Split-Klima zum beheizen eines Gewächshauses

Ist dein Gewächshaus zusätzlich isoliert? “Kleine” Nepura heißt 2,5kw? Von der Perfera gab/gibt es doch auch die FTXM20 mit 7000 BTU. Ich überlege ob die bei mir ausreicht, allerdings scheint die nicht sonderlich gut verfügbar und sogar teurer als die FTXM25 zu sein.

Ich habe eine 10,5 kWp (45 Grad Süd) PV-Anlage ohne Speicher. Später, wenn der erste Wechselrichter abraucht, soll mal ein Speicher dazukommen. Im Dezember/Januar ist die PV aber ja eh zu vernachlässigen.

Eine Gasheizung schließe ich wegen der Explosionsgefahr und dem Feuchteeintrag durch die Verbrennung aus.

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Das Gewächshaus (Baujahr 1999) hat im Dach Plexiglas-Stegdoppelplatten und die Seitenwände sind damalige Thermo-Doppelglasscheiben. Im Dach sind 6 ca. 1m² große selbstöffnende Fenster.

Da das Haus im Sichtbereich des Wohnzimmerfensters steht, habe ich nicht mehr wie früher eine zusätzliche Isolierung vorgesehen. Innen geht gar nicht mehr wegen “Urwaldbewuchs”, der größte Teil vor Jahren selbstgesät; in der temperierten Abteilung vor allem Passiflora, Psidium cattleyanum, 2X Seidenwollbaum, Dicksonia, Rosenapfel und vieles andere, in beiden Abteilungen Überwinterung von Kübelpflanzen.

Ja, es ist die 2,5kW.

Die Beleuchtung mit 2 Natriumdampflampen 400W und ~200W in der temperierten Hälfte habe ich seit 3 Jahren nicht mehr benutzt, lediglich im warmen Haus läuft eine Halogen-Metalldampflampe 250W mittags im Winter 1 Stunde. Heute würde ich LED vorziehen.

Ist vollkommen egal, ob 9000 oder 7000 BTU. Die dürften baugleich sein und nur etwas in der Lüfterdrehzahl variieren. Wichtig ist die untere Modulationsgrenzen und die ist identisch.

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Das sind bei mir etwa 15m² Gewächshaus mit Stegdreifachplatten 16mm. Im Gewächshaus kann man gut stehen, also ein klassisches Gewächshaus mit “Glas” bis unten, Alurahmen. Die Winternutzung ist historisch gewachsen- anfangs per Gewächshauslüfter. Zuerst 1x2kW, später 2x2kW. Beide Gewächshausbereiche sind durch Tür getrennt, Heizung war immer geregelt. Durch den hohen Energiebedarf kam dann eine Umrüstung der Heizung auf Daikin 2AMXM50M + ATXM25R + ATXM35R. Das stärkere Innengerät im grösseren Gewächshausbereich mit höherer Temperatur.

Die Wahl ging zur 5kW weil die vorhergehenden Luftheizer im Warmbereich (15°C wären schön) keine ausreichende Leistung hatten. Der Wärmebedarf war also über 2kW wenn es draussen richtig kalt wurde (Brandenburg…).

Die Daikin hat jetzt einen Winter durch, ganz erheblich weniger Energie verbraucht und nahezu immer die Temperaturen halten können- beides eine Verbesserung zur vorherigen Situation.

Da ich das Kondenswasser des Aussengerätes seitlich wegführen muss habe ich eine Wannenheizung per Rohrbegleitheizung und Armaflex-Klebeplatte unter die Wanne gesetzt. Diese läuft gesteuert nach Aussentemperatur so ab -2°C. Ohne ging es nicht, das Aussengerät vereiste recht schnell wenn es unter -5°C ging (und blieb).

Der Temperaturabfall beim Abtauen scheint von unseren Pflanzen zumindest hingenommen zu werden- das ist aber nicht mein Fachgebiet. Ich erkenne dort überwinternde Banane, Ananas, Feige, Gewürzpflanzen wildester Art und natürlich meine Chilis…. andere Pflanzen kann ich leider nicht zuordnen….

Wenn es draussen schon etwas wärmer ist, läuft meine ATXD konstant unter 100W (im Heizbetrieb)

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Kannst du das auch tun, wenn die Solltemperatur 21,5 beträgt?

Soll war hier 19°C, da werden es im Raum ca. 22°C, mehr ist mir schon zu warm ehrlich gesagt :sweat_smile:

Aber ich kanns mal testen bei Gelegeheit

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Was mir bei der Idee Sorgen macht, ist ein jahrelang stressfreier Betrieb. Gewächshausklima kenne ich als brutalst. Höchste Temperaturschwankungen, das Auftreten extremer Luftfeuchten und Kondensation. Hat man dort nur eine billige Küchenschüssel stehen, dann setzt die bald Rost an, auch wenn ein Aufkleber “Edelstahl rostfrei” auf der Schüssel pappt. Die billigen, nicht austenitischen Stähle versagen unter solchem Extremklima schnell. Wie lang dort Elektronik, die für Innenräume gebaut ist, zuverlässig funktioniert, ist fraglich. Ich würde so eine Kälteanlage wieder ganz klassisch aufbauen und nur den nackten Wärmetauscher nebst einem geeigneten Lüfter ins Gewächshaus setzen und nur mit den Kältemittelleitungen, Strom und Anschlussleitungen geeigneter Sensoren ins Gewächshaus gehen. Fertige Splitgeräte müsste man massivst umrüsten, daß die im Gewächshausklima jahrelang zuverlässig laufen.

