seit geraumer Zeit habe ich vor, eine PV-Anlage auf unserem Dach zu installieren. Hauptaspekt ist DIY und die Möglichkeit, im nächsten Schritt das Akkudoktor-EOS zu nutzen. Nun bin ich in der finalen Planung und habe endlich einen zum Anschluß an das Netz zugelassenen Installateur gefunden, der (im gewissen Maße) bereit ist, den finalen Anschluß Ans Haus/Netz später auch durchzuführen. Den eigentlichen Aufbau möchte ich aber selbst machen, habe mal Energieelektroniker gelernt und bin Mechatronik-Ingenieur. Muss mich bei vielen Themen aber erst im Detail einarbeiten. Wir haben ein Satteldach mit 40° in sehr genau Ost-West-Ausrichtung und ein kleines Flachdach mit Möglichkeit der Aufständerung nach Süd. Nach Süden würde ich im ersten Schritt aber erstmal weglassen, ggf nur 2 bis 4 Module dann bei Zeiten evtl. nachrüsten.
Aktuell war meine Planung bislang die folgende:
2 parallele DEYE SUN-10K-SG04LP3-EU.
Je DEYE dann jeweils 2 Strings mit Jolywood Modulen JW-HD108N-R2-500W, nach Osten 16 Module senkrecht und nach Westen 18 Module senkrecht.
5 Pylontech US5000 als Batteriespeicher.
Der gefundene Installateur würde lieber folgendes Equipment sehen:
1 Sungrow SH20T
2 Strings insgesamt, einen für Ost und einen für West mit Jolywood Modulen JW-HD108N-R2-500W, nach Osten 16 Module senkrecht und nach Westen 18 Module senkrecht.
Sungrow SBH200 Batteriespeicher mit 20kWh.
Ich würde mal gerne offen eure Meinung hören. Ich habe mich mit dem Sungrow jetzt etwas eingehender beschäftigt und ein paar Herausforderungen entdeckt:
für den Notstrom-Betrieb ist ein manueller Umschalter erforderlich.
Fernsteuerung über den Eingang ist mir noch nicht klar, es ist aber laut Bedienungsanleitung nur der Modus DRM0 („Der Wechselrichter befindet sich im Zustand „Ausschalten“) möglich? Also keine Möglichkeit, Einspeisung zu regeln (durch EOS oder EVU) sondern nur an oder aus?
Der Installateur und die Stadtwerke möchten im Sinne des Solarspitzengesetzes die Steuerbarkeit jetzt schon vorhalten (Hinweis auf „Steuerbox mit EEBUS“). Nach meinem Verständnis ist der Sungrow nicht EEBUS-fähig, sondern nur Modbus?
Habe hier gelesen, dass der Sungrow Batteriespeicher in einigen fällen nach 2 Jahren Nutzung schon 10% Kapazitätseinbußen hat…
Wie seht ihr diese Punkte und auch auf meine Lösung mit Deye / Pylontech, wie seht ihr diese Punkte?
Warum die teuren Pylontech Akkus warum nicht DIY eigenbau für das Geld was die 5 Kosten bekommste nen riesigen Akku der auch vernüftig funktioniert,Warum icht einen 20 K Deye LV um alle deine Module anzuschliesen der Deye sollte die einmal 16 und einmal 18 gut packen von der Spannung her, Süddach ist hal im Winter geil da kommt richtig was runter.
51 Volt ist halt deutlich DIY freundlicher und günstiger, die Verkabelung ist natürlich aufwändiger, Verluste höher und ich hab z.B. noch nen separaten NH-Trenner mit Sicherung zwischen meinem Akku und dem Multiplus, der dann auch erstmal verschraubt werden will (den Teil hatte ich zusammen mit meinem Elektriker gemacht, den das auch interessiert hat). Ich stecke nicht (mehr) genug drin, um Dir in Sachen Deye/Victron/Sungrow da ne wirklich kompetente Empfehlung geben zu können.
