Split-Klima Optimierung Heizbetrieb und Bedarfssteuerung [abgetrennt]

Beschreib nochmal genauer, was du meinst. Die 13kWh wären doch die komplette Beheizung aller benötigten Räume auf Zieltemperatur.

Ja, schon klar. Das mit dem Weglegen der Fernbedienung war natürlich als übertriebene Aussage gedacht. Und dadurch habe ich leider den Sinn meines Beitrags verwässert.

Ich sehe drei Felder in denen man optimieren, bzw Einsparungen erreichen kann:

  • konzeptionelle Auslegung des Heizungssystems / Installation
  • Einstellungen an der Anlage
  • Heizkonzept/Heizgewohnheiten

Die Auslegung und Installation macht man ja nur selten. Als Vorteil der Klimasplits wird ja angeführt, dass man erstmal klein anfangen kann, Erfahrungen sammelt und dann die nächsten Schritte macht, bzw nachbessert.

Bei den Einstellungen an der Anlage ist aus meiner Sicht zwar das Einsparpotential zwischen schlechter Einstellungen und guter Einstellung groß, aber von einer guten zu einer sehr guten Einstellung eher gering. Ich habe die Leistungsbegrenzungen drin (Bedarfsteuerung bei Daikin und power select bei Toshiba) und die Lüfterstufe auf den für den jeweiligen Raum akzeptablen max Wert. Bei der Daikin Hauptanlage wird die Bedarfsteuerung selten angepasst. Ob ich nun 75% oder 90% drin habe macht aus meiner Sicht kaum einen Unterschied für den COP, das wichtigste ist, dass die Anlage nicht “crazy” hochzieht und hin und her schwingt. Und das macht die Anlage nicht, solange die Bedarfsteuerung aktiviert ist. (Siehe unten)

Sobald die Anlage gut eingestellt ist und das sind nicht viele Einstellungen, kommen aus meiner Sicht die größten Einsparungen aus dem Heizkonzept, bzw den Heizgewohnheiten. Also wie die Gesamtheit der Anlagen eingesetzt wird. Damit meine ich bedarfsorientiertes Heizen, Nacht- oder Tagabsenkungen, welche Räume wann geheizt werden, etc.

Ein bischen so wie sich ein sparsames Auto zu kaufen, ständig unnötige Fahrten zu machen und dann den niedrigen Durchschnittsverbrauch loben.

Gleichzeitig ist es für mich so und ich spreche da (hoffentlich) für unsere gesamte Familie, dass wir uns über die Optimierung in den ersten beiden Bereichen ein bischen extra Komfort, ein bischen Heizluxus gönnen wollen. Die Wohnküche und das Wohnzimmer wollen wir tagsüber, insbesondere abends immer warm haben.

In 2022 war es in unserem Bekanntenkreis und auch bei uns kein Spaß. Warm hatte man es eigentlich nur, wenn Besuch gekommen ist. Warmes Haus als Statussymbol.

Zur Daikin Bedarfsteuerung: Beim Schreiben oben ist mir der Gedanke, bzw Frage gekommen. Es gibt ja sicherlich einen theoretisch optimalen, kleinsten Wert für die Bedarfsteuerung. Ab welcher Abweichung in Prozentpunkten macht es überhaupt einen Unterschied. Also bringt es etwas die Anlage in 5% Schritten zu führen, oder kann man auch in 10% Schritten anpassen? Ich denke schon, dass der Rest der Regelung die Begrenzung der Kompressor-Frequenz mit einbezieht. Sobald ich die Bedarfsteuerung aktiviert habe, gibt es kein Übersteuern. Ich habe allerdings noch keine Versuche gemacht, wie viel zu viel man die Bedarfssteuerung einstellen kann, ohne dass es ungewollte Ausschläge gibt.

Gleichzeitig frage ich mich und natürlich das Forum, was es bringt die Anlage so zu regeln, dass diese immer gegen die Bedarfsteuerung läuft. Ja, klar: die zieht weniger Szrom, aber hat dann ja auch weniger Heizleistung. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass der Wirkungsgrad sehr viel höher wird zwischen 55% und 65% Bedarfsteuerung.

Oder einfach gefragt: wie restriktiv soll man die Bedarfssteuerung einsetzen?

1 „Gefällt mir“

Grundsätzlich vermisse ich die Optimierung der Anlage bzw. deren Effizienz.

Die Ergebnisse sind zum allergrößten Teil dem Verhalten geschuldet. Mein Auto wird nicht effizienter, wenn ich es nicht benutze.

Man kann das auch unabhängig voneinander betrachten. Es spielt keine Rolle ob jemand 15 Grad C oder 18 Grad C einstellt. Es geht um den Faktor, welche elektrische Energie in Wärme umgewandelt wird.

