Das ist ja genau das was ich meine. Der Strom fließt in dem Fall in das allgemeine Netz. Das muss passend ausgebaut sein. Leitungen, evtl. Speicher- / Regelkapazität. Das baut sich weder von alleine noch für umme.
Thorsten, da möchte ich doch deutlich widersprechen. Solange im lokalen Bereich die Gesamtmenge der Einspeisung ( nicht die Abdeckung des Eigenverbrauch, sondern tatsächlich dir im Zähler nach draussen gehende Teile) den Gesamtbezug aller anderen Teilnehmer nur deckt, muss man garnichts machen. Zu diesem Zeitpunkt wäre die Einspeiseleistung des Versorgers null. Dafür und bis dahin braucht er weder zusätzliche Regelleistung noch sonst irgendwas. Innerhalb des Netzteiles wäre die Leitungsbelastung dann minimal, wenn möglichst viele einspeisen mit nur wenig Überschuss. Da jeder aber auch natürliche Grenzen hat, wieviel er einspeisen kann (seine eigene Hauptsicherung) sollte auch das komplett innerhalb aller vorgesehen Leitungsbelastung sein ( der Versorger hat ja seine Leitung und die daran angeschlossenen Hauptsicherungen sehr wohl im Auge). Erst dann, wenn diese Einspeiseleistung überschritten wäre, würde Leistung ins übergeordnete Netz zurück gespeist werden. Da würde wieder die gleiche Regel gelten, bis zur Höhe des Gesamtbezugs aller würde die Leitungsbelastung erstmal sinken, es würde keine zusätzliche Regelleistung notwendig usw.
Und bis wir die o.g. Fälle überhaupt haben, müsste man verdammt viele bkw auf die Dächer knallen.
Die lokale Netzbelastung ist eine Sache und auch mit 200 GW PV 2030 wird die häufiger unkritisch sein. Mir schwebt da eine Lösung mit variablen Netzentgelten vor, der Einfachheit halber bekäme man bei Einspeisung dann die gesparten Netzentgelte der Nachbarn. Das könnte mit Smart Meter geregelt werden und einem Signal aus dem lokalen Traffohaus zur Stromflussrichtung.
Net metering ist unglücklich, wenn mittags 2030 z.B 130 GW PV ins Netz geht und um 22:00 Null. Man braucht da Batterien und Anreize für Verbrauchsverschiebung.
Das ist ja genau das was ich meine. Der Strom fließt in dem Fall in das allgemeine Netz. Das muss passend ausgebaut sein. Leitungen, evtl. Speicher- / Regelkapazität. Das baut sich weder von alleine noch für umme.
Thorsten, da möchte ich doch deutlich widersprechen. Solange im lokalen Bereich die Gesamtmenge der Einspeisung ( nicht die Abdeckung des Eigenverbrauch, sondern tatsächlich dir im Zähler nach draussen gehende Teile) den Gesamtbezug aller anderen Teilnehmer nur deckt, muss man garnichts machen. Zu diesem Zeitpunkt wäre die Einspeiseleistung des Versorgers null. Dafür und bis dahin braucht er weder zusätzliche Regelleistung noch sonst irgendwas. Innerhalb des Netzteiles wäre die Leitungsbelastung dann minimal, wenn möglichst viele einspeisen mit nur wenig Überschuss. Da jeder aber auch natürliche Grenzen hat, wieviel er einspeisen kann (seine eigene Hauptsicherung) sollte auch das komplett innerhalb aller vorgesehen Leitungsbelastung sein ( der Versorger hat ja seine Leitung und die daran angeschlossenen Hauptsicherungen sehr wohl im Auge). Erst dann, wenn diese Einspeiseleistung überschritten wäre, würde Leistung ins übergeordnete Netz zurück gespeist werden. Da würde wieder die gleiche Regel gelten, bis zur Höhe des Gesamtbezugs aller würde die Leitungsbelastung erstmal sinken, es würde keine zusätzliche Regelleistung notwendig usw.
Und bis wir die o.g. Fälle überhaupt haben, müsste man verdammt viele bkw auf die Dächer knallen.
