Streitschrift - Warum man BMS nicht in Regelkreise einbindet

Ich kann mir den Schaltplan des Huawei P30 ansehen, in den Einstellungen meines P30+ kann ich einstellen, daß der Akku "smart" geladen wird und nicht zu 100%. Wieviel davon ein "BMS" macht und wieviel eine darüber gelegte Steuerung und ob nicht das BMS mit dieser Steuerung durch "Kabel" = Leiterbahn verbunden ist ... ?

VBatt, VBat_GND, BATT_ID und BATT_TS laufen alle in den Chip U1601 und dann gibt es noch einen U2201 - Schaltplan kann ich dir gerne per P/N senden. Einen dezidierten BMS Chip scheint es nicht zu geben !

Wieso?

In Ausnahmefällen… Überspannung einer Zelle?

Ich sage doch, nichts gegen einen Kreis mit dem Wandler, der die Zellspannungen berucksichtigt Aber nicht dadurch, dass er das BNS ausliest,nund sich von dort auch noch Parameter holt. Die Parameter im bms sind Grenzwerte, keine maximalen Betriebsparameter.

Wenn das geschieht, hast du einen defekt am akku, der beseitigt gehört. Aich das darfst du mit einem Regelkreis machen, der Zellspannungen berucksichtigt. Aber nicht dadurch, dass du die messung des bms ausliest. Ich habe oben die Quelle NEEY genannt. Das ist makellos.

Weil er nur Spannung und Spannungseinbruch/hub wahrnehmen kann ?

Von NEEY kenne ich bislang nur die aktiven Balancer - muß erst schauen welche BMS die produzieren.

Aber es würde meine Batterie auch nicht stören, wenn mein WR sie bis zu Umax lädt und wenn er nicht rechtzeitig aufhört, die Batterie dann eben die Reißleine zieht.
Ich sehe nur wirklich keinen Vorteil und vor allem mein WR kann und macht das nicht.

Heute überwacht ein BMS nicht nur einen Makita akku, sondern Akkus mit Kapazität von 10 kWh und mehr. In einer einzigen MB32 steckt genug energie, um ein Elektroschweißgerät bei 100 A fast eine halbe Stunde brennen lassen. Falls du jemals elektrogeschweisst hast, weisst du welche Energiemenge das ist. Grob 100 ml Benzin. Ein ganzer 16 s also 1,5 Liter. Wenn die dir im Keller hochgehen, und nicht zu löschen sind….

Und dafür diskutierst du bezüglich Sicherheit auf dem Level eines Makita Akku?

Dir, und allen, sage ich: ihr seid für eure Projekte selbst verantwortlich. Ich zeige euch Sicherheitsmängel in schlechten Konzepten auf. Dabei ist es mir wurscht, dass mangels Kenntnissen das alle machen.

Und wenn ihr bei grösseren Akkus als 1995 das Sicherheitsdenken zurückgefahren habt: immer noch euer Problem. Ich sorge nur dafür, das ihr die Situation versteht. Alles andere ist eure Sache.

PS: ich habe gegen die datenanbinderei vom ersten tag an gestritten. Und dann brannten die kabel ab wegen der Masseschleife.

DAS meine ich. Seid ihr wirklich sicher, dass ihr für euer Verbundsystem alle möglichen Schadensfälle abgefangen habt?

Ich mache euch nachher Fotos von BMS IN den kleinen Akkus.

Und weisst du auch, warum die da drin sind? Die Belastung der Akkus im Handy ist so hoch, dass der Akkuhersteller - aus Gewährleistungsansprüche Gründen - dafür sorgt, das der Akku nicht höher belastet werden kann als spezifiziert .

Nun das Sicherheitskonzept meiner "DIY" Batterie ist zumindest dem kommerzieller Anbieter überlegen. Einzelzellenüberwachung, Einzelzellen-Temperaturüberwachung, Regelung / Drosselung von Ladeleistung auf ZWEI Arten (CAN-Bus UND ModBus).
Watchdog Timer sogar hardwaremässig der das Hauptrelaus trennt ......

Wenn du konkrete Vorschläge hast, wie ich meine Batterie noch sicherer machen kann bin ich offenen Ohres. Eine Diskussion was ein BMS darf und was es besser nicht machen soll ist hier wenig dienlich !

Und es gibt auch keine andere Möglichkeit, MEINEN WR mit SoC, SoH, etc. zu "versorgen". Also wenn dann bräuchte ein anderes Sicherheitskonzept einen anderen WR (beziehungsweise zwei weil ich bald zwei WR DC-Seitig an meine Batterie anschliessen werde) !

Und ja ich kenne Schweißgeräte und habe mein Batterie"gestell" auch selbst geschweißt.

Und der einzioge Fauxpas der mir bisher im Zusammenhang mit meiner Batterie passiert ist, war einen Busbar falsch zu verbinden - Resultat war ein halb geschmolzener Anschlußpol und ein glühendes Aluteilchen. Gerade bei Größe und Spannung meiner DIY Batterie bin ich sehtr vorsichtig aber "Shit happens".