Also bleibt für mich: Ventilatordrehzahl erhöhen. Das macht für mich in einem bestimmten Bereich physikalisch Sinn.

Nachtansenkung oder Abschaltung. Hat keinen Einfluss auf die Effizienz der Anlage. Spart aber Verbrauch, sofern das Gebäude schlechte Dämmwerte hat.

Jetzt kommen wir zu den Punkten, wo ich nicht wirklich mit einverstanden bin.

Begrenzung der Leistungsspitzen. Im vereinfachten Sinne brauche ich immer die gleiche Menge an Energie um die Temperatur in einem Raum um einen bestimmten Wert zu ändern. Also ist es erstmal egal, ob ich 1000 Watt Leistung für 30 Minuten verbrauche oder 500 Watt für eine Stunde.

Dann zu meinem Lieblingsthema, der Bedarfssteuerung. :grin: Ich habe mir einiges an Informationen aus verschiedenen Quellen hierzu durchgelesen und komme zu einer anderen Meinung als einige andere. Aus meiner Sicht macht sie nichts anderes als die Leistung zu begrenzen. (Ich nenne das zur Vereinfachung Leistung). Mit den Werten vom Vortag wird es nichts zu tun haben. Welche Werte sollten das sein? Die Außentemperatur macht genauso wenig Sinn wie der Verbrauch. Ist es nicht viel wahrscheinlicher, das sie ausschließlich dem Netzbetreiber zur, ggf. notwendigen Reduzierung der Leistung dient? Und ich das manuell nachbilden kann? Wie kann ich das sinnvoll nutzen?

  • eine Anlage taktet zu häufig bzw. „überdreht“, arbeitet also mit einer unnötig hohen Leistung was zum abschalten führt.

Da ergeben sich auch Fragen daraus. Was passiert, wenn ich die Bedarfssteuerung auf 60 % stelle. Es würden aber 40 % reichen. Wie soll ein fester Wert auf Veränderungen der Außen- oder Solltemperatur reagieren? Verbessere oder verschlechtere ich die Effizienz?

Da gibt es nur einen Weg. Ich stelle eine Solltemperatur von z. B. 21 Grad ein und regele die Bedarfssteuerung soweit runter, das nur 20 Grad C erreicht werden.

Jetzt stellt sich noch die Frage, wieviel „Intelligenz“ die Steuerung hat, die nur im Auto-Modus eine Rolle spielen kann. Kann sie die Leistung dynamisch in kleinen Schritten anpassen? Also aus den Temperaturen, den Intervallen der Taktungen usw. einen optimalen Wert ermitteln? Das weiß ich natürlich nicht, da ich genauso wenig Einblick in die Steuerung habe wie andere hier. Mir erscheint das aber mittlerweile am wahrscheinlichsten.

Das alles setzt natürlich immer eine korrekte Auslegung der Anlagen voraus. Und einwandfreie Funktion, also das Anlagen tatsächlich in den angegebenen Bereichen moduliert, nicht unnötig abtaut usw.

Ich hoffe wir haben nicht aneinander vorbeigeredet. Durch mein Verhalten kann ich mit jeder Art einer Heizung bis hin zum Lagerfeuer Verbrauch einsparen, das ist nicht spezifisch für eine LLWP.

Mir ging es immer um die Frage, wie hole ich das meiste aus der Anlage raus. Und da sehe ich (vorausgesetzt es funktioniert wie es soll) immer noch kein großes Potenzial.

Auch wenn das ganze hier am Ursprungsthema vorbei geht (vielleicht verschiebt man es ja auch) so halte ich es für eine spannende Geschichte.
Grundsätzlich sehe ich schon Einsparungen mit der Bedarfssteuerung, und zwar

  • nach dem Einschalten,
  • nach Ende des Tankvorganges, beim Wieder anfahren und
  • nach dem Abtauen

Bei allen 3 Vorgängen muss die eingestellte Temperatur wieder erreicht werden, und das kann ich langsam durch die Limitierung machen oder relativ schnell. Und um das Beispiel mit dem Auto aufzugreifen, geht die Ampel auf grün, kann ich Vollgas geben um schnell wieder auf Tempo 50 zu sein (sofern es der Verkehr erlaubt :laughing: ) oder eben langsam. In letzterem Fall spare ich Energie oder Sprit, es dauert aber länger bis ich am Ziel bin.

