Da fragt man sich, wie der Hersteller des Wechselrichters es geschafft hat, sein Gerät durch den EMV-Test zu bekommen. Und einen EMV-Test muss es ja bestanden haben, weil sonst dürfte es ja gar kein CE-Zeichen haben, und ein solches klebt ja ganz bestimmt drauf.
Nochmal: Der Hersteller versieht SELBER sein Gerät mit CE. Wenn es Dir nicht gefällt, kannst Du dagegen klagen - in China nach chinesischem Recht. (Macht natürlich keiner.) Das mit dem EMV ist so eine Sache. Wenn man hier wirklich auf so etwas Rücksicht nähme, dann müßten alle von diesen Sch**ß-PLC-Modems (PLC = Powerline Communication) verboten werden, weil die zusammen mit dem Stromnetz z.T. einen halben Kilometer weit alles verseuchen, daß jeder Kurzwellenhörer und Funkamateur Haßgefühle bekommt. (Zum Glück sind bei den "besseren" Geräten die AFu-Bänder ausgenotcht, wenn's denn richtig funktioniert.) Bei CB-Funk sind meines Wissens nach nur die ersten 40 Kanäle ausgenotcht, die deutschen Kanäle von 41-80 schon nicht mehr. Aber gesagt, das betrifft jetzt PLC.
Bei Schaltstörungen z.B. durch Schaltnetzteilen hülfe ein simpler Tiefpaßfilter bestehend aus einem Kondensator und einer Spule. (Bei höheren Ordnungen auch mehr davon.) Die Kosten dafür liegen tatsächlich im einstelligen Centbereich und fast immer sind auf der Platine die Leiterbahnen und Bohrungen schon vorhanden, nur halt nicht bestückt. Da kriegst Du echt die Krätze, wenn Du siehst, wie da am falschen Ende ein paar Cent gespart werden. :x
Aber das CE kannst Du glatt vergessen, so traurig das auch ist. :cry:
PLC hat bei mir seit 10Jahren absolutes Hausverbot. Dann hab ich mir ungewust 77,5kHz Envertechs einfangen, die DCF77 Wetterstation störten, und den Stromzähler zum durchdrehen brachten.
Schwierig auch bei vielen neuen oder halb defekten Schaltnetzteilen, Bleimantelleitungen wo ich gelegentlich vorfinde waren vermutlich ihrer Zeit zu weit voraus.
Schwierig auch bei vielen neuen oder halb defekten Schaltnetzteilen, Bleimantelleitungen wo ich gelegentlich vorfinde waren vermutlich ihrer Zeit zu weit voraus. 🤔
Wenn man anständig filtert, kann man die ganz normale Hausverkabelung belassen. Die fehlende Filterung ist nichts anderes als (gewollte) Schlamperei seitens des Herstellers.
Stimmt die Löcher sind ja oft noch da. Anfangs war da auch oft noch was drinnen. Der Vorstand und die Aktionäre waren aber dagegen. Je größer der Konzern, desto dümmer die Führungskräfte. Je größer der Haufen, desto mehr Fliegen zieht er an.
Mein HF Explorer kommt seit CE häufiger zum Einsatz, hat sich vielfach bezahlt gemacht, besonders wenn unsere Märchen Experten an mir scheitern.
Da fragt man sich, wie der Hersteller des Wechselrichters es geschafft hat, sein Gerät durch den EMV-Test zu bekommen. Und einen EMV-Test muss es ja bestanden haben, weil sonst dürfte es ja gar kein CE-Zeichen haben, und ein solches klebt ja ganz bestimmt drauf.
Nochmal: Der Hersteller versieht SELBER sein Gerät mit CE.