Ja genau. Die sind an die zellen angeschlossen, sogar mit extra kabel, umd messen natürlich die Zellspannungen.

Du jast also irhendein BMS, lässt fas glucklich seine Arbeit machen,bund holst dir vom Neey die Spannungen für deine schöne Akku Betriebsführung. So ist die welt zweikanalig und wunderschön.

Ich weiß immer noch nicht genau was du unter BMS verstehst und welche Aufgaben du einem solchen zumutest und welche davon nicht wahrgenommen werden dürfen ?!!!!!

Ich habe vier "JK-BMS" kastriert und verwende diese als Balancer und zur Spannungsmessung. Also inetwa das was ein BYD-BMS macht (nur ist das Balancing dort passiv und wird von der BCU kontrolliert (LTC6811)) !

Du wolltest also mit reichlich Worten einfach nur darauf hinaus, die Zellspannungsüberwachung auf ein zweites Gerät zu verlagern? Wow, das hätte man vermutlich auch kürzer haben können :grinning_face:

An die Daten des NEEY kommt man aber leider nicht drahtgebunden heran. Und wer Funk kennt, nimmt Kabel.

Ich finde es an der Stelle allerdings auch ganz nützlich dass das BMS einen max. zulässigen Ladestrom auf Basis der Akkutemperatur kommuniziert. Und es wird nur kommuniziert, nicht selbstständig geregelt. Was die ladende Instanz dann mit den Daten anfängt ist dem Erbauer überlassen. Natürlich kann ich auch den beim Multiplus mitgelieferten Temperatursensor verwenden und die Temperatur hier also über den MP2 zur Ladestromreduzierung hernehmen.

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Kann ich nicht beurteilen. Du hast als DIY den Vorteil, alles einbauen zu können, was du willst. Und den Nachteil, nicht drin zu haben, was du nicht kennst.

Deine Platinen sind handgelotete Einzelstücke oder Kleinserien.

Grossserienbms haben den Vorteil, dass sie durch die “Endprüfung” beim Kunden durchmussten. Und davon kennen wir eine Menge. Niemand kann dir sagen, wo deine eigene Entwicklung steht.

Verstehe das nicht als schlechtreden.

Nein, ich will das Grundkonzept erklären, damit ihr wisst worauf es ankommt. Das neey ist nur rin Beispiel. Eines, was viele Ausreden kippt.

Naja in dem Fall bin ich oberkritischer Endkunde. Und klar - ich sitze gerade einen Stock oberhalb von 700kg LFP Zellen - kommt es zu einem Thermal Runaway muß ich schnell laufen.
Aber ich bin meines eigenen Glückes Schmid und bin gerade deswegen besonders achtsam.
Ich habe auch den Gasregler meiner Therme vor Jahren zwei mal selbst getauscht - akribisch und mit 4 mal soviel Seifenlauge wie es irgendein Installateur gemacht hätte !

Das ist ein sehr guter Punkt, den heutige BMS tatsächlich nicht sehr gut machen.

Dafür gibt es Gründe.

Es gibt aber keinen Grund, dass das bms das machen muss. Auch bei bleiakkus gibt es Temperatur geregelte Sachen, und die haben garkein bms. Da macht es der Laderegler. Wer auch sonst…..

Welche Gründe ?

Meine Batterie (oder ihr BMS) schalten den WR abends in den Shutdown-Modus ....

darf sie das oder soll sie das bleiben lassen ?

OK - ich habe kein dezidiertes BMS - also die Batterie mit eingebautem BMS macht das.
BMS - was ist das genau ?

Meine "BCU/BMS/weisnichtwas" DIY reflow gelötete Platine misst Zellspannungen (lässt messen und bei Bedarf balanzieren), Temperaturen, Strom, kommuniziert mit dem WR und kennt Grenzwerte bis zur Reißleine = Main Conductor.

Ich finde hier keine Trennlinie zu BMS in deiner Definition !

Um das in der BYD-Welt abzubilden: Macht die BCU einen Fehler zerreisst oder zerstört es die Batterie-Packs die selbst über keinerlei Sicherheitsabschaltung verfügen. Nein ich bashe nicht - bei anderen Herstellern wird es ähnlich sein !

Naja, zum einen Weil BMS nicht dafür da sind den WR zu regeln (lach).

Was ich meine ist, dass gerade LiFePo akkus durch ihre grossenteils flache Kennlinie den ordentlichen Betrieb sehr schwierig machen.

Bei LiIon/NMC ist die Spannung immer aussagekräftig für den Ladezustand, man muss nicht in Überspannung zum balancieren….

Wenn man LiIon ab 4 V balanciert , bis 4,20, so ist das ein Bereich von 10 % Soc mit entsprechender Ladungs (und balancier)Zeit, bei Lifepo ist über 3,37 V bis 3,6 V mal gerade 0,5 % SOC.

Die Trennlinie ist in deinem Fall: BMS ist nur zum Schutz des Akkus da. Ohne Steurengsfunktion in beide Richtungen. Steuerung kann man auch anders machen.

Ich will dein System nicht schlecht machen. Aber für mich hat die Trennung von Akkuschutz und Betriebsfunktion in zwei verschiedene getrennte “Anlagen” einen hohen Wert.

