Tatsächlicher Brennstoffbedarf und Heizwärmebdarf im iSFP

Hi Leute,

ich schreibe gerade eine Hausarbeit und bin dabei auf einen, in meinen Augen, Widerspruch gestoßen. Laut den mir zur Verfügung stehenden Unterlagen liegt der tatsächliche Brennstoffbedarf einer Ölheizung bei durchschnittlich ca. 109.435 kWh pro Jahr. Das habe ich mittels Multiplikation von eingekauftem Öl mit dem Heizwert von Öl iHv 9,8 kWh/l berechnet. Im iSFP wird jedoch im Istzustand ein Heizwärmebedarf von 162.763 kWh angegeben. Wie kommt diese große Differenz zustande und kann man die Werte für eine vereinfachte Modellierung vergleichen?

Freue mich über jede Antwort! Vielen Dank

Die Heizlastberechnung nach DIN ist halt einfach graue Theorie, die das konkrete Benutzerverhalten nicht berücksichtigt, ggf. unbekannte Baustoffe. Der Unterschied ist sogar noch deutlich größer als Deine Zahlen andeuten, da die Ölheizung ja vielleicht 80% Wirkungsgrad hat. Ich kenne die Hintergründe nicht, wie diese Norm entwickelt wurde, könnte mir aber vorstellen, daß da auch ein gehöriger Sicherheitspuffer bei ist, damit es nur ja nicht bei vielleicht 2% um 10% zu niedrig ist, dafür dann halt bei 80% der Objekte um 30% zu hoch. Kannst ja mal im Rahmen Deiner Arbeit recherchieren und uns berichten. Für zeitgemäß gedämmte Objekte sind die Fehler wohl auch kleiner als für Altbestand.

Hallo zusammen ,

die Norm ist ein theoretisches Werk . Mehr nicht .

In der Praxis gibt es so viele Variablen die man schlecht berechnen kann .

  1. Isolierung und deren Zustand
  2. Winddichtigkeit und Lage des Gebäude
  3. Persöhnliches Verhalten und Vorlieben
  4. Der Wirkungsgrad des Kessels sowie die Vorlauftemperatur / Rohrdurchmesser / Heizkörpergröße und Bauform . Hier greifen viele Faktoren ineinander .
  5. Feuchtigkeit aus Boden oder Luft , abhängig vom Gebäude . Zum Beispiel ein Trockender Keller gegenüber einen Feuchten Keller usw.
    Ich denke genaue Berechnungen sind schwer durchzuführen da es zu viel Variablen gibt , für den es keinen Wert gibt bzw die Realität anders ist .

Gruß Eckard

Kommt ja auch drauf an, ob nach Norm geheizt wird oder ganz anders. Normverbräuche kommen eben nur dann bei raus, wenn mit Normtemperatur geheizt wird, nach Norm gelüftet und der Winter sich nach Normtemperaturen verhalten hat. Ebenso gibts oft starke Abweichungen vom U-Wert der Baumaterialien real und was angenommen wurde. Thermische Gewinne durch Sonnenschein werden auch zu wenig berücksichtigt.

Vielen Dank für die Hinweise, das ist durchaus einleuchtend!

Verstehe, danke für deine Antwort!