Ja, schon klar. Kennst Du den Witz nicht: Wenn einfach so ein CE draufgeklebt wird, ohne dass der Inhalt CE-konform ist, dann handelt es sich um das sogenannte "China Export" Zeichen, kurz: CE :-)
Kennst Du den Witz nicht: Wenn einfach so ein CE draufgeklebt wird, ohne dass der Inhalt CE-konform ist, dann handelt es sich um das sogenannte "China Export" Zeichen, kurz: CE :-)
Ja, sicher, kennt doch jeder. Aber das CE-Logo an sich sagt erst einmal gar nichts aus, sondern nur das: "Wil velsicheln, daß wil uns an die eulöpäischen Nolmen halteln." Wieviel diese Zusicherung wert ist, steht auf einem ganz anderen Blatt. Die Chinesen haben schon lebensgefährliches Zeug auf den Markt gebracht, natürlich mit CE-Logo. Und das CE-Logo kann man als Vektorgraphik überall im Web saugen, die Aussagekraft ist also ziemlich gleich Null.
Dieser WR der in dem Link angegeben ist unterstützt laut Datenblatt: Power line / WIFI / Zigbee Vielleicht steckt da der Übeltäter drin. WLAN eigentlich nicht weil 2,4 ghz, aber vielleicht sind es aber Powerline oder Zigbee?
Tatsächlich hat der hier Wifi, aber ziemlich grottig und sobald ich das ins lokale WLAN hängt, funkt der direkt nach China. Ob der zusätzlich auch noch Powerline macht, keine Ahnung. Ich hab aber an anderer Stelle seit Jahren problemlos Powerline im Einsatz und das wird weder durch die Balkonsolar gestört noch stört es die anderen Geräte. Folgendes habe ich unterdessen unternommen:
Ich habe die Schleifen in den Kabeln entfernt, die DC-Kabel verdrillt und mit Klappferriten versehen, die AC-Kabel mit Klappferriten versehen und einen Schaffner FN2415-6-29 Entstörfilter zwischen Einspeisedose und Hausnetz geschaltet. Verhalten ist besser, aber bei voller Sonne gibt es immernoch Störungen beim UKW-Empfang. Überlege jetzt, wie ich weiter vorgehen werde.
Über einen Bekannten habe ich noch ein PDF zugespielt bekommen mit dem Titel "Entstörung meiner 600W-Solaranlage" von Amateurfunker DJ7UA. Da wurde ein APsystems Wechselrichter schlussendlich in einen Metallschrank verbannt inklusive Filtern auf DC- und AC-Seite. Zitat:
Der Störstrom (rot) läuft nicht mehr ungebremst in die an den Inverter angeschlossenen Leitungen,
sondern wird durch die Filter an AC- und DC-Port auf die niederohmige (massive) Local Ground Plane
abgeleitet und auf kurzem Wege wieder zum Inverter (Störquelle) zurück geführt. In die AC- und DC-
Leitungen fließt dadurch nur mehr ein deutlich kleinerer Störstrom und das als EM-Feld abgestrahlte
Störspektrum ist entsprechend kleiner.
Der Aufwand ist aber enorm. Tendiere im Moment dazu mir einen anderen Wechselrichter zu besorgen, auch um die 400 Wp meines Panels besser auszunutzen und nicht bei 300 W des Wechselrichters beschränkt zu sein. (Hatte ursprünglich erst den Wechselrichter gekauft und erst einige Wochen später das Panel.)
[quote data-userid="9810" data-postid="77349"]Ich habe die Schleifen in den Kabeln entfernt, die DC-Kabel verdrillt und mit Klappferriten versehen, die AC-Kabel mit Klappferriten versehen und einen Schaffner FN2415-6-29 Entstörfilter zwischen Einspeisedose und Hausnetz geschaltet. Verhalten ist besser, aber bei voller Sonne gibt es immernoch Störungen beim UKW-Empfang. Überlege jetzt, wie ich weiter vorgehen werde.[/quote]Deine Entstörmaßnahmen sind schon auf dem richtigen Weg. Vor allem sollten die Leitungswege zwischen WR und Netzfilter so kurz wie möglich sein. Ganz wichtig:
Die Klappferrite helfen nur (!) gegen Mantelwellen. Man kann die Kabel alternativ auch um einen Ringkern wickeln, dafür braucht es aber eine spezielle Wickeltechnik. (Keine Angst, die ist nicht schwer, man muß es einfach nur wissen.) Aber wie gesagt: Nur Mantelwellen.
