Ich habe ein Ferienhaus, das ich renovieren möchte. Dabei ist auch die Dämmung ein Thema. In der Baubeschreibung für drei Wände steht: Fachwerk handwerklich mit Schwelle, Pfosten, Rähm und Strebung in Fichtenholz, Güteklasse II, 12/12cm, Ausmauerung Ytong B25, Verschalung in Rotholz 15 mm. Da das Haus nicht ganzjährig bewohnt wird ist eine perfekte Isolierung nicht notwendig. Auf der Suche nach Dämmmöglichkeiten habe ich folgende Fragen: Welche Dämmmöglichkeiten sind auszuschließen, damit ins Fachwerk keine Feuchtigkeit kommt?
Im Moment habe ich folgende Ideen: Dämmung zwischen Verschalung und Wand einblasen. Diffusionsoffene Innendämmung.
Für weitere Ideen, Erfahrungen und vor allem Warnungen wäre ich sehr dankbar
Moin,
diffusionsoffen ist schon mal gut.
Du kannst deinen Aufbau bei Uabakus prüfen.
Dort kannst du auch die Randbedingungen für die unbewohnte Phase überprüfen.
Ziel ist ja immer, dass Feuchtigkeit nicht als Tauwasser ausfällt und auch bei konstruktiven Schwierigkeiten wie Wärmebrücken zumindest ausreichend abtrocknet.
Danke für den Hinweis. Ich habe mir Uabakus angesehen und festgestellt, dass die ganze Angelegenheit doch komplexer als gedacht ist. Jetzt ist wohl lesen angesagt.
Diffusionsoffene Innendämmung klingt gut, ggf. direkt mit DIY Wandheizung verbunden, wenn es Sinn macht. Einblasen zwischen Verschalung und Wand kann ich mir nicht vorstellen, hab da eine vorgehängte Holzfassade im Blick (was falsch sein mag), die nur paar cm Abstand von der Wand hat. Das wird nichts.
Ich habe mit der 4 cm dicken Karton Verpackung von IR Heizkörpern gute Erfahrung gemacht;-) Das Zeug isoliert recht gut. Und dahinter, dicke Stein Mauer, tut sich auch nichts.
Die neue Innen Isolation mit Schafwolle und Fichtenholz im WZ ist nur unbedeutend besser was Oberflächen Temperatur betrifft. Ist halt kein genormtes Isoliermaterial, aber es wirkt kostengünstigst. Irgendwann fliegt es wohl trotzdem.
Ich verstehe da 12cm Gasbeton in Fachwerk plus Verschalung aus Holzbrettern.
Da sehe ich, bei nur gelegentlicher Winternutzung, keinen Sinn in irgendeiner Isolierung. Frühling bis Herbst reicht es sowieso und bei paar mal Winter hat eine LLWP damit keine große Arbeit das warm zu bekommen.
Mit Dämmung für tausende Euro wirst Du dann mal gerade den Gegenwert einer Tankfüllung einsparen.
Vielen Dank für die Antworten. Meine Erkenntnis. Dämmung ist unwirtschaftlich. Ich werde mich jetzt um eine LLWP kümmern. Wahrscheinlich eine unten und eine oben. Wahrscheinlich kann ich auch hier auf eine günstige Lösung setzen. Bei 10- 20 Tage beim Heizen kann ich pragmatisch handeln. Ich werde mich mal hier im Forum bei den Anlagen umsehen. Trotzdem bin ich für jede Tipp dankbar. Ich muss schon sagen. Die Hinweise hier sind fundiert und nachvollziehbar. Ich hoffe ich kann hier auch mal helfen
Kriterium war der 14 Grad Kaltstrahler der Steinmauer.
Aus den 14 Grad wurden allein durch den leeren schlanken Karton über 18 Grad Karton Wand Temperatur.
Die 5 cm Schafwolle + 2 cm Fichte brachten dann etwa 1 Grad mehr. Inzwischen hat diese Wand allerdings fast Raumtemperatur. Vermutlich hat sich die Steinwand von außen bereits etwas erwärmt.
Ich fand die 5 min, Null Kosten Karton Lösung schon als brauchbar, Schaf wurde eben nur 1 bis 2 Grad besser bei hohen Kosten und Aufwand.
Habs mal in Ubakus berechnet. Im Grunde fügst du eine ruhende Luftschicht ein, die hat hier zumindest den Haupteffekt. Dicke etwa wie der Karton selbst, also z.B. 50mm. Spielt aber nahezu keine Rolle, ob 20, 30, 50 oder 100mm.
Wenn der U-Wert vorher bei 1,67 lag, ist er mit der Kartonlösung dann bei 1,265. Das entspricht ungefähr 7mm Styropor.
Unebene Mauer, dünne Luftschicht 3mm? Wellkarton 4mm, Luft ca 3cm, Wellkarton 4 mm.
Wellkarton dürfte etwa Styro entsprechen?
Eigentlich sollten dicke Luftschichten, 50mm schon wieder zirkulieren und den Wert verschlechtern?
Was mich echt gestört hat war dann allerdings die Brett Wand mit 5 cm Schafwolle. Ich habe hier keine deutliche Wirkung der Schafwolle Isolation festgestellt. Habe einen Teil der Wand ür Test erst mal ohne Füllung schnell aufgebaut und erst später die Schafwolle angebracht.
Zum u Wert gäbe es für mich als Elektroniker eine Erklärung wo Schaf doch, was Energie Abfluss betrifft deutlich besser abschneidet.
Reines Rechenbeispiel Rt 20,5 Grad, Wand mit Schaf 20 Grad, mit Luft 19,5. Grad, ohne irgendwas 14 Grad.
Der Energie Abfluss wäre dann bei Luft Füllung doppelt so hoch ohne daß man es merkt. Durch die unverkleidete Wand ein Vielfaches, hier wären genaue Messungen erforderlich.
Ob es praktisch hinkommt? Elektronik hat mit Bau nix zu tun
Ob Oberflächentemperatur direkt mit Dämmgüte korreliert? KI meint, nein, ganz so einfach ist es nicht. Oberflächen haben wohl einen unterschiedlichen Wärmeübergangswiderstand.
Je besser die Dämmung, desto ungenauer wird die Bestimmung des U-Werts aus den Luft- und Wandtemperaturen innen und außen auch bedingt dadurch, daß sich die Luft- und Wandtemperaturen zunehmend annähern.