Warum? das ist kein hexenwerk mittlerweile ist alles gut Dokumentiert was man zutun und zulassen hat wenn DIY dann 32 zellen mit BMS kostet ca 2200€ und man kann sich die Zellen und das passende BMS zb für den Deye dann aussuchen, und wenn würde ich 16s oder sogar 18 S Machen also 52-60 V dann passt das auch zu den Deye und er bringt ordentlich Leistung.
Hallo zusammen, hat jemand Erfahrung in der späteren Verbindung des Deye oder Sungrow zum Akkudoktor EOS? Ist das gleichwertig, oder ist mit dem Deye mehr möglich?
Meine Nachforschungen haben ergeben, dass laut Bedienungsanleitung z.B. nur der Modus DRM0 (also praktisch “Wechelrichter aus”) möglich ist?
@wieselchen2024 Ich stehe hier vor einer ähnlichen Entscheidung. Bei mir ging es auch um Sungrow oder Deye. Mit beiden lässt sich eine schwarzstartfähige Inselanlage bauen.
Da ich diy baue, mache ich nach einiger Recherche einen sehr großen Bogen um Sungrow. Sungrow fährt die Apple Taktik: Sieht von den Leistungsdaten gut aus, ist aber ein Käfig. Insbesondere deren Softwareupdatestrategie für ihre Hybridwechselrichter stoßen mir sauer auf. Es gibt da keine Downgrade Möglichkeit und Updates können nur im “Friß oder Stirb“ Verfahren eingespielt werden, ohne dass irgendein Changelog des Firmwarereleases mitgegeben wird. Wenn es nicht nicht einige bekannte ärgerliche Bugs dabei geben würde, wäre alles halb so wild. Aufgrund des geschlossenen Systems stehts Du auch im Regen, wenn sich Sungrow einmal entscheiden sollte, neue Akkus nicht mehr kompatibel mit ihren Hybridwechselrichter zu produzieren. - Der ist nämlich zu nichts (mehr) kompatibel, obwohl das baugleiche Gerät in Australien lange Zeit zusammen mit BYD Akkus vertrieben wurde. - Die Kompatibilität wurde da wohl irgendwann herausgepatched. - Bei den LowVoltage Deye Hybridwechselrichtern sieht es mit diy anders aus. - Wenn Du vorhaben solltest Deinen Solateur mit einem Wartungsvertrag auszustatten, können Dir diese Überlegungen recht egal sein. Das ist dann sein Problem.
Ich bin mit meiner Entscheidung beim Deye SUN-20K-SG05LP3-EU-SM2 gelandet. Ich wollte dazu die Jolywood 460W Bifazial Glas-Glas Full Black Modul JW-HD96N-R2 nehmen. Aufs Dach passen nach Osten 24 Module maximal und nach Westen 20. Jetzt stelle ich gerade fest, dass die VOC=35,31V haben also zusammen 847V. Der Deye hat Max. PV Input Voltage(V)=800V. Die MPPT Voltage Range(V) des Deye geht bis 650V. VMP ist bei den 24 Modulen 728V… Damit klappt die aktuelle Idee mit 1 seriellen String für Ost und einem seriellen für West nicht.
Eigentlich war geplant, die Module aufgrund der Verschattungssituation mit Tigo TS4-X-O UHD 800 W Optimieren zu versehen.
Eine Frage in die Runde: Was haltet ihr davon, statt den seriellen Strings nun zwecks Einhaltung der maximalen Spannung Ost und West in je 2 serielle Strings mit gleicher Anzahl an PV-Modulen und die dann parallel an einen MPPT des Deye anzuschließen?
Vergiß nicht mit dem temperaturkeffizenten zu rechnen, VOC ist m.W.n. für 25°C angegeben. Die Spannung kann deutlich nach oben abweichen, wenn es kälter ist und bei langen Strings summiert sich das.
Ich fürchte, ich nehme drei Module weg. dann teile ich dies Strings gleichmäßig auf und sollte so deutlich unter den 800 V bleiben… Da muss ich auch nichts parallel schalten…