Was sind 'BC-Zellen'? Haben die Trina Vertex S+ TSM-NEG9R.28 450Wp solche BC-Zellen? Ich meine, es sind N-type Zellen.
BC also Back Contact N Type.
Haben inzwischen einige Hersteller.
Ob das für alle Back Contact Type N Zellen zutrifft oder doch nur auf spezielle weiß ich nicht.
Ist auch nicht ganz so wirksam wie eine echte Bypass wie es AeSolar? mal machte.
Ps:
Das Optimum wäre natürlich statt der Durchbruch Bypässe echte Aktiv Dioden pro Zelle zu verbauen. Dann bringt schon ein e einzige Zelle im Drittel oder Sechstel Modul Segment noch einen Leistungsbeitrag. Spannungsabfall ein paar mV.
Das ist dann allerdings schon Raketentechnik, deutlich besser als die damaligen AE Solar Module.
Die 3-phasigen Deye Wechselrichter SG04LP3 (für Niedrigspannungs-Batteriesysteme) haben globales MPPT, nennt sich bei Deye "MPPT Multi point scanning" und bedarf ggf. eines Firmwareupdates.
Weitere Infos gibt es dazu z.B. hier:
Hallo Leute,
jetzt weiß ich aber immer noch nicht, welche der beiden Stringvarianten (s.o. - ca. 10 Beiträge höher) zu bevorzugen ist?
Mit oder ohne Schattenmanagement?
Also nehmen wir an, wir hätten Schattenmanagement: welche Variante ist günstiger? Nehmen wir an, wir hätten kein Schattenmanagement: welche Variante dann?
Danke!
Traut sich keiner? Wo sind die Experten?
Ich bin kein Experte, aber äußere dennoch mal meine Gedanken:
Um die Stringkonfigurationen einschätzen zu können, benötigt man vermutlich erst mal ein konkretes Wechselrichtermodell. Also z.B. welchen Deye genau (Hochvolt oder Niedervolt, welche Generation)?
Dann könnte man mal mit den Stringlängen schauen, welche Spannungen erreicht werden und ob der Wechselrichter dazu passt, und ob noch Reserven für Verschattung da sind.
Als WR ist geplant: Deye SUN-15K-SG05LP3-EU-SM2
ein 15 kW NV-Hybridwechselrichter
Hat 2/3 MPPT-Eingänge (2 echte, einer ist doppelt belegt, d.h. kann 2 gleiche Strings aufnehmen, verkraftet also mehr Strom).
Die PV selbst wird max. 14,4 kWp liefern, also im Schnitt eher 10-12 kW im Sommer, ist auch nicht optimal ausgerichtet (SO und mit ca. 10 - 25 Grad Neigung). 25 Grad auf dem Schrägdach, ca. 10 Grad auf den Dachgauben (mit leichter Aufständerung).
Hilft das jetzt weiter?
Ich versuche mich mal an einer Antwort. Bitte bedenken, dass ich kein Experte bin. Vielleicht kann mich ja jemand Erfahreneres korrigieren:
1. Maximale Leerlaufspannung
Hier muss geprüft werden, ob die maximale Spannung des Wechselrichters nicht überschritten wird.
"Worst Case" wären also bei dir 13 Module.
Mit den Daten aus dem Datenblatt (Voc: 52,9 V; Temperaturkoeffizient Voc: -0,24%/°C jeweils für STC)
und der Annahme von -20°C
sollte das Folgendes ergeben: 52,9V×(1+0,0024/°C×45°C)×13 = 762 V.
Das ist unterhalb der maximalen Spannung des Wechselrichters von 800V.
Das sollte also passen.
2. Minimale Spannung mit Schattenmanagement
Hier ist der Worst Case der 6 Modul Strang.
Mit den Daten aus dem Datenblatt (VMPPT: 42 V für NOCT)
ergibt das 42V x 6 = 252 V.
Damit ist man noch im Spannungsbereich des Wechselrichters (der liegt bei 160 - 650 V).
Wenn jetzt aber z.B. drei Module durch das Schattenmanagement ausgeblendet werden, halbiert sich vermutlich die Spannung (ist das richtig?) und man ist außerhalb des Arbeitsbereichs.
Also für Schattenmanagement sollte der Strang vermutlich deutlich länger sein, sofern ich mich nicht komplett geirrt habe.
Wie gesagt, sollte meine Rechnung noch mal von jemand anderes überprüft werden.
3. Unterschiedliche Orientierungen in einem Strang
Für maximalen Ertrag wäre es vermutlich gut, nur identische Modulneigungen in einem Strang zu haben. Sonst wird immer nur ein Teil optimalen Ertrag liefern können, aufgrund der unterschiedlichen, optimalen Arbeitspunkte; sofern ich mich nicht irre.
Bei der Parallelschaltung unterschiedlicher Ausrichtung mit gleicher Anzahl sehe ich kein Problem, außer den Grenzen des WR. Bin auch kein PV ler.
Ich habe noch mal etwas überlegt und einen Vorschlag gemacht (siehe Bild).
MPP1 mit Parallelschaltung
Für Parallelschaltung sollten in jedem Unterstring die selbe Modulanzahl (damit wir dieselbe Spannung in jedem Teilstring haben) und die selbe Orientierung sein. Hintergrund ist, dass ja in einer Reihenschaltung jedes Modul denselben Strom hat, was so gewährleistet ist.
Teilverschattung auf einem Unterstring wäre ein Problem, weil dann das Schattenmanagement für die gesamte Parallelschaltung die Spannung senken würde, was zu Einbußen führen sollte.
MPP2 mit Verschattung
Auf diesem String sollte nun gut das Schattenmanagement arbeiten können, ohne Beeinflussung der anderen Strings. Aufgrund der Modulanzahl sollten da auch noch genug Reserven sein.
Alles ohne Gewähr und man sollte nochmal nachrechnen, ob die Spannungen und Ströme passen.
Danke für den Tipp!
Du packst aber Flachdach- und Schrägdach-Module in parallele Strings an einen MPPT, ob das besser ist als Flach- und Schrägdachmodule in einem String?
Ich denke, die 10-15 Grad Unterschied in der Neigung machen den Kohl nicht wirklich fett bei Sonne. Kann sein, dass die flachen 5-10% weniger Leistung bringen (?) auch nicht soo tragisch bei Sonne. Bei bedecktem Himmel (diffuses Licht) wird der Unterschied noch viel kleiner sein.
Was meinen die anderen Experten?
