Hallo,
meine PV Anlage besteht aus 8 x 265 W Solarmodulen und 4 x 600 W Mikrowechselrichter.
Jetzt möchte ich ein Speicher kaufen. Ich würde den statt Batterie lieber mit Superkondensatoren realisieren. Der Speicher soll zwischen 5 kWh und 10 kWh haben. Hat Jemand von euch, Erfahrungen oder Wissen, was für ein Inverter ich kaufen soll und auf was ich achten muss bei der Instalation?
würde mich freuen über paar hilfreiche Tipps.
MfG
Marek
Ich habe so ein Super kondensator Batterie pack bei Alibaba.com gesehen. 48 V 100Ah ungefähr für 1000Euro plus Versand.
https://german.alibaba.com/p-detail/Cycles-1600447991664.html?spm=a2700.galleryofferlist.normal_offer.d_title.6a117b31HJyLJy&s=p
Also, ich bin absolut kein Experte für Supercaps.
Aber ich weiß aus der Forschungslandschaft, dass an den Dingern grade intensiv gearbeitet wird. Kann gut sein, dass das der Energiespeicher der Zukunft wird.
Das Problem ist wohl, dass reine Superkondensatorspeicher sehr groß sind, Stichwort: schlechte Energiedichte. Dafür können die in kurzer Zeit viel Leistung aufnehmen und abgeben. Stichwort: gute Leistungsdichte.
Fraunhofer ist wohl dabei, hybride Speicher zu entwickeln. Dort werden Supercaps zusätzlich zu Lithium Zellen eingesetzt um Leistungsspitzen abzufedern. Meines Wissens nach ist das aber Forschung und Laborbetrieb. Kaufen kann man das (noch) nicht. Ein Alibaba Angebot würde ich daher eher skeptisch sehen.
Fände aber interessant, wenn dieser Thread etwas Erhellung in das Thema bringt.
Würde mich auch interssieren. Wären als Puffer bei wolkigen Tagen möglicherweise hilfreich. Die könnten, wenn sich die Sonne blicken lässt, als Puffer priorsiert aufladen um später bei Verschattung die Akkus weiter zu laden und als extra Speicher falls die Akkus schon voll sind. Sind glaube ich aber nicht hochstromfähig. Wäre so etwas nicht dennoch praktikabel?
Ich verweise mal auf den Artikel zur Haltbarkeit -> https://passive-components.eu/supercapacitor-degradation-and-life-time/
Ich habe so ein Super kondensator Batterie pack bei Alibaba.com gesehen. 48 V 100Ah ungefähr für 1000Euro plus Versand.Die 20000cycles riechen stark nach (gebrauchten) LiTi akkus.
https://german.alibaba.com/p-detail/Cycles-1600447991664.html?spm=a2700.galleryofferlist.normal_offer.d_title.6a117b31HJyLJy&s=p
In den Bildern habens zwar irgendwelche pouch-zellen mit 4.2V (Li HV akku ??).
5kWh für 1100$ klingt mir bisl zu günstig.
Da muss was faul sein.
Ich verweise mal auf den Artikel zur Haltbarkeit...Danke für den Link. Also, kein Lösung für Solarpuffer.
Bezügl. des Links volle Zustimmung.Ich verweise mal auf den Artikel zur Haltbarkeit...Danke für den Link. Also, kein Lösung für Solarpuffer.
Allgemein würde ich das aber so nicht unterschreiben. Wenn man mal weg von den Aussagen dieses
chinesischen Lieferanten zu echten Graphen-Superkondensator-Datenblätter wechselt, sieht man,
dass da zwar mit der Zeit bis zu 20% Kapazitätsverlust zu rechnen ist, aber auch 1 Mio. Zyklen und
10+ Jahre Lebendsdauer erreichbar sind.
Allerdings kostet ein Modul mit 48V und 100Ah z.Zt. doch eher US$ 40.000+,- denn US$ 1.000,-.
Gruß Jogi
zu den Superkondensatoren:
ich habe seit über 10Jahren welche bei meiner Fahrradbeleuchtung im Einsatz. 10F 2,7V MAX !!! Nachdem sie mal aufgeladen sind - formatieren die sich - und gut ist. Es wird auch so etwas wie ein BMS empfohlen. Ich habe sie mal als e-bike Simulationsakku zusammengeschaltet. Aber so wie es in der Elektrotechnik eben ist - zwei in Reihe - halbe Kapazität. 20 in Reihe - 1/20 Kapazität.
Sie sind sehr beeindruckend, da sie einen wahnsinns Strom können. Die Spannung der Netzteile brechen einfach zusammen wenn man sie dranhält. Ich glaube es gibt sie schon in der Größenordnung von 3000F. Zur Stabilisation kleiner Spannungen, wo kurzfristig hohe Ströme gebraucht werden - einfach toll. So z.B. als Bremsspeicher bei der U-Bahn oder Achterbahn. Es gibt sie auch als 12V Starterbatterien in Gegenden wo es wirklich kalt ist. Hatte schon mal die Überlegung gestartet, sie an den Ausgang eines PV-Moduls zu schalten - vor den Mikroinverter - um Schwankungen auszugleichen - hab's dann aber gelassen - konnte den Gewinn nicht richtig abschätzen
Hallo in die Runde,
mir sind da ein paar von den Supercaps zugelaufen und nun stellt sich die Frage was tun damit?
