Suche: PV Akku ca. 8KWh

Hallo Community, ich bin auf der Suche nach einem erschwinglichen Speicher für meine PV-Anlage. Ich würde es mir auch selbst bauen aber leider fehlt mir jegliches von Andreas vorgestelltes Equipment zum Testen/Messen und balancieren der Akkuzellen.

Bin über jeden Hinweis dankbar. Lg Crip

Hallo Crip,

was hast du denn an PV-Anlage? Und wie groß ist dein Budget? Schon was Bestimmtes ins Auge gefasst?

Hallo Wottawa,

z.Z. nur ein 600W hoymiles mit 2 420Wp Modulen. Ich würde dieses, sofern innerhalb von 5-6 Jahren amortisierbar aber gerne auf mind. 1500W + Speicher erweitern. Etwas bestimmtes habe ich bisher noch nicht ins Auge gefasst. LiFePO4 scheint aber sehr beliebt zu sein.

Fertigakkus gibts von Pylontech oder auch von verschiedenen Anbieter auf Ali.

2 Pylontech US3000 mit zusammen ca. 6kWh kosten aktuell von Händlern in D ca. 2000.- mit 0% MWST. Die Angebote auf Ali sind (etwas) günstiger, aber nicht um Größenordnungen.

Ob das für dich erschwinglich bedeutet, musst du selber wissen.

Oliver

Es gibt auch Händler in Germania die bezahlbare Batterien (die selbstverständlich ALLE, auch die Pylontech) aus China kommen verkaufen

z.B. Batteriespeicher | FM Solar Onlineshop

da braucht er aber noch nen multiplus 2 und ein cerbo gx

@voltmeter wozu braucht er den Multiplus? Sein WR sollte problemlos an 15S laufen.

Ein MPPT zum Laden der Akkus und eine (open)DTU um den WR zu drosseln sollte reichen.

Wenn man unter "bezahlbar" teurer versteht, dann ja.

Oliver

255€ pro kWh ist ganz OK, wenn man schaut was andere so aufrufen Dein Vorschlag waren 281€/kWh

Es geht unter den 'Experten' hier das überwiegend wohl bestätigte Gerücht, dass LiFePO-Zellen aus China zu 99 - 100% B-Zellen sind, also Ausschußware, teils gebraucht und zum Teil zumindest also Schrott! Manchmal sind durchaus auch brauchbare 2nd-hand-Zellen oder eben Ausschuß dabei, die für PV-Zwecke noch taugen, aber man weiß es eben nicht genau. I.d.R. bekommt man das, was man auch bereit ist zu zahlen, wobei dann teuer nicht zwingend auch Grade-A heißt. Die wirklichen Grade-A Zellen gehen in den chinesichen EV-Markt, also in mobile Anwendungen für Autos, e-Motorräder etc.

Eine wirklich vertauenswürdige und sichere Quelle scheint es nicht zu geben, auch wenn viele von guten Erfahrungen bei einigen Händlern, z.B. Gobelpower, berichten. Immer wieder sind auch mal schlechte Zellen daruntergemsicht, die man eben nicht gut in einem diy-Pack zusammen verwenden kann (ohne erhebliche Einbußen an Kapazität).

Wir sollten also auf Northvolt Zellen warten?

@paddy72 und genau da liegt mein Problem, würde ich mir den Speicher selber bauen, würde ich es gar nicht merken, dass es so ist weil ich nichts zum Messen da habe.

Danke schon mal an alle für den konstruktiven Input.

Wenn Du Dir solche Zellen zulegst, solltest Du auch die entsprechenden Instrumente zum Messen besorgen - sonst ist das Projekt m.E. schon zum Scheitern verurteilt. Ohne Messen und Testen geht da nichts - auch bei A-Zellen, die werden mit der Zeit dann auch schlechter und müssen überprüft werden. Die benötigten Instrumente sind aber überschaubar, wobei die Profi-Liga natürlich schon ins Geld geht, aber die braucht man nicht unbedingt.