Ja Redundanz ist immer gut - ein Freund ist Pilot :slight_smile:

Mein Freund in diesem Fall sind watchdog-Timer (firmware und sogar hardware-mässig) und eine Batteriesteuerung, die bei IRGENDEINER Grenzwertüberschreitung sofort und selbstständig die (zumindest eine der beiden) Verbindungsleitung zur Umwelt einigermassen sofort trennt. IGBT's machen das vielleicht schneller aber dadurch ergäbe sich dadurch keine sicherheitsrelevante Verbesserung.

Funktioniert ein JK-BMS zur Zellmessung nicht, ist die Verbindung zum WR fehlerhaft (CAN oder Modubus), hat eine Zelle Über/unter Spannung/Temperatur wird abgeschalten und es Bedarf Benutzerintervention um die Batterie wieder an den WR zu bringen.

SH10RT - Fehler 500 -> Meine Batterie weigerte sich aufzuschalten da der WR ein Fehlerflag gesetzt hatte (0x00010000).
Erst als ich programmierte, diesen Fehler zu ignorierern verschwand der Fehler im WR wie von Geisterhand :slight_smile:

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste und ich ermutige niemanden, Dinge "auszuprobieren", die ausser Kontrolle geraten können.
WIe schon erwähnt - ich sitze auf meiner eigenen "Atombombe", ein Tesla Fahrer ist da viel schlimmer dran !

Edit: Nicht nur weil hier Cx Laderaten verwendet werden sondern auch deshalb weil ein unseriöses Unternehmen wie TESLA Level 3 Funktionen anpreist - viel Spaß wenn ihr auch mit einem Zeitung lesenden TESLA Fahrer konfrontiert werdet .....

2nd Edit: Ich hoffe ich verstosse damit nicht gegen Boardregeln - wer 2026 Produkte aus den USA kauft (auch wenn diese in E gefertigt werden) ist mir ohnehin sehr supekt - Zeitung lesend oder I-Phone swipend .....

Uiii, ist das hier schon wieder lang geworden!

Habe nicht jeden Post gelesen, aber will nur kurz meine 2 cents in die Runde werfen:

  1. Die Bedeutung des Begriffs(Abkürzung) BMS hat sich sicherlich im Laufe der Zeit etwas gewandelt. Von urprünglich reinen Überwachungsaufgaben (alle kritischen Parameter eines Akkupacks wie max. Strom, max. Spannung, min. Spannung, ggf. Temperatur etc.) hin zu immer fähigeren Anwendungen wie SoC-Ermittlung oder sogar best. Vorgaben (oder Empfehlungen) zu Ladeschlußspannung oder Schweifstrom. Alles kann man gelten lassen, aber der klassische und ursprüngliche Begriff umfasst eher nur die kritischen Batterieparameter um den Akku zu schützen.
  2. Das Ladeverfahren und damit Ladeschlußspannung und -Strom sind typischerweise Aufgaben des Ladereglers und nicht des BMS. Und das ist gut so! Weil eben das BMS dann sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren kann und als letzter Schutzwall des Akkus dient. Viele moderne BMS können aber mit dem Laderegler (oft im WR integriert - Hybride WR) kommunizieren und ihm best. Werte vorgeben oder der WR kann sich vom BMS Werte in seine Steuerung der Ladung übernehmen.
  3. Ermittlung des SoC: viele moderne BMS übernehmen diese Funktion und stellen die Endwerte (0 und 100%) über eine enstprechende Spannungsvorgabe ein. Dazwischen wird mehr oder weniger gut interpoliert. Wie gut dies gelingt hängt von der Frequenz der Messung ab, den tatsächlichen Stromimpulsen und deren Frequenz, der Genauigkeit des A/D-Wandlers uvm. Spezielle Shunts (wie der von Victron) sind hier typ.weise haushoch überlegen, da die meisten BMS im Bereich zwischen 10 und 90% über die Zeit recht ungenau werden, wenn sie lange nicht an ihren 0 oder 100% Grenzen angestossen sind.
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Cents ? ich hoffe Eurocents :slight_smile:

  1. Yes
  2. "sich konzentrieren" - naja bei einem 240Mhz ESP32 liegt die Konzentration leicht auf irgendwas. Da kommt kein Germanium transistor mit ...
  3. "haushoch" überlegen - das bezweifle ich. Haushoch gegenüber einem Hallsensor (ABC ältere Version) ja definitiv. Spannungsvorgabe und interpolieren verstehe ich in diesem Zusammenhang nicht. Integrieren auf Grund von vielen möglichst exakten Messwerten - ja !

"Warum man BMS nicht in Regelkreise einbindet"

Die üblichen "16S-BMS" mit Batterien, die mit C1 oder mehr strapziert werden sind für mich mit oder ohne einem ode rmehreren Regelkreisen "brandgefährlich". Ein Freund hat so ein DALY-BMS auf seinem Boot installiert - da gehen schon mal 150A darüber hazard warning.

Hier verstehe ich auch, daß es nicht klug ist, sich einem "BMS" anzuvertrauen !