auf dem Schrägdach oberhalb meiner Dachterrasse möchte ich gerne eine Balkonsolaranlage anbringen.
Leider hat die Mietwohnung noch eine alte Stromverkabelung (klassische Nullung) ohne gelb-grünen Schutzleiter.
Hierzu meine erste Frage,
Kann ich das PV Montagesystem und die PV-Module an die ca. 8mm dicken auf dem Dach vorhandenen Blitzableiterstangen anschließen, um Potentialfreiheit zu erreichen oder ist das keine gute Idee?
Selbst bei der klassischen Nullung wurde seit den 80-er Jahren ein gnge als PEN benutzt. Wenn deine Anlage noch viel älter sein sollte, empfehle ich, dass hier mal ein Elektriker die Stromkreise misst. Vor allem der Isolationswiderstand wäre interessant. Es kann bei alten Anlagen durchaus vorkommen, dass der Zähler sich dreht, auch wenn gar keine Verbrauchen an den Leitungen vorhanden sind.
Blitzableiter gelten nicht als Erdung. Ja, beim Hausanschluss wird eine Verbindung von der Potentialausgleichschiene zum vorhandenen Blitzschutz hergestellt, aber nicht zur Erdung sondern um alle matallenen Systemen (Heizung, Wasserleitung usw.) auf ein Potential zu bringen. Einen Erder führt man immer separat aus, auch wenn es keine Blitzfangeinrichtung gibt.
Alles klar. Dann lasse ich mal den Blitzableiter außen vor...
Zum Hintergrund:
Die Stromanlage ist wohl zum Teil erneurt worden, z. B. sind zwischenzeitlich Überspannungsableiter von Dehn nachgerüstet worden, stammt aber ursprünglich aus den 60ern. Bis in meine Wohnung ist z. B. nur eine Phase gezogen worden.
Auch wenn es nicht optimal ist, müsste ich dann den Neutralleiter auch für die Erdung der PV verwenden? Habe ich das so richtig verstanden?
Weiterin würde ich zur Sicherheit mal einen großen Verbraucher anschließen, z.B. einen Heizlüfter und den Spannungsabfall belastet/unbelastet prüfen. Damit kannst du Gefahren in der alten Installation erkennen. Falls du kein Multimeter hast, dann z.B. einfach ein Energiekostenmessgerät verwenden, die meisten zeigen dir die Spannung auch an. Bei 2000 W sollte die Spannung nicht mehr als 5V einbrechen.