Grundausrüstung:

ein gutes DMM ca. 50-100 Eur

ein IR-Tester (1 kHz): 40-50 Eur

Dummy Load (Kapazität messen): 40 - 150 Eur (Profigeräte kosten auch 5000 Eur)

100 - 250A Shunt für Lasttests: 20 Eur (Stromstärke passend zur gepl. Anwendung/Akku)

digital. Multifunktionsmeter (Leistung, Energie, Kapazität über Shunt messen). ca. 20 Eur

geeigneter Lastwiderstand (für die beabsichtigte Spannung und Strom): x Eur

Natürlich gutes BMS und aktiven Balancer: 30 - 200 Eur

Das sind nur grobe Werte und Vorschläge. Sowohl nach oben als auch unten ist oft noch Luft.

Wenn man regelmässig und vernünftig damit arbeiten möchte, sind solche Geräte unerlässlich.

1 „Gefällt mir“

Natürlich gibt es die, du kannst beim Hersteller EVE direkt echte A-Grade kaufen. habe ich auch gemacht.

Die verkaufen direkt kleine Mengen an Endverbraucher? Oder muß man dann mind. 32 Stk. oder ganze Paletten abnehmen?

Naja, also kalibrierbare Kapazitätsmessgeräte gibts für 250$, ich habe 2 Stück

Ein Messprotokoll sieht dann so aus

Wofür soll der Shunt gut sein, den hast du doch schon in jedem BMS?

Wofür den Lastwiderstand, das ist doch im Kapazitätsmessgerät schon drin?

Die billigen Kapazitätsmeßgeräte - auch Dummy Load oder elektron. Last genannt - können bestenfalls 10 A verkraften, ab ca. 200 Eur bis zu 40 A.

Das ist für große Akkus (280+ Ah) nicht ausreichend für einen ordentlichen Lasttest, da braucht es 100 - 280 A Lastströme. Die kann man mit professionellen Laborlastgeräten testen, die liegen aber um die 5000 Eur! Um einzelne Akkus entsrpechend zu testen, braucht man einen geeigneten Lastwiderstand (z.B. mehrere Windungen dicken Edelstahldraht, die man dann z.B. in Wasser tauchen kann). Über den Shunt mißt man dann den Strom, Spannungsabfall und die Spannung an den Polen um die Leistung und Energie zu messen. Gleichzeitig kann man so den DC-Innenwiderstand messen und eine Aussage über die Qualität des Akkus machen. Dazu braucht man ein entspr. Energie-/Kapazitätsmeßgerät, das man über den Shunt einschleift.

Anstelle das Lastwiderstands kann man bei einem fertigen Akkupack (12, 24, 48 V) natürlich auch einen Mehr-kW-Wechselrichter anschließen und dort entspr. Verbraucher anschließen um den Akku zu belasten. Damit kann man dann aber nicht einzelne Zellen vernünftig testen, da mir keine WR für 3,2 V bekannt sind.

Wofür soll ein Kapazitätsmessgerät einen Lasttest machen, das ist doch völlig überflüssig. 30-40A sind ausreichend.

Den Lasttest kannst du problemlos im laufenden System machen, dein BMS misst ja jede Zelle, wenn hier eine Zelle in der Spanung einbricht dann siehst du das doch sofort im Monitorring. Auch den Innenwiderstand kannst du vom BMS anzeigen lassen, auch unter Last.

Wie gesagt ein Innenwiderstandstester yr1035 und ein Kapazitätstester mit 30A sind völlig ausreichend.

Den Rest kannst du Problemlos im laufenden System machen.

Wenn Du 'großkalibrige' Zellen (280+ Ah) einzeln testen willst, reichen eben keine 40A. Bei 40A kann die Zelle noch unauffällig sein, die Spannung bricht nur wenig ein.

Wenn Du sie aber mit 1C belastest (280 A), dann kann die Spannung unter 3V fallen und damit ist sie keine Grade A, sondern bestenfalls B oder gar Schrott. Und idealerweise testet man die Zellen einzeln, bevor man sie zu größeren Packs zusammenschraubt um dann festzustellen, das eine Zelle nach unten durchfällt.

Dazu gibt es ein paar interessante Testvideos von SFK z.B.: https://www.youtube.com/watch?v=F8zI37ijgc0

oder das hier: https://www.youtube.com/watch?v=XtAeMSNueFA

Würde jemand von euch das Prüfen etc. als Dienstleistung anbieten?