Wir haben ein Balkonkraftwerk von Priwatt:
TSOL-MS600 mit 2 RSM40-8-410M.
Die Module stehen auf einem Flachdach.
Die Anlage haben wir seit Juli.
Ich würde gerne den Ertrag über Tag steigern ohne die Kosten stark zu erhöhen.
Das Ziel ist über den ganzen Tagesverlauf mehr Watt zu erzeihlen, Max 600W.
Wie?
Ich möchte die bestehende Anlage um ein Modul erweitern, dann habe ich 3 Module aber nur 2 Eingänge.
Da ich die Module frei ausrichten kann wäre meine Idee,
2 Moduel in Reihe schalten, eins mit Ost/ SÜD-Ost und eins mit West/Süd-West Ausrichtung mit ca 20° Neigung.
Das dritte Modul ist alleine am zweiten Eingang mit Süd Ausrichtung.
Der Eingang des TSOL hat einen Max V von 60V die beiden Module haben einen Max V von jeweils 41,9V.
Klar, 2x 41,9V wäre 84V und damit 24V über max. Aber durch die Ausrichtung sollte sich die maximale Spannung des Strings reduzieren.
Aber wie rechnet man das?
Und welche Probleme hab ich noch garnicht berücksichtigt?
Beste grüße und vielen danke für eure Zeit.
Zum einen ändert sich bei unterschiedlichen Belichtungsstärken die Spannnung nur ein wenig, hingegen der Strom sehr deutlich.
D.h. das Modul mit der schlechteren Beleuchtung und dem daraus resultierenden geringeren Strom bremst aufgrund der Reihenschaltung das besser beleuchtete Modul aus. Und - noch schlimmer - deine Spannung bleibt dank Reihenschaltung weit über deinen 60V.
Wenn, dann könntest du versuchen, das Ost/Südost-Modul und das West/Südwest-Modul parallel zu schalten. Die Parallelschaltung liegt dann innerhalb der Spannungsgrenzen deines WRs. Der mögliche Strom wird zwar im Sommer aufgrund deiner geringen Neigung von 20° - beide Module würden in den Mittagsstunden nahezu voll produzieren können - vom WR deutlich begrenzt werden. Das sollte aber wenig stören, da du in Summe mit dem Südmodul am zweiten WR-Eingang sowieso deine 600W bekommst.
Wenn sich die Spannung kaum verändert wird das natürlich nix... ?
Aber bei dem Punkt mit dem ausbremsen würde ich aber gerne nochmal nachhaken.
Nach meiner Rechere ist es genau umgedreht.
3 Fälle:
Parallelschaltung Das schwacher beschienene Modul wird zum Verbraucher.
Parallelschaltung mit Sperrdiode Das schwachere beschienene Modul liefert keine Leistung.
Reihenschaltung Die Leistung addiert sich. Minus die leistung der internen Sperrdiode des Moduls.
Meine Quelle: Youtube, Video Name: "037DE Grundlagen Solaranlagen / PV-Anlagen - Teil 1 - Solarpanels nicht parallel schalten" (Kann noch keine Links posten, SPAMschutz)
Danach wäre 2 Module mit unterschiedlichen Beleuchtungen paralle zu schalten ein Fehler.
Und so kam ich erste auf die Idee und die daraus resultiernen Frage.
Ich versuche die Zusammenhänge zu verstechen und Preis/Leistungs mäßig besser zu werden.
Das Balkonkraftwerk hab ich mir von Priwatt gekauft, weil ich meine ersten Erfahrungen mit etwas machen wollte was in sich funktioniert.
Hab noch 5 weiter Stromzähler wo ich ein Balkonkraftwerk einrichten könnte Link entfernt
Was ich jetzt verstanden habe ist.
Die Versuche, die ich als Quelle genannt habe, verdunklen das Panel komplett.
Was für meine Anlage in der Praxis aber nicht eintritt, da die Neigung zu gering ist um eine so starke Verdunkung an einem Panel zu erreichen, dass der Spannungsabfall gegenüber dem paralelgeschalteten Panel zu einen Rückstrom durch das verschattet Panel führen könnte.
Somit ist eine Paralelschaltung von 2 unterschieldich ausgerichtet Panelen bei mir kein Problem.
Ich muss aber auch gestehen das ich keine Panele finde, die von den Leistungsdaten meine Panele in einer Paralelschaltung ergänzen könnten ohne den Eingang des Wechselrichters zu überfordern.
Was Stockis Aussage wieder unterstreicht...
Meistens sind die einfacheren Lösungen zielführender - insofern zusätzliches Modul plus zusätzlicher WR funktioniert out-of-the-box, und man muss sich keine weiteren Gedanken machen.
Dennoch zu deinem Satz
Wie viel Strom bei einer bestimmten Spannung fließt, hängt am Innenwiderstand des WR. Dieser Innenwiderstand des WRs verändert sich aber nicht, wenn du mehr Panele parallel schaltest. Insofern fließt auch nicht mehr Strom bei Parallelschaltung, als der WR "will". D.h. theoretisch kannst du viele Panele (gleiche elektrische Daten vorausgesetzt) parallel schalten, und der WR bleibt trotzdem innerhalb seiner Stromtragfähigkeit.
Dass man in der Realität trotzdem nicht beliebig viele Module parallel schaltet, liegt an der Sicherheit für den - hoffentlich nicht eintretenden - Fehlerfall. Wenn im WR irgendetwas abraucht, was den Innenwiderstand ggf. senkt, dann kann bei mehr parallelen Modulen natürlich auch entsprechend mehr Strom fließen und die restlichen innereien des WRs stärker (und heißer und gefährlicher) grillen.
Insofern beschränkt man sich i.A. auf dezente Überbelegung, in deinem Fall also nicht mehr als zwei parallel Module - das sollte aber gut möglich sein.