Wenn der Gefrierschrank zufällig draussen neben dem Akku steht - schöne Idee. Zumal man als Abwärme am Kühlschrank ja noch Faktor 3 an Wärmeleistung gegenüber Stromleistung hätte. Und der Gefrierschrank braucht draußen im Winter weniger Strom als drinnen. Eine win-win-Situation Muss nur die Frau des Hauses mitspielen.
Die andere Idee aus dieser Ecke: Eine gebrauchte (defekte) Gefriertruhe ist ein gut isoliertes Gehäuse mit Tür, und man bekommt es oft geschenkt.
Meine Heizfolie hat bei 5V gemessene 1.5 A zwei Blöcke freistehend um 5 Grad in 6 std erwärmt.
Außen plus 4 Grad war nach 2 Std erreicht. Im gesamten isolierten Pack wird dann deutlich stärker erwärmt.
Man kann die Folie auch zuschneiden und zweireihig auch vollflächig anbringen. Löten muß ich prüfen. ist eine Metall Leiter Folie, kein Leitlack. Also eine normale? flex Leiterplatte mit Decklage.
Bei mir kommt sie mittig rein auf die Rand Heizung verzichte ich. Die Folie passt aber auch 2 reihig über die ganze Fläche. Überstand kürzen. Der graue Zuschnitt ist Silikon, passend zu 315 Ah Akku.
Eins kann ich euch verraten der “Keller” wird nie wieder so kalt sein wie vorher, hier sieht man deutlich was bei uns im Bruchsteinkeller die Temperatur stieg, nachdem die Solaranlage im Betrieb ging.
vielen Dank, da war jetzt schon eine Menge wertvolle Info dabei!
Ich werde meine Akkus also mit einer thermischen Isolation umhuellen (wahrscheinlich XPS) und ggf auch eine Heizung reinbauen.
Noch eine Frage: Beim Entladen ist die Temperatur egal, in Bezug auf die Degradeation? Schon klar, die entnehmbare Kapazitaet sinkt, der Innenwiderstand steigt, etc… aber schaedigt es die Zellen? Und mit “Temperatur egal” meine ich zarte plus Grade, NICHT das eintauchen in fluessigen Stickstoff
Ja, daran hatte ich als erstes gedacht. Jetzt hab ich eben in meinen Daten geschaut und musste feststellen, dass die gespeicherten Werte leider nur bis April reichen, also länger als 6 Monate werden sie leider nicht gespeichert.
Wenn im Winter kaum was von der Sonne reinkommt, kann in Summe auch nur wenig entladen werden → dann, wenn man sie brauchen würde, kann man die Eigenerwärmung vernachlässigen.
Im Sommer müsste man allerdings die Styroporkiste öffnen.
Also nachgemessen hab ich es noch nicht, aber subjektiv hab ich das Gefühl dass sowohl bei meinem 5,5kWh DIY Akku als auch bei den fertig gekauften 14/16kWh Packs die Temperatur im Inneren des Gehäuses eher durch die Übergangswiderstände aller Zellverbinder, sonstiger Verbindungen sowie durch den Balancer und das BMS selbst ansteigen und vermutlich kaum durch die Zellen selbst. Problem für einen Nachweis ist, dass ich die Zellen aufgrund der Gehäuse leider nicht seitlich mit der IR Kamera messen kann.
Die Treibersoftware für das BMS weist die Laderegler an, den Strom zu begrenzen. Das BMS selbst kann keinen Strom begrenzen..
Ich hab mal Isolierkisten für freistehende Batterien gerechnet. Wenn das bis -15°C funktionieren soll, muss durchgehend geheizt werden sobald die Temperatur unter 15°C fällt. Auch dann muss schon der Ladestrom reduziert werden. Die Isolierung wäre dann so gut, dass bei höheren Temperaturen eine Wärmeproblem entsteht. Wenn die Kiste nicht vom User geöffnet oder geschlossen wird, ist eine aktive Kühlung notwendig. Wird nicht durchgehend geheizt sondern erst wenn Solarstrom zur Verfügung steht, läuft man Gefahr dass erst bei Sonnenuntergang geladen werden dürfte. Die Kältebrücke der Zuleitungskabel habe ich nicht genauer berechent, Sie sorgt aber für Wärmeverlust. Letztendes bin ich zum Ergebnis gekommen dass bei kleinen Anlagen bis 20kWh eigentlich nur biologische Wärme durch Verrottung eine Lösung ist. Zum Beispiel ein Keller, auf dem ein Komposthaufen ist.
Wenn der Lade- und Entladestrom zu den Akkus richtig dimensioniert ist, wird da nichts nennenswert warm. Wenn die Zellen wirklich warm werden (5…10+ Grad über Umgebung), dann ist der Ladestrom vermutlich zu hoch.
Ich denke ohne Zusatzheizung kommt man im Winter bei Zellen im Freien nicht aus, denn wenn morgends an einem klaren Wintertag bei außen -5…-10Grad die Sonne aufgeht und Du die Energie nutzen möchtest, sollten die Zellen nicht unter +10 Grad sein. In der Nacht hatten sie nicht viel zu tun (Grundlastversorgung) und sind sicher sehr kalt, es sei denn so bombastisch isoliert, dass sie Tag und Nacht eine Durchschnittstemp. halten. Die wird in längeren Kaltperioden aber auch Richtung Null tendieren.
mein Akku steht draußen an der Kellerwand in einer Blechkiste. Zwischen Akkus und Blech befinden sich 20 bis 30mm, meistens 30mm Styrodurplatten.
Im Winter steht der Akku dann in der Garage und hat Urlaub. So der Plan.
Ich hänge mal einen Temperatur-Verlauf an. Von gestern 18 Uhr bis jetzt. Oben Batt-Temp. vom MP2 Sensor oben auf den Zellen. Mittig die minimale Zelltemperatur vom JK-BMS, Sensor unten neben den Zellen. Unten Außentemperatur. Darunter noch die jeweilige Kapazität in Ah. Nachts schaltet sich der MP2 aus, um Batteriekapazität zu sparen.
Der Akku kühlt selbst bei diesen mäßigen Temperaturen schnell ab und heizt sich beim Laden wieder auf. Bei mir sollte es jetzt kein Problem, selbst bei 5° nicht, weil selbst im Sommer nie mehr als max. 0,08C geladen werden.
Selbst wenn es bei zeitweise 5°C mal 0,04C werden, wird es kaum Lithium-Plattierung geben. Die Effizienz wird durch die niedrige Temperatur in Verbindung mit dem erhöhen Innenwiderstand aber fallen und evtl. auch die Zellchemie ein klein wenig leiden. Bei 1C sieht die Sache natürlich ganz anders aus.