Hallo Community, ich bin auf der Suche nach einem erschwinglichen Speicher für meine PV-Anlage. Ich würde es mir auch selbst bauen aber leider fehlt mir jegliches von Andreas vorgestelltes Equipment zum Testen/Messen und balancieren der Akkuzellen.
z.Z. nur ein 600W hoymiles mit 2 420Wp Modulen. Ich würde dieses, sofern innerhalb von 5-6 Jahren amortisierbar aber gerne auf mind. 1500W + Speicher erweitern. Etwas bestimmtes habe ich bisher noch nicht ins Auge gefasst. LiFePO4 scheint aber sehr beliebt zu sein.
Fertigakkus gibts von Pylontech oder auch von verschiedenen Anbieter auf Ali.
2 Pylontech US3000 mit zusammen ca. 6kWh kosten aktuell von Händlern in D ca. 2000.- mit 0% MWST. Die Angebote auf Ali sind (etwas) günstiger, aber nicht um Größenordnungen.
Ob das für dich erschwinglich bedeutet, musst du selber wissen.
Es geht unter den 'Experten' hier das überwiegend wohl bestätigte Gerücht, dass LiFePO-Zellen aus China zu 99 - 100% B-Zellen sind, also Ausschußware, teils gebraucht und zum Teil zumindest also Schrott! Manchmal sind durchaus auch brauchbare 2nd-hand-Zellen oder eben Ausschuß dabei, die für PV-Zwecke noch taugen, aber man weiß es eben nicht genau. I.d.R. bekommt man das, was man auch bereit ist zu zahlen, wobei dann teuer nicht zwingend auch Grade-A heißt. Die wirklichen Grade-A Zellen gehen in den chinesichen EV-Markt, also in mobile Anwendungen für Autos, e-Motorräder etc.
Eine wirklich vertauenswürdige und sichere Quelle scheint es nicht zu geben, auch wenn viele von guten Erfahrungen bei einigen Händlern, z.B. Gobelpower, berichten. Immer wieder sind auch mal schlechte Zellen daruntergemsicht, die man eben nicht gut in einem diy-Pack zusammen verwenden kann (ohne erhebliche Einbußen an Kapazität).
@paddy72 und genau da liegt mein Problem, würde ich mir den Speicher selber bauen, würde ich es gar nicht merken, dass es so ist weil ich nichts zum Messen da habe.
Danke schon mal an alle für den konstruktiven Input.
Wenn Du Dir solche Zellen zulegst, solltest Du auch die entsprechenden Instrumente zum Messen besorgen - sonst ist das Projekt m.E. schon zum Scheitern verurteilt. Ohne Messen und Testen geht da nichts - auch bei A-Zellen, die werden mit der Zeit dann auch schlechter und müssen überprüft werden. Die benötigten Instrumente sind aber überschaubar, wobei die Profi-Liga natürlich schon ins Geld geht, aber die braucht man nicht unbedingt.
Die billigen Kapazitätsmeßgeräte - auch Dummy Load oder elektron. Last genannt - können bestenfalls 10 A verkraften, ab ca. 200 Eur bis zu 40 A.
Das ist für große Akkus (280+ Ah) nicht ausreichend für einen ordentlichen Lasttest, da braucht es 100 - 280 A Lastströme. Die kann man mit professionellen Laborlastgeräten testen, die liegen aber um die 5000 Eur! Um einzelne Akkus entsrpechend zu testen, braucht man einen geeigneten Lastwiderstand (z.B. mehrere Windungen dicken Edelstahldraht, die man dann z.B. in Wasser tauchen kann). Über den Shunt mißt man dann den Strom, Spannungsabfall und die Spannung an den Polen um die Leistung und Energie zu messen. Gleichzeitig kann man so den DC-Innenwiderstand messen und eine Aussage über die Qualität des Akkus machen. Dazu braucht man ein entspr. Energie-/Kapazitätsmeßgerät, das man über den Shunt einschleift.
Anstelle das Lastwiderstands kann man bei einem fertigen Akkupack (12, 24, 48 V) natürlich auch einen Mehr-kW-Wechselrichter anschließen und dort entspr. Verbraucher anschließen um den Akku zu belasten. Damit kann man dann aber nicht einzelne Zellen vernünftig testen, da mir keine WR für 3,2 V bekannt sind.
Wofür soll ein Kapazitätsmessgerät einen Lasttest machen, das ist doch völlig überflüssig. 30-40A sind ausreichend.
Den Lasttest kannst du problemlos im laufenden System machen, dein BMS misst ja jede Zelle, wenn hier eine Zelle in der Spanung einbricht dann siehst du das doch sofort im Monitorring. Auch den Innenwiderstand kannst du vom BMS anzeigen lassen, auch unter Last.
Wie gesagt ein Innenwiderstandstester yr1035 und ein Kapazitätstester mit 30A sind völlig ausreichend.
Den Rest kannst du Problemlos im laufenden System machen.
Wenn Du 'großkalibrige' Zellen (280+ Ah) einzeln testen willst, reichen eben keine 40A. Bei 40A kann die Zelle noch unauffällig sein, die Spannung bricht nur wenig ein.
Wenn Du sie aber mit 1C belastest (280 A), dann kann die Spannung unter 3V fallen und damit ist sie keine Grade A, sondern bestenfalls B oder gar Schrott. Und idealerweise testet man die Zellen einzeln, bevor man sie zu größeren Packs zusammenschraubt um dann festzustellen, das eine Zelle nach unten durchfällt.