Wäre mal interessant zu sehen, was sich bei den aktuellen Versuchen in paar Jahren ergibt. Mein Gegenargument wäre, dass die gleichen Anlagen auch in Tropenwetter eingesetzt werden. Heiß, hohe Luftfeuchtigkeit und viel Regen. Ich weiß, dass es wohl in Ostasien (z.B. Japan oder Korea) in den Sommermonaten eine Regenzeit gibt, bei der es fast jeden Tag Abschnitte mit Regen gibt. Dazu ist es extrem schwül.

Die Außengeräte sind gut geschützt, die Innengeräte aber viel weniger. Spätestens wenn sich im Gerät Kondenswasser bildet, was im Gewächshaus sehr schnell geht, dann gebe ich den Geräten nicht lange. Das geht sogar so weit, dass Kunststoffteile mit der Zeit quellen und mechanisch versagen. Der klassische Aufbau der Kälteanlage aus Kühlkomponenten ist ja auch kein Hexenwerk. Das wird auch heute bei vielen Kühlhaus-Lösungen noch so gemacht. Vielleicht muß die Kälteanlage ja auch nur heizen und nicht kühlen, das vereinfacht die Anlage deutlich. Bei mir wäre nur im Gewächshaus, was auch in Kühlzellen hängt und dort jahrzehntelang ohne Probleme im Dauerbetrieb läuft. Wir haben früher unsere Kälteanlagen alle so gebaut, alle Verbindungen hart gelötet, daß eine saubere Hermetisierung vor liegt. Da laufen noch Anlagen seit mehr als 30 Jahren mit R12 und R22, weil niemals etwas daran machen oder Kältemittel nach füllen mußte. Hermetisierung ist zwar schwieriger geworden, weil man wegen der Kälteöle alles unter Schutzgas löten muss und bei brennbaren Kältemittelnwie Propan ganz besonders aufpasssen muss. Dafür braucht man sich über die F-Gase-Verordnung keine Gedanken machen. :rofl:

Hallo,

ich plane aktuell ebenfalls ein mit einer Split-Klimaanlage beheiztes Gewächshaus zur Überwinterung verschiedener Pflanzen.

Als Grundlage dient ein Gewächshaus vom Typ Allgäu Modell B11:
https://www.beckmann-kg.de/Gewächshaus-Typ-Allgäu-Modell-B11

Für den Winter ist eine Innenverkleidung mit Noppenfolie vorgesehen. Den Boden möchte ich mit Styrodur nach außen dämmen und anschließend komplett mit Platten auslegen.

Nach längerer Überlegung habe ich mich für die Midea Split-Klimaanlage Solstice 09 (2,6 kW) entschieden.

Ausschlaggebend waren für mich der gute COP, der Heizbetrieb bis −25 °C, der integrierte 8-°C-Frostschutzmodus, die niedrige minimale Leistungsaufnahme im Heizbetrieb (ca. 70 W) sowie die Möglichkeit der Steuerung über Home Assistant. Außerdem ist das Gerät preislich attraktiv und aktuell gut verfügbar.

Natürlich benötigt man für die Inbetriebnahme einen zertifizierten Installateur. Nach der Bestellung muss zwar ein Dienstleister angegeben werden, diese Angabe ist aber nicht bindend. Eine eigene Installation ist rechtlich nicht zulässig, auch wenn die technische Umsetzung für viele mit entsprechendem Wissen machbar wäre.

Ich bin gespannt, wie sich die Lösung im ersten Winter bewährt und welche Erfahrungen sich damit sammeln lassen. Im Sommer ist die Lüftungsfunktion sicher ebenfalls interessant. Bei vorhandenem Solarüberschuss könnte man die Anlage bei Bedarf zusätzlich zum Entfeuchten oder Kühlen nutzen.

Wird behauptet, stimmt aber nicht. Zu der Anlage hat @ulli hier einiges geschrieben.

Also nicht wundern, wenn die lange nicht so weit runter kommt.

So tief moduliert es nicht. Du musst die Mindestfrequenz des Kompressors anpassen, und selbst dann erreicht er nur etwa 130 W.

Mit 70 Watt wird man eh selten auskommen (bei kalten Außentemperaturen sowieso nicht) und wie die Maschine im Frost Protect Modus Modus (den ich hauptsächlich einsetzen will) moduliert hat wahrscheinlich noch niemand untersucht…
Die Daikin die im im Haus verbaut habe (2,5kw) kommt auch minimal nur auf 120 Watt runter.
Bin gespannt…

Ach @Win erinnere mich doch nicht immer wieder an diesen dreisten Chinaschrott. :wink:

Ich kann mir immer noch in den Arsch beißen. Meine Midea Xtreme Save sollte auch bis 70W beim Heizen runterkommen. Das pendelt sich dann irgendwo zwischen 235 bis 245W ein.

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Wenn du die R290-Version hast, kannst du die Mindestfrequenz des Kompressors im Servicemenü ändern. Wenn es sich um die R32-Version handelt, hast du leider Pech.

Gibts das bei R32 nicht? Oder ist nicht dokumentiert, wie das bei der geht?

Ja, es gibt ältere Modelle, bei denen diese Einstellmöglichkeit fehlt. Man kann es aber immer versuchen, da es je nach Wahl des Importeurs hinsichtlich der gewählten Ausstattungsoptionen Unterschiede geben kann.

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