Tegrona Lite – Modulbelegung aus dem Dachfoto, kostenlos (macOS, Windows, Browser)

Hallo zusammen,

ich bin der Entwickler, das gleich vorweg. Es gibt ein kostenpflichtiges großes Tegrona (3D-Dachmodell, Ertrag, Strings) und davon abgeleitet Tegrona Lite, die kleine Fassung. Die ist kostenlos und bleibt es auch: keine Testfrist, keine Modulgrenze, kein Konto. Deswegen steht der Beitrag hier in der kommerziellen Ecke und nicht bei den Open-Source-Projekten, auch wenn Lite selbst nichts kostet.

Lite macht genau eine Sache: die Belegung einer Dachfläche mit Modulen, aus einem Foto, das man meistens schon hat — Drohne, Luftbild, Bauplan. Der Ursprung war schlichte Faulheit, ich hatte keinen Bock mehr, auf Fotos Ziegel zu zählen, um an den Maßstab zu kommen.

Wie es läuft:

  • Dachfläche im Foto markieren, als Rechteck, Trapez oder Dreieck. Entzerrt wird an den Ziegelreihen, nicht am Umriss — darum kommen auch Trapeze und Dreiecke gerade raus, die man über vier Eckpunkte nicht geradeziehen kann.
  • Maßstab: Ziegeltyp auswählen (Frankfurter Pfanne, Hohlfalzziegel oder eigene Deckmaße), das Programm zählt die Ziegel im Bild. Oder klassisch eine bekannte Länge einzeichnen.
  • Belegung automatisch, hoch / quer / gemischt, mit Reihenversatz für Flächen, die zum First hin schmaler werden. Modulmaße und Wp tippt man selbst ein, es gibt keinen Herstellerkatalog — mehr braucht die Belegung nicht.
  • Sperrflächen für Kamin, Dachfenster und Lüfter, dazu Randabstände. Was eine Regel verletzt, wird rot. Nachschieben von Hand geht mit den Pfeiltasten, 1 cm / 10 cm / ein Rastermaß.
  • Raus kommt ein A4-Blatt als PDF oder PNG mit Belegung, Modulzahl, kWp und Klemmenzahl, dazu die Modulkoordinaten als JSON. Das Projekt selbst bleibt als Datei liegen.

Für wen das hier interessant sein könnte: wer saniert und die Dachfenster noch zentimeterweise verschieben kann, zeichnet sie als Sperrfläche ein, schiebt sie hin und her und sieht sofort, ob dadurch eine Modulreihe mehr reingeht. Und das A4-Blatt ist das, was man dem Elektriker oder dem Zimmermann in die Hand drückt.

Was Lite nicht macht, damit keiner falsche Erwartungen hat: keine Ertragssimulation, keine Verschattung, keine Strings, keine Wirtschaftlichkeit. Dafür gibt es EOS, PV*SOL, Sunny Design und Co. Lite beantwortet nur die Frage „wie viele Module passen da drauf und wie liegen sie“, und das in ein paar Minuten, bevor man überhaupt aufs Dach steigt.

Läuft nativ auf macOS 14+ (Apple Silicon und Intel, das Ding ist 3 MB groß) und auf 64-Bit-Windows 10+, außerdem als Browserfassung ohne Installation. Das Foto verlässt in allen drei Fassungen den Rechner nicht, die Geometrie wird lokal gerechnet. Das ist mir wichtig, weil im EXIF einer Drohnenaufnahme der genaue Standort vom Haus steckt. Die Programme selbst sind auf Englisch, die Browserfassung gibt es auch auf Deutsch.

Zu finden ist das Ganze unter dem Namen „Tegrona Lite“ — als neuer Benutzer darf ich hier noch keine Links setzen, ich ergänze ihn, sobald es erlaubt ist.

Worüber ich mich am meisten freuen würde: Fotos von Dächern, bei denen die Entzerrung oder das Ziegelzählen danebenliegt. Der Detektor ist an einer Handvoll Dachtypen entwickelt worden, und es gibt garantiert Deckungen, die er noch nicht kennt — Biberschwanz und Blech sind meine Verdächtigen. Kritik zur Bedienung genauso gern.

Viele Grüße
Michael