Der Versorger im lokalen Bereich betreibt jetzt ein AKW oder Kohlekraftwerk. Das regelt der mal nicht so flugs ab, also muss irgendwo Regelkapazität vorhanden sein / aufgebaut werden. Und das kostet halt. Und dass das Netz im lokalen Bereich auf die Summe aller Hausanschlüsse ausgelegt ist, halte ich für unwahrscheinlich. Die Stadtwerke Augsburg sagen dazu folgendes: Eine Trafostation hat meist 630kW Leistung, damit könnten theoretisch 630 Haushalte versorgt werden, da die Durchschnittsleistung bei 1kW liegt. Aus Gründen der Ausfallsicherheit werden aber nur ca. 300 Haushalte / Trafo versorgt.
Mein HAK bietet 3~400V 63A, also knapp 44kW. Auf der Straße stehen etwa 45 Häuser, z.T. MFH. Selbst wenn alle nur 44kW hätten, wären die paar Häuser bei knapp 2MW Anschlussleistung auf 3~400V, das wären ca. 2,8kA für die das Kabel in der Straße ausgelegt sein müsste. Querschnitt >700mm²???
Genau, es muss halt eine Steuerung geben, die Verbraucher animiert Strom zu verbrauchen, wenn es im Überfluss vorhanden ist. Dazu wollten sie doch diese "Smart Meter" einbauen, jetzt sollen sie doch auch mal für die Kunden Nützlich sein.
PV Anlagen Besitzer müssen ihren Strom, egal wo, ins Auto laden können und dafür nur Netzentgelte zahlen, denn Erzeugen sie ihn ja gerade. Also zumindest den teil, der ins Netz zu diesem Zeitpunkt eingespeist wird.
Man sollte halt bei all dem auch die andere Seite nicht vergessen... Klar hat der Netzbetreiber gewisse Kosten, die abgedeckt sein wollen, bevor Gewinn entsteht. Ist ganz normal, und überall so. Meine kleine Anlage hat sich aber auch nicht von selbst oder "für Umme" gebaut. Da steckt ordentlich was an Geld und Eigenleistung drin. Hat mir auch niemand erstattet. Die Kosten der Netzbetreiber sollen wir schön mittragen, bis ultimo. Sogar der Rückbau von Kernkraftwerken wird nicht etwa aus den erzielten Gewinnen, sondern zum großen Teil aus Steuermitteln finanziert, wohlgemerkt: hier werden Steuern verbraten, auch die von immer noch ganz normal tickenden Menschen, die sich seinerzeit gefragt haben, was wohl ein Kernkraftwerk auf einem Inselstaat in einem Erdbeben-HotSpot an den Küsten des Pazifik mit unseren doch recht sicheren Kernkraftwerken ohne Erdbeben- oder Tsunami-Gefahr zu tun hat.
Die eigenen Kosten sind natürlich unser Privatvergnügen. Aber wir sind ja eine Solidargemeinschaft... :lol: Ich würde gern mehr in Sachen EE machen, mehr PV auf's Dach, meine ganze Südseite wäre frei, leider kann ich mir das nicht leisten. Schade eigentlich, und es gibt hier in der Nachbarschaft noch ganz viele, unbeschattete Süddächer. Ernst gemeinte Förderung und Wunsch nach Ausbau sieht anders aus.
Aber naja, ändern werde ich das freilich nicht können. Ist ja überall das gleiche. Dem Plastikdreck, der überall in den Ozeanen rumschwimmt, begegnet man mit einem Verbot von Trinkhalmen und Wattestäbchen... :lol:
Ach, was soll's, ist einfach nur frustrierend, darüber nachzudenken. Da kommt man halt wieder auf den Fachkräfte-Mangel. Solange wir meinen, dass Leute uns regieren könnten, die noch nie arbeiten mussten, keinen Beruf erlernt haben, und entweder keine, oder bestenfalls fragwürdige oder /und abgebrochene "Master" Studiengänge vorweisen können, wird sich da nichts ändern. Nur müssen wir halt diese Luftnummern mit-alimentieren. Und manch einer wählt sie ja sogar... Ich bin abgeschweift...