Dein Entstörfilter ist dagegen ein Tiefpaß, der filtert HF von den AC- und DC-Leitungen heraus, aber keine Mantelwellen. Heißt vereinfacht: Du brauchst beides, Mantelwellenfilter und TP.
Dein WR sollte eigentlich so abgeschirmt sein, daß er selber keine HF abstrahlt, zumindest dann, wenn die Chinesen ihre Hausaufgaben gemacht hätten. Ansonsten könntest Du ihn entweder in einen Schaltschrank verbannen, wodurch aber ein Abwärmeproblem entsteht, oder Du sperrst ihn in einen selbstgebauten Käfig aus Lochblech (Baumarkt) ein, wodurch die Abwärme dann entweichen kann. Natürlich muß das Lochblech dann mit PE verbunden werden; das würde ich aber, wenn das irgendwie möglich ist, nicht mit dem Schutzleiter der Einspeisedose tun, weil Du Dir die HF dann ja wieder ins Haus holst, sondern vielleicht mit dem Metallbalkongeländer verbinden.
Eines vorweg: Ja, man kriegt sowas in jedem Fall entstört, aber manchmal muß man etwas suchen und experimentieren. Merke: HF geht manchmal seltsame Wege! {green}
[quote data-userid="6185" data-postid="77583"]Wenn's Gehäuse auch strahlt is die Erdung nix. Funkamateure verwenden oft auch künstliche Erdung in mehrgeschossigen Wohnhäusern.[/quote]Deswegen ja entweder, wenn das Gehäuse aus Metall ist, mit PE verbinden oder, falls Kunststoff, in einen Metallkäfig sperren.
Die "künstliche Erde" ist so eine Sache. Das nimmt man bei asymmetrischen Antennen, wenn man irgendwie eine Art "schlechte" Erde hat und je nach Band keine Radials aufstellen kann. Die vermeintlichte "künstliche Erde" paßt nur bereits vorhandene "schlechte" Erde besser an die ANT an. Ich kenne sowas vor allem für 160-10 m, aber für UKW habe ich sowas bisher noch nicht gesehen. ? Ergäbe auch kaum Sinn, dann spätestens ab 144 MHz kannst Du wirklich problemlos Radials aufstellen. Das nützt unserem Threadersteller aber nichts, denn er will ja nicht die Abstrahlung verbessern, sondern dämpfen. ?
Hi, hab hier mitgelesen weil mein Boswerk ja auch ein Deye ist, allerdings der 600, sollte aber das gleiche Gehäuse samt ungefährem Inhalt sein, meiner stört mitnichten.
Was mir in dem Thread fehlt ist die Rückinfo zum Radiotausch, ev. war das der Übeltäter?
[quote data-userid="6185" data-postid="77686"]Starthilfekabel vom PKW, an Blitzableiter[/quote]Finger weg vom Blitzableiter!
An dem hast Du nichts zu suchen, der ist absolut tabu. Außerdem, sollte tatsächlich mal ein Blitz einschlagen, würdest Du Dir damit die Blitzenergie noch direkt ins Haus holen. Das willst Du ganz gewiß nicht. Aber an den Blitzableiter darfst Du sowieso nicht ran. Nicht mal ein Elektriker darf da ran, sondern nur spezielle Blitzableiterbaufirmen.
Ansonsten empföhle ich folgendes: Einfach mal durchmessen (DMM), ob das metallene Balkongeländer vorschriftsmäßig am PE angeschlossen ist (mit dem Schutzleiter einer Steckdose vergleichen/durchpiepsen). Falls ja, dann würde ich dat Dingens einfach mit einer Schelle und 16 mm² mit dem Balkongeländer verbinden, wenn das irgendwie möglich ist.
[quote data-userid="8532" data-postid="77700"]Was mir in dem Thread fehlt ist die Rückinfo zum Radiotausch, ev. war das der Übeltäter?[/quote]Das wäre schon möglich, daß das Radio nicht ausreichend entstört ist, allerdings entbindet es den PV-Bauer ja nicht von der Pflicht, seinerseits die Anlage so zu bauen, daß Störungen so gut es geht vermieden werden. ?