Tipps willkommen: Erweiterung einer bestehnden PV mit mehr kW und Batterie

Hallo liebes Forum,

Ich beschreibe erst mal mein Projekt:

Ich wohne in Belgien und hier kann ich selbst installieren und an der Elektrik schrauben aber nicht basteln, da die Anlage hier abgenommen werden muss und daher brauche ich Herstellerhomologationen etc.

Wir haben einen kleinen Pferdestall (aber keine Pferde :wink: ) auf dem ich bereits 5,44 kWp Module (Ost/West) an einem 3 kW SMA Sunny Tripower am laufen habe. Die Anlage bringt etwa 3600kWh/a.

Das Haus ist nun fertig renoviert und ich möchte auf dem L-förmigen Flachdach (202° SSW), welches außer der niedrigen Attika (max 15cm) keinerlei Verschattungen hat nochmal so viel kWp wie möglich installieren. 12 kWp sollten möglich sein und ich würde daran 8 kW WR hängen.
Zudem würde ich ca 15 kW Batterieleistung installieren.

Wie realisiere ich das am Besten?
die 15 kW Batterie am STück and den WR der Installation auf dem Dach anschliessen? Oder den Tripower gegen einen Batteriewechselrichter tauschen und 5 kWh Batterie and die Stallanlage und 10 kWh and das Hausdach?
Oder nochmal ganz anders?

Hat jemand Erfahrungen mit einer ähnlichen Konstellation und Empfehlungen ür die Hardware?

Ach ja, im Moment habe ich auch einen Ioniq 5, 77kWh Batterie geleast, der bidirektional V2L kann (einphasig) und den ich beim Arbeitgeber umsonst laden darf :slight_smile: aber das kann sich in nem guten Jahr wieder ändern.
Ich kenne die 3 phasige Bastelvariante dazu aber das ist denke ich wegen der Wandlerverluste kein Thema

Kommt auf die weiteren Bedingungen an. Soll nur bei Sonne eingespeist werden? Ist das für Eigenverbrauch, wie hoch ist der (tags/nachts)? Willst du variablen Tarif nutzen? Reichen 15kWh? Auch bei 1 Regentag?

Denke nach über einen WR, der zwischen Zähler und deinem Haus incl Stall sitzt. Der kann immer noch Nulleinspaisung machen und/oder Strom verkaufen.

Danke für die schnelle Antwort.

Ich bin für alles offen.

Im Sommer kann sicherlich auch Nachts eingespeist werden. Im Winter reichen 15 kW natürlich nicht, wenn mal ein paar Tage Schnee liegt (diesen Winter waren es hier insesamt 5 Tage an denen die Module bedeckt waren).
Die 15 kW sind für mich im Moment so ein Sweet Spot, die bei den aktuellen Preisen Sinn machen (Achtung, ich muss auf die Preise noch MwSt. draufrechnen).
Ich habe die Möglichkeit für variable Tarife. Gibt es eine Möglichkeit komfortabel zu steuern, wann die Anlage einspeist und wann sie lädt?

Welcher Wechselrichter wäre zu empfehlen?

Die Größe des WR richtet sich nach deinem maximalen Verbrauch. Ideal sollte der diesen Verbrauch aus Solar und Batterie saugen können. Wenn du irgendwann dein auto mit 11kW laden können willst, wäre das ein Anhaltspunkt.
Die Größe der Batterie richtet sich nach Verbrauch über 24h und dem maximalen Verbrauch. Ich würde die wählen, dass du 24-48h auskommst (1 Regentag), und dass die 11kW fürs Auto liefern können also wenigstens 22kWh. Mit ein wenig Sicherheit (Alterung!) also ca. 2 x 14-16kWh wäre meine Untergrenze was nur dafür dauerhaft funktioniert.

Wenn du dich mit einspeisen bei variablen Tarifen beschäftigen willst: Die Batterie sollte wenigstens 3h Solar einfangen können (rechne NOCT). Häufig hast 3h Niedrigpreis in einem Stück, ca. 9-12 und 14-16 Uhr, jedenfalls bei uns in AT. Das hieße 3 x 14-16kWh. Damit kannst z.B. 2x 2h zu hohen Preisen Strom verkaufen, häufig ist das 12-14 und 17-19 Uhr. Dafür muss dein Strom-Abnehmer dir Daten bereitstellen. Wie das in Belgien läuft: keine Ahnung. Amortisation: Man bekommt im sommer 2 Vollzyklen hin, im winter wirds eher fürn Eigenverbrauch reichen.

HIer die Übersicht, hat auch ne Tabelle für Ö:

https://www.epexspot.com/en/market-results?market_area=BE&auction=MRC&trading_date=2025-03-03&delivery_date=2025-03-03&underlying_year=&modality=Auction&sub_modality=DayAhead&technology=&data_mode=table&period=&production_period=

Morgen gibts da z.B, eine Stunde nach Mittag, wo ich für 0,8c pro kWh beziehen kann und später am Tag für a16c verkaufen, allerdings ist das nur der Strompreis. D akommen hier noch Netznutzungsentgelte hinzu. Da muss ich mich erst mal einlesen, wie das genau ist.

Ziel ist nicht Autarkie sondern grßtmöglich Kosten/Nutzen Optimierung. Und ja, meine Zeit rechne ich mit. Ich werde sicher nicht von Hand jeden Abend gucken, wann ich am nächsten Tag Laden und Einspeisen werde.

28-32 kWh sind allerdings glaube ich auch wirtschaftlich nicht darstellbar. Wie gesagt, ich muss fertig kaufen und kann nicht basteln und muss MwSt. zahlen. Da bin ich immer noch gut über 100,- pro kWh.

Selbst bei Basengreen, zweifelhafter Qualität und schlechtem Service im Garantiefall bin ich da bei 4200,- für 30kWh. Das ist das günstigste, was ich im Moment gefunden habe.

Ja. Variable Traife haben chancen und Risiken.
Wenn du 14kWh hinstellst, kannst realistisch bis zu 6kW rausziehen. Da lohnt auch kein variabler Tarif.

Bei 12kW x 3h einspeisen wäre das heutige Ergebnis knapp 5€. rechnest ganz vorsichtig das auf 100 Tage hoch, in denen daa möglich ist, 500€ ausschließlich für Stromverkauf aus der Batterie.
Dazu kommt deine Einsparung, weil du kaum noch Strom einkaufen brauchst.