Ich bleibe dabei: eine kWh ist eine kWh. Vermutlich müsste ich (angesichts meiner Kosten) für die eingespeiste kWh eher mehr bekommen, als ich für die bezogene bezahlen muss.
bezüglich der finanzielen möglichkeiten man kann ein einige module einfach in garten aufstellen 4-6 stück mit ein zwei balkonkraftwerk wechselrichtern und gut is es gibt auch tolle lösungen zum nachbauen für den kleinen geldbeutel wie hier https://forum.drbacke.de/viewtopic.php?t=5409
auf das beste hoffen aber auf das schlimmste vorbereitet sein ist meine einstellung zu der ganzen thematik
Der Versorger im lokalen Bereich betreibt jetzt ein AKW oder Kohlekraftwerk. Das regelt der mal nicht so flugs ab, also muss irgendwo Regelkapazität vorhanden sein / aufgebaut werden. Und das kostet halt.
Die ist aber heute schon da. Das hat er schon aufgebaut. Ob das überhaupt im lokalen Bereich geschieht bezweifele ich. Es gibt garkeinen Grund dazu weil statistischer Ausgleich in immer größerem Rahmen immer besser funktioniert.
Und dass das Netz im lokalen Bereich auf die Summe aller Hausanschlüsse ausgelegt ist, halte ich für unwahrscheinlich.
Warum? Hast du den jemals von einem Ausfall gehört, der durch normale Verbraucher verursacht wurde??
Die Stadtwerke Augsburg sagen dazu folgendes: Eine Trafostation hat meist 630kW Leistung, damit könnten theoretisch 630 Haushalte versorgt werden, da die Durchschnittsleistung bei 1kW liegt. Aus Gründen der Ausfallsicherheit werden aber nur ca. 300 Haushalte / Trafo versorgt.
Jetzt widersprichst du dir selber. Genau deiner vorherigen Aussage. Das bestätigt nämlich, dass sehr wohl
das Netz im lokalen Bereich auf die Summe aller Hausanschlüsse ausgelegt ist,
Und zwar sogar mit doppelter Sicherheit.
Mein HAK bietet 3~400V 63A, also knapp 44kW. Auf der Straße stehen etwa 45 Häuser, z.T. MFH. Selbst wenn alle nur 44kW hätten, wären die paar Häuser bei knapp 2MW Anschlussleistung auf 3~400V, das wären ca. 2,8kA für die das Kabel in der Straße ausgelegt sein müsste. Querschnitt >700mm²???
Ja, und? Gibt es solche Kabel nicht? Liegen da mehrere Kabel?
Ob solche Kabel verlegt wurden kann ich nicht sagen. Leider kein GoGoGadgeto-Röntgenblick im Repertoir. Aber ich halte es für unwahrscheinlich, dass die Trafostation, bei o.g. 300 Haushalten die besagten 300*44kW vepackt. Das wäre ja die Konsequenz aus Deiner Vermutung. Der Trafo, der nicht direkt billig ist, wird auf die Summe aller Anschlusskästen ausgelegt, obwohl genau diese Situation wahrscheinlich nur auftritt, wenn Ostern und Neujahr auf den gleichen Tag fallen. Tatsächlich weiß ich das aber nicht, es wäre halt nur sehr unwirtschaftlich.
"Jetzt widersprichst du dir selber. Genau deiner vorherigen Aussage. Das bestätigt nämlich, dass sehr wohl
das Netz im lokalen Bereich auf die Summe aller Hausanschlüsse ausgelegt ist,"
Das bestätigt mir nur, dass es da noch Verständnisprobleme deinerseits gibt. Der Trafo könnte 630 Haushalte mit einem Durchschnittsbedarf von 1kW versorgen. Tatsächlich werden nur 300 Haushalte angeschlossen, jeder könnte also 2,1kW dauerhaft ziehen ohne den Trafo zu überfordern. Allerdings dürften die 300 Haushalte kaum über einphasig 230V 10A (2,3kW) angeschlossen sein, oder? Der Betrieb des E-Herd oder eines DLE würden dann die Sicherung im HAK killen. :think:
Wir befinden uns bei der Stromnetzauslegung in einem Spezialfall der Verkehrstheorie. Ich habe eine Leitung der Dimension X und habe eine entsprechende Anzahl von Quellen/Senken, die Leistung abnehmen bzw. zuführen können.
Dabei sind die meisten Leitungen an zwei Enden mit einem Trafo verbunden, um eine Redundanz zu erreichen. Nur wenige Gebäude sind über eine Stichleitung verbunden.
Die Verkehrstheorie simuliert dann die Antworten auf die Frage, wieviel Leistung wird im Durschnitt abgenommen und wann kommt es zu einer Überlastung.
In den meisten Praxisfällen von privaten Haushalten sind die Leitungen dann auf ca. 10% der erwarteten Maximalkapazität ausgelegt. Das wäre in dem beschriebenen Fall dann 1-2kW Dauerlast und 10-20kW Spitzenlast in der statistischen Verteilung.
Das kommt vermutlich auch so ganz gut hin, da wir selten Stromausfälle wegen Überlast haben. Wenn jetzt 10 oder 20 Haushalte in einer Straße sich verabreden und die Maximallast ihres Hausanschlusses abrufen würden kann ich mir vorstellen, dass der Trafo in Überlast geht und abschaltet. Das sieht dann jemand im Netzmanagement und prüft die Störung.
Dann schickt er entweder nen Notfalltecniker raus oder schaltet den Trafo wieder ans Netz, je nach Störungsmeldung und Verfahrensvorschriften.
vorallem wird es spannend, wenn man sich fragt warum unsere Gaskraftwerke eigentlich noch releativ hohe Leistung erzeugen... Nehmen wir mal den 21.08.2022 14:00
In D sind 2,55GW Gaskraftwerke am Netz... und wir haben zu diesem Zeitpunkt 3,8GW nach Frankreich geleitet... Deren AKW Leistung lag nur bei 36% der installierten Kapazität (22,5GW von 61GW) und Gaskraftwerke lagen bei 10% (1,2GW von 12GW)
Also hätte die Franzosen auch selber den Strombedarf decken können: entweder durch die AKWs (soll doch eine grundsolide Technik sein... ) oder durch Gas... Aber nein, es hat bei uns den Strom am Spotmarkt verteuert...
Voltmeter, ich hoffe du hast dein Stromsparprogramm zum Wohle des ganzen Landes auch schon überdacht?
warum sollte ich? habe die anlage selbst bezahlt(auch die mwst) und auf die paar ct almosen bin ich nicht aus auf die finanzamt und mastr sch... auch nicht außerdem ist meine anlage als insel ausgelegt(aus gründen der politischen unfähigkeit) dh ich müste investieren um die auf überschusseinspeisung zu bringen und das nicht zu knapp.
wir leben hier ja nicht im sozialismus sondern im kapitalismus ich hätte auch ein problem damit dass die energiebonzen meinen strom zu wucherpreisen verkaufen um sich selbst zu bereichern obwohl die an den kosten meiner anlage nicht beteiligt waren.
vorallem wird es spannend, wenn man sich fragt warum unsere Gaskraftwerke eigentlich noch releativ hohe Leistung erzeugen... Nehmen wir mal den 21.08.2022 14:00
In D sind 2,55GW Gaskraftwerke am Netz... und wir haben zu diesem Zeitpunkt 3,8GW nach Frankreich geleitet... Deren AKW Leistung lag nur bei 36% der installierten Kapazität (22,5GW von 61GW) und Gaskraftwerke lagen bei 10% (1,2GW von 12GW)
Also hätte die Franzosen auch selber den Strombedarf decken können: entweder durch die AKWs (soll doch eine grundsolide Technik sein... :angel: ) oder durch Gas... Aber nein, es hat bei uns den Strom am Spotmarkt verteuert...
vorallem wird es spannend, wenn man sich fragt warum unsere Gaskraftwerke eigentlich noch releativ hohe Leistung erzeugen... Nehmen wir mal den 21.08.2022 14:00
In D sind 2,55GW Gaskraftwerke am Netz... und wir haben zu diesem Zeitpunkt 3,8GW nach Frankreich geleitet... Deren AKW Leistung lag nur bei 36% der installierten Kapazität (22,5GW von 61GW) und Gaskraftwerke lagen bei 10% (1,2GW von 12GW)
Also hätte die Franzosen auch selber den Strombedarf decken können: entweder durch die AKWs (soll doch eine grundsolide Technik sein... :angel: ) oder durch Gas... Aber nein, es hat bei uns den Strom am Spotmarkt verteuert...