Nachteil ist, dass die wenn Bedarfssteuerung zu knapp eingestellt ist die Temperatur gar nicht erreicht werden kann.
Beispiel: Meine Frau nutzt nur die Fernbedienung, sie will einschalten, und eine gewisse Temperatur haben, die dann evtl gar nicht erreicht wird, bzw erreicht werden kann

Die AUTO-Funktion würde ich mir wie folgt vorstellen:
Ich setze ein Häckchen –> Automatische Nachjustierung erlauben
Ich stelle dann den Prozentsatz ein, z.b 40%. Die Anlage stellt dann irgendwann fest mit 40% wird die Temperatur nicht erreicht und erhöht die Bedarfssteuerung auf 50%
Denn oberstes Ziel muß lauten: Die eingestellte Temperatur zu erreichen

Einmal eingestellt müsste ich mich nicht mehr drum kümmern, bzw manuell nachjustieren

3 „Gefällt mir“

DANKE :+1:

Genau so ist es, ist doch im Grunde simpel?

Mit “nach dem Einschalten” spart man nat. am Meisten - wenn man bedarfsweise heizt wie @win Also im Sinne von “über Nacht aus” und nicht (aber auch) “ich lüfte mal durch und mach vorher die Anlage aus”.

Aber auch “Durchheizer” wie ich könnten / werden betroffen sein wie du richtig schreibst, denn wenn sehr viel abgetaut werden muss - dann könnte die Begrenzung direkt doppelt “wirken”:

  • wenn direkt nach dem abtauen wieder mit mit hoher Leistung gestartet wird - vereist es auch um so schneller wieder
  • wenn generell mit höherer Leistung geheizt wird (und dann ggfs. getaktet wird), dann vereist es auch schneller (bei gleichzeitig schlechterem COP)

Auf die Effiezienz hat es dann auch doppelt Einfluss:

  • höhere Leistung bei tieferer Temperatur bewirkt i.d.R. schlechteren COP
  • dadurch bedingter durchschnittlich höherer Vereisungsgrad bewirkt auch schlechteren COP

So ist es… Beim Auto - wie auch bei der Heizung - kommen nat. noch viele weiter Faktoren hinzu:

Zb. macht es beim Auto EXTREM viel aus, wie gut ich die Topografie und generell die im Fzg. gespeicherte kinetische Energie nutze. So kann es zb. sehr viel Sinn machen, wenn man vor einem Gefälle schon Gas raus nimmt um dann möglichst viel “Schwung” vom Gefälle mitnehemn zu können. Die (leider in der Praxis gefühlt zu 99% vorkommende) Alternative: Stur am Gas bleiben bis zur Kuppe - dann direkt bremen anfangen, denn es geht ja nun bergab…

Oder auch generell die kinetische Energie nutzen: Man geht eigentlich davon aus, dass die Autofahrer selber wissen, wohin sie fahren. In der Praxis sieht es aber nicht so aus, denn Gas rausnehmen vor Ortsgebiet / Kreisverkehr / Kreuzung / Ausfahrt etc. scheint “out”. Besser mit vollem Tempo hin und dann zusammenbremsen… :upside_down_face: Oder noch besser überholen und dann bremsen, abbiegen. Perfekt. :see_no_evil_monkey:

Ähnlich nat. auch bei der Heizung:

Wenn man davon ausgeht, dass tagsüber die Sonne scheint und die Aussentemperatur deshalb steigt + auch weiß, dass eine Luftwärmepumpe ihre Energie der Aussenluft entzieht und deshalb mit steigender Aussentemperatur zunehmend wirschaftlicher wird - bei fallenden immer schlechter…

:thinking:

Genau, dann ev. besser nicht da heizen, wo es am unwirtschaftlichsten ist… (siehe die "@win Methode”) :wink:

Manche (ich zb.) machen es trotzdem, dem fehlenden Komfort dieser Variante geschuldet.

Aber es ähnelt der “Berg runter rollen” Methode beim Auto: Besser dann beschleunigen (=heizen) wenn es billig ist (=höhere Aussentemperatur) oder gar gratis (=eigener PV Strom) als dann wenn es teuer ist…

Und so wie es beim Auto (wenn möglich) auch Sinn machen kann dann bei “gratis Energie” auch mal das Auto schneller werden zu lassen als eig. “nötig” - so macht dann auch ein “Überheizen” ggfs. Sinn.

1 „Gefällt mir“

Was passiert denn mit der elektrischen Leistung, wenn sie nach dem einschalten 500 Watt anstatt 300 Watt beträgt?

Ich weiß was du meinst, aber ….

