Die 16A sind wohl weniger das Problem für die 1,5mm² als für die ranzigen, oder über die Zeit immer ranziger werdenden Kontakte in der Steckdose.
Das BEV meiner Holden lädt nur mit 1,8kW bzw. bezieht nur 1,8kW aus der Steckdose. Der Stecker in der Schukodose wird dennoch wärmer als mir lieb ist. Die Leitung bleibt aber kalt. Die 1,5mm² sind hier m.E. nicht der Flaschenhals.
Und selbst wenn man sich das "2,5er trägt die Wärme besser weg" zu nutze macht ist das ein Workaround dass die Kontakte in der Schuko einfach ranzig sind.
Schuko ist halt einfach grottenschlecht, insbesondere wenn die Kontakte schon mal ein paar Jahre alt sind und nicht mehr ordentlich klemmen.
Aber bei 16A Dauerbelastung gibts auch das Problem, dass die Leitung etwas Verlustwärme abgeben muss. Bei einer Umgebungstemperatur von 25°C und Verlegung einzeln auf Putz oder einzeln im Rohr Unterputz in Rohr oder ungedämmten Ziegeln kein Problem.
Bei Verlegung direkt in der Wärmedämmung einer Trockenbauwand oder einer übervollen Kabelpritsche und bei 30°C Umgebungstemperatur wird das zum Problem.
Das andere Thema ist die Einhaltung des zulässigen Spannungsabfalles sowie der Abschaltbedingungen. Da zwingt dich dann die Leitungslänge auf einen höheren Querschnitt oder zur Reduzierung der Absicherung. Gerade aber bei hohen Dauerlasten wie den Ladeziegel eines BEV´s ist da der höhere Querschnitt sinvoll. Soll ja der Akku geladen und nicht die Wand geheizt werden.
Da empfiehlt sich das Laden per Ziegel eigentlich sowieso nicht, über die lange Zeit geht wohl mehr in der Fahrzeugelektronik verlustig als wenn mit 3x6A oder eben gleich mit 11kW geladen wird - aber das weicht zu weit vom Thema ab denke ich.
Ist auch in DE auch das was Elektriker normalerweise in DE verlegen, aber keine VDE-Vorschrift. Keine Ahnung, ob es in Spanien Vorschriften gibt, die 2,5 mm² vorschreiben. Würde mich aber interessieren, ob die da eine Gesetz haben, die das vorschreibt.
In Neubauten wird in DE schon seit vielen Jahren 2,5 mm² für Steckdosen verlegt und 1,5 mm² für Licht. Großer Vorteil ist, dass man keine Längen oder Verlegearten mehr prüfen muss und man jederzeit verlängern kann.
Habe bei meiner Renovierung schon vor 10 Jahren grundsätzlich bei Steckdosenkreisen nur 2,5 mm² verlegen lassen. Bei Licht, bei dem man häufig 5 Adern braucht (Wechselschalter) ist das etwas anderes. Da nimmt man halt 1,5 mm². sofern ein eigener Stromkreis. LED braucht nicht viel Leistung.
1,5 mm² für Steckdosen verbaut man kaum noch. Klar sind Kabel mit 1,5 mm² günstiger, aber den Unterschied in den Gesamtkosten ist im Vergleich mit 1,5 mm² bei einem Bau vernachlässigbar.
Jetzt sind wir aber bei der Wirksamkeit von Warzenbesprechung angekommen? Der Pups mehr Kupfer bei 2,5² und der minimal niedrigere Leitungswiderstand kühlen die Kontakte derart, dass die Strombelastung sich quasi hinweg hebt? Das glaubst Du nicht wirklich.
Vielleicht befragst du vor Installationsbestrebungen mal ein Tabellenbuch. In wärmegedämmten Wänden ist wenig überraschend die zulässige Strombelastung niedriger als im oder auf Putz.
Ja, schreib ich doch.
Bei Verlegeart A1/A2 sind bei 30°C keine 16A mehr möglich.
Die meisten reduzieren auf B13A oder ignorieren das einfach weil B16A günstiger sind. 2,5mm² muss der Kunde erstmal bezahlen wollen. Elektrik muss idR nur eins sein, nämlich möglichst billig.
Demenstprechend gibts nur das billigste, sofern nicht anders vorgegeben. Der Elektroplaner des Planungsbüros, das vom Bauträger beauftragt wurde, sucht sich da schon die minimal möglichste Variante raus die am günstigsten ist. Jegliche Abweichung muss erst genehmigt werden.
Gut kommt natürlich auch darauf an, ob der zukünftige Eigentümer selbst die Gewerke vergibt oder schlüsselfertig von einem Bauträger bauen lässt, bzw. eine Eigentumswohnung von einem Bauträger kauft.
Selbst wenn der Bauträger das Gewerk Elektro günstig vergibt und der Elektriker dabei 1,5 mm² kalkuliert, wird er bevor er überhaupt anfängt mit dem Besitzer sprechen was er noch am Gewerk erweitern kann und wie er mehr verdienen kann. Das sind dann mehr Steckdosen, weitere Schalter, etc. Da kommt dann auch die Sprache auf 2,5 mm² Leitungen. Ich kenne keinen Neubau, bei dem dann nicht weitere Steckdosen verbaut werden, weil man z.B. in der Küche mehr Steckdosen haben will.
Glaube kaum, dass in Mehrzahl noch 1,5 mm² Leitungen zu Steckdosen verbaut werden. Die Hauptkosten entstehen beim Gewerk Elektro nicht in den Materialkosten.
Kenne ich auch so, dass seit bestimmt 20 Jahren im Neubau für Steckdosen nur noch 2,5mm² verbaut wird. Viele Elektriker lassen sich gar nicht mehr auf 1,5mm² ein, wenn mit 16A abgesichert wird.
ich war auch überrascht, daß mein örtlicher Elektriker meinte, (in meinem Fall) die 2,2kW für eine Stunde aufheizen Warmwasser per Heizstab aus PV: kein Problem, einfach anklemmen
Ja, Kabel und Dose werden warm und leuchten im Wärmebild.
Das macht auch jede halbwegs vernünftige Standarddose mit.....wenn sie neu ist, heißt die Kontakte und Federkraft noch im Bestzustand. Wie lange bzw. wieviel Ladestunden und Steckvorgänge sind da durchgeführt?
Die Probleme fangen später an.
So what, im schlimmsten Fall brutzelt da draußen ne Dose weg. Das Leben ist eins der härtesten.
Ich frag mich allgemein was die Intention hier sein soll? Eine Grenzauslegung für eine Schukosteckdosen und auf der Suche nach dem guten Gewissen?
Eine Auslegung im letzten Anwendbaren Bereich bleibt genau das und hier ist jeder Nutzer gut beraten hochwachsam und sensibel zu sein, wie übrigens immer im Umgang mit Elektrotechnik.
Wer das nicht möchte, sollte andere Anschlußmöglichkeiten wählen.
Das ist ja alles legitim und ok. Ich merkte nur allgemein an, dass sich jeder der Fakten dieses Aufbaus bewusst ist und es immer ein Restrisiko gibt. Manchmal höher manchmal geringer. In der Grenzauslegung darf man von letzterem Ausgehen.
Wenn es Dir nur um die Haftung geht ist das ein ganz anderer Punkt. Frage mich natürlich warum Du dann technisch wertende Aussagen zur Qualität gibst.