nach Haus und WP unendlich viele Varianten gibt ...
Der Heizstab läßt sich durch ordentliche Fußbodenheizung vermeiden. Kommt bei meinen schönen alten Dielen leider nicht in Frage.
Oder durch einen eingebauten Heizungspuffer, der aber den Gesamtwirkungsgrad, in der Regel, stärker runterzieht als die wenigen kWh pro Winter als Abtaubeschleuniger. Bei 26 kWh PV spielen die wenigen kWh also keine Rolle.
Das ist alles aus der Hüfte und ohne Detailbetrachtung da die 18kW Ölheizung noch läuft. Daran werde ich kurzfristig auch nichts ändern da ich recht günstig in den Hauptwohnbereichen mit Splitklima für Komfortwärme sorgen kann.
Es ging mir nur ums grobe Prinzip bzgl. der Sinnhaftigkeit ergänzend durch eine WP die Wechselrichterleistung meines Batteriespeichers aktuell schon zu erhöhen.
Dazu sehe ich aber weiterhin wie vermutet keine Veranlassung da ich selbst mit Wärmepumpe geschätzt 90% der Leistung aktuell schon habe und dazu laufen die verfügbaren 4,2kW nichtmal dauerhaft auf Anschlag.