Ich greife mal das Beispiel auf. Letztendlich geht es ja darum was ich in einer Stunde verbrauche. Und das Beispiel hakt, denn was passiert nach den 30 Minuten? Du schaltest ja nicht ab, sondern heizt vielleicht mit 400 W weiter, das dürfen wir nicht unterschlagen. In der zweiten Stunde heizen dann beide Varianten z.b. mit 400 W um die Temperatur zu halten. In der ersten Stunde hast du aber mehr verbraucht

Du gehst - weshalb auch immer - offenbar immer davon aus, dass es keine Rolle spielt bzgl. Effizienz mit welcher “Last” die Split Klima läuft. Aus diversen Gründen ist das aber nicht der Fall. Da doch großteils O.T. und von dir auch meinem Vernehmen nach nicht akzeptiert der Einfachheit halber nur ein Bild von KI Antworten:

Es ist eben nicht egal, wie schnell man eine definierte Menge Energie erzeugen möchte. Das ist nicht nur, aber insbesondere bei Wärmepumpen aller Art der Fall…

Das ist mir alles bekannt. Ich kürze mal ab, vielleicht habe ich mich auch falsch ausgedrückt. Und spreche dich jetzt persönlich an.

Also wenn du nicht in die Steuerung eingreifst, Werte für die Bedarfssteuerung manuell änderst usw., dann läuft die Anlage mit einer unnötig hohen Leistung und der COP verschlechtert sich. So habe ich dich jetzt verstanden. Auch den Hinweis betr. Offtopic, dann lasse ich das jetzt hier mal.

Danke für deine Antwort.

Ja und Nein.

Es kommt auf die Art der Nutzung an.

Wenn du die Anlage (wie ich) durchgehend laufen lässt, wird es ggfs. kaum einen Unterschied machen. Denn dann läuft die ja auf sehr geringer Leistung immer durch - idealerweise ohne takten - dann gibt es gar keine “Situation” wo die Anlage quasi plötzlich “aufdrehen” möchte.

(Ausnahme eben ggfs. bei Abtauen etc.)

Die Heizstrategie von @win ist quasi das “extreme Gegenbeispiel”:

Also wenn man meine Situation mit der von win vergleicht:

  • Durchheizen vs. (ausnahmslos) bedarfsweise heizen
  • relativ gut gedämmt vs. ungedämmt
  • “Wohlfühltemperatur” jenseits von 23° vs. ca.? 20° (oft wohl noch weniger)

Also was würde die Anlage bei win machen ohne “Bedarfssteuerung” etc. wenn die Hütte ausgekühlt ist wenn er morgens die Anlage anwirft? VOLLGAS :see_no_evil_monkey:

:see_no_evil_monkey:

Das ist dann eben i.d.R. mit einer Wärempumpe nicht effizient…

Jetzt kommt es eben ganz darauf an, “bedarfsweise heizen” spart (mehr oder weniger) IMMER Energie, kostet aber (mehr oder weniger) IMMER auch Komfort etc. Was dann überwiegt, ist individuell und subjektiv…

Was win macht, “funktioniert” mit der LLWP. Da macht es auch Sinn. Mit zb. LWWP würde es wohl eher weniger Sinn machen bzw. sinnfrei sein.

Es ist wie überall im Leben: Es gibt nix geschenkt;) Wenn man sein Ziel (=gewünschte Temperatur) schneller erreichen möchte - kostet das i.d.R. mehr Energie…

Gerne - darum geht´s ja hier :+1: :wink:

Das wäre so, wenn es keine Wärmepumpe wäre, sondern eine Direktheizung.

Bei einer Wärmepumpe ist es in der Regel so: Je höher die mit ihrer Leistung nach oben geht, um so schlechter die Effizienz. Der COP sinkt also. Es ist fast immer so, dass bei niedrigster Modulation des Verdichters die Effizienz am höchsten ist, dort ist also das Optimum. Bei einigen Geräten, die sehr weit herunter modulieren, ist das Optimum ein klein wenig höher. Und dann gibt es auch noch den Einfluss, wie schnell der Lüfter am IG läuft. Je höher, um so effizienter die Anlage.

Es ist dann also in deinem Beispiel eher so: 30min mit 1000W entspricht z.B. 45min mit 500W.

Doch, im Automodus orientiert sie sich am Wärmebedarf des Vortages. Aber es bleibt auch einfach nur eine Begrenzung, wie weit sie hochdreht. Wenn die Anlage sich erstmal eingeschwungen hat und es nur noch darum geht, die Temperatur zu halten, ist es fast egal, ob du eine Bedarfssteuerung an hast oder nicht. Lediglich nach Taktpausen oder nach Abtauzyklen spielt es wieder eine Rolle. Ohne Bedarfssteuerung läuft die dann evtl. mit deutlich mehr Leistung an und dann ist sie wieder ineffizient.

Nein, das ist nicht der Sinn und Zweck der Bedarfssteuerung.

Bei 60% limitierst du einfach nur die Anlage. Beispiel: Wenn 60% auf 600W Aufnahmeleistung limitieren und dein Raum braucht gerade nur 400W, dann läuft die Anlage auