Ich habe für meine zwei 440kWp Zellen einen Akku geholt: Solarkon ONE. Auch wenn ich von PV und Akku nicht so wirklich die richtige Ahnung habe, so habe ich doch Zweifel an der Strategie der Nulleinspeisung. Ich hoffe das mir da eine die Hintergründe erklären kann.
Zuerst Die Umgebung: Solarzellen sind West ausgerichtet. Das heißt von morgens ~ sechs bis Mittags ~ zwölf steigt die PV Leistung langsam auf ~ 100W - bis die ersten direkten Sonnenstrahlen direkt auf das Modul gehen und die Leistung stark ansteigt.
Das Haus hat ein Standby Verbrauch von ~150W plus 100W immer wieder zuschaltende Kühlgeräte. Gemessen mit einem Shelly 3em, der an den Solarkon One “berichtet”.
Die Strategie des Solarkon One ist jetzt: Akku [Edit]von PV[edit] um ca. 5% aufladen, dann 150 bis 250 Watt ausgeben (je nachdem) bis der Akku wieder unter Minimal fällt. Dann wieder aufladen…
Als Informatiker hätte ich gesagt: Wenn Akku kleiner gleich Minimum ist dann wird einfach nur die PV Leistung eingespeist. Mit der Vorhanden Strategie wird a) Strom verschwendet (das Akku laden braucht ja mehr Strom als am Ende rauskommt) und b) der Akku verschlissen.
Gibt es da eine logische Erklärung wieso der Solarkon One das so macht?
Als Informatiker bist du die teilweise desaströse Software Qualität dann ja schon fast gewohnt.
Als Trostpflaster der Solakon hat hat eine gut dokumentierte Modbus TCP Schnittstelle, wo man selber auch Hand anlegen könnte um die Steuerung zu verbessern.
Ich würde aber nochmal genau das Verhalten beobachten, ich kann mir nicht vorstellen dass die Logik wie beschrieben bis 5% SoC entlädt, dann aus Netz lädt nur um dann wieder zu entladen.
Ich war wohl nicht eindeutig genug. Ich habe den Text oben schon korrigiert (und mit “edit” markiert): Der Akku wird von PV geladen
Hier ein Bild von Home Assistant. Akku Ladung vs. PV Leistung. Das ist von vorgestern als es nachmittags geregnet hatte (daher nicht so viel Energie reinkam). Aber man sieht sehr schön wie der auf 20% lädt, dann wieder auf 15% runter, dann wieder hoch.
P.S.Ich überlege in Home Assistant eine angepasste Steuerung zu “schreiben”. Mich graut es nur vor der Einarbeitung in deren Scripting System (Config Dateien) 
wenn du mit js gut zurechkommst schreib nen script der im shelly läuft: eigenen endpoint auf den die regelung zugreift. villeicht kannst dir aus meinem gebastel was rausziehn shelly-EM / openDTU power smoocher: act_power+epex -> js script -> websocket - #10 von tageloehner
damit hast eine viel schnellere regelschleife als wenn das noch mal über ha rumgereicht wird
Danke für den Tipp. Noch ein System zum einarbeiten. Seufz. Aber das entspricht meiner Strategie möglichst viele Schaltungen mit so wenig Zwischenstation wie möglich zu machen. Bei Deinem Script merkt man das da viel Erfahrung drin ist. Mal sehen wie ich anfange.
nee das waren 3 wochen kampf mit der materie 
ich hab zwischendurch rausgefunden, daß man ausm shelly mehr messwerte rauskriegt als der freiwillig rausschiebt. Das macht die Regelung besser. Hängt aber jedesmal davon ab, wie deine Geräte selber ausregeln, hatte immer mal kumpel da der vorm zähler sitzt und mir berichtet, bis das endlich brauchbar war
Man kann das natürlich alles selbst programmieren. Oder man nutzt man die Einstellmöglichkeiten am Solakon One aus.
Das jetzt von Dir beobachtete Verhalten scheint zwar nicht besonders klug zu sein, es ist aber logisch. Er lädt den Akku um eine bestimmte Hysterese über den vorgegebenen Minimalladestand und versucht anschließend, den Energiebezug so gering wie möglich zu halten. Da Deine vormittägliche Verschattung nicht genug Ertrag bringt, um den Hausverbrauch zu decken, greift er auf den Akku zurück.
Sicherlich kann man Deinen speziellen Fall über die Energiepläne durch eine andere Strategie für vormittags optimieren.
Arbeitet er denn nachmittags zufriedenstellend? Wann ist der Akku voll und er speist 800 W ein?
Ich bin immer wieder überrascht, wie sorglos gerade Informatiker mit der Genauigkeit von Informationen umgehen: Du wirst das Gerät nie wirklich adressieren können, wenn Du ihn “Solarkon” nennst. Nur 100 W Schattenleistung halte ich bei einem Solarpark von 2x “440kWp” für zu gering. Aber die persönliche Intelligenz der Leser versteht ja, was gemeint ist.
Gruß Hermann
Ich bin immer bereit mich zu verbessern. Bitte teile mir mit wo genau ich ungenau war so dass man zu interpretieren gezwungen ist.
Ich spreche immer von ‘Solakon ONE’, was der Name ist unter den das Gerät vertrieben wird.
Wo kann man das Lade- und Einspeiseverhalten Der Solakon ONE ändern? Ich bin die App mehrfach durch. Aber es kann natürlich sein das ich irgendwas übersehen habe. Daher bin ich für jeden Hinweis dankbar.
Klar bekomme viele Informatiker einen Realitätsschock wenn die mit realen Messwerten konfrontiert werden. Aber um ein Thema grundsätzlich zu besprechen muss man nicht mit deltas etc. arbeiten. Das sind Implementierungsdetails. Bitte nicht bei Wörtern direkt rot sehen und alles über eine. Kamm scheren.
100W sind für Schatten bei 880 Wp bei der aktuellen Temperatur schlecht? OK. Wie gesagt ich habe von PV nicht so die Ahnung. Wo sollte der Wert denn liegen?
Aktuell mach der 600 Watt im Optimum. Das habe ich aber auf die Temperatur geschoben. Insgesamt ist die Positionierung der Solarzellen ‘suboptimal’, geht hier aber nicht besser. Der Akku wird wenn im Haus keine weiteren Verbraucher aktiviert werden bis auf 70% aufgeladen bis die Sonne weggeht. Dann wird entladen. Genau das wollte ich.
Ach ja: Ich halte das Verhalten nur für logisch wenn man sich um ‘Grenzfälle’ keine Gedanken macht.
Ich wollte nicht stänkern, lediglich auf einige Ungenauigkeiten hinweisen, die bei der Kommunikation störend sein können und die in Software garantiert zu Fehlverhalten führen.
In Deinem ersten Post hast Du das Gerät 4x “Solarkon” genannt. In einer Software wäre das eine andere Variable als “Solakon” und würde zu eigenartigem Verhalten führen. Und wenn Du, wie geschrieben, tatsächlich 2x 440 Kilowatt Peak installierte Leistung hättest, wären 100 Watt bei Schatten etwas wenig. Natürlich ist klar, dass Du zwei Panels mit 880 W hast. Ob das für die heutzutage vielbemühte KI so klar ist, möchte ich bezweifeln. Und wenn man Regelparameter oder das Verhalten bei Grenzfällen programmieren will, ist ein Faktor 1000 schon fatal.
In der Solakon App kann man “Energiepläne” einrichten, um zu bestimmten Zeiten ein spezielles Verhalten vorzugeben. Die Energiepläne haben angeblich Vorrang vor den anderen Regeln. Ich habe damit keine Erfahrung, weil die Einstellungen “Nulleinspeisung” und “Überschussspeichern” ausreichend für meinen Anwendungsfall sind.
Gruß Hermann