So aus dem Stand würde mir als Vorteil gegenüber Batteriezellen die schnelle Lademöglichkeit einfallen. Gibt es hier denn jemanden, der damit schon einmal anwendungstechnisch befasst hat?
Meine sind so für 400V verschaltet aber das lässt sich ja ändern.
Die haben so als Speicher für Notstromversorgung gedient und über WR einen 5kW Motor angefahren, d.h. die Waschmaschine sollte man damit ans Laufen bekommen….
Habe bis jetzt schaltungsmäßig noch nichts passendes im Web gefunden
Das Problem, was du damit hast, ist die Energie Dichte.
Steht ja drauf: 0,6 Wh, pro Zelle. Ausnutzbar ist nicht alles, weil das ja ab null volt gezählt ist. Im Vergleich dazu hat eine LiIon Zelle 8 Wh, ausnutzbar. Heisst, ein Akku einer Handbohrmaschine hat doppelt soviel Energieinhalt wie deine ganze Kiste.
Klar habe die supercaps interessante Eigenschaften. Aber vor der Frage einer Schaltung müsste imho eine Anwendung stehen, für die diese Caps besonders geeignet sind.
Cool. Das sollte sich eignen zum parallelschalten zu einem HV-Akku. Vielleicht verlängert das die Lebensdauer und Effizienz?
SuperCaps als Energiespeicher sind (noch) Unfug! Die Energiedichte ist viel zu gering und die Selbstentladung ist sehr hoch! Vor allem, wenn die Caps voll sind, ist die Selbstentladung in den ersten Stunden sehr groß! Am ersten Tag verlieren sie mal schnell 40-50% ihrer Energie, nach einer Woche haben sie vielleicht noch 40% wenn es gut läuft. Also: für längeres Speichern absolut unbrauchbar.
Wo sie gut sind ist eine hohe Leistungsdichte: sehr schnelles auf- und entladen ist möglich, innerhalb von 10 sec. voll und wieder leer. Also zur Stützung kurzfristiger, sehr hoher Leistungsanforderungen sind die prima.
Ich habe mir als Ersatz für eine kleine Bleibatterie einen 6S-Supercap für ein Moped (Roller) gebaut. Nach 3 Startversuchen ist der Block leer (500F je Cap). Im Winter reicht es max. für 2 Startversuche. Außerdem trocknen die billigen Dinger schnell aus: nach ca. 2 Jahren nur noch 50-60% der Kapazität.
Ich sehe die ja auch nur als Ergänzung einer PV Batterielösung und mich reizt es einfach mal etwas auszuprobieren.
Alleine die Möglichkeit Geräte mit hohen Anlaufströmen zu puffern, sofern der WR mitspielt, ist doch interessant.
Der Akku muss diese Leistung ja auch bringen und entsprechend viel Energie geht dafür drauf.
Die Energiedichte und Effizienz ist für mich jetzt erstmal sekundär da ich die Teile ja nicht kaufen muß. 0,6Wh bei 500 Caps ist mehr als meine Grundlast im Haus.
Mich interessiert das Management der Caps. Begrenzung der Ladeströme, Balancing etc.
Das man so einer Kiste voll mit Respekt begegnen sollte versteht sich dabei von selbst.
Die vorhandene Kiste hat ja so wie sie ist auch funktioniert aber es ist so gut wie keine Leistungselektronik drin, nur Kontrollelektronik.
Selbstverständlich ist ein solches Teilbeinbtolles Forschungsobjekt, gerade deswegen weil es vollkommen andere Eigenschaften hat als der gewöhnliche Akku.
Insofern: ich bin sehr gespannt was daraus wird.
Genau, die sind ganz anders als Akkus.
"Akkus" (galvanische Zellen) haben meißt eine Nennspannung die sie länger halten.
Kondensatoren (elektrisches Feld) dagegen haben eine Maximalspannung. Bei Entladung geht die Spannung ?linear runter.
Mit dem entsprechenden Step-Up Wandler, sollte man die auch leer machen können, aber bei hohen Leistungen, wäre man bei hohen Strömen und größerer Technik, höheren Verlusten. Denke ich.
Alles was im erstem Moment viel Strom braucht, könnte da sowas nutzen können.
@TomSc
Was wiegt die Kiste?
ca 100kg
Wow.
Ein wirklich seltenes Stück hast du da. Tolles Studienobjekt.
Und wie ich das schreibe:
Ein Speicher für den Zwischenkreis eines Wandlers, der ordentlich Blindstrom erzeugen soll. DAS wäre eine Anwendung für das Teil.
Zwischenkreis hat bei 3ph so umme 560V.
Das muss an den speicher, um die Batterie bei Schieflast zu entlasten
Ehrlich? 230 plus toleranz mal 1,4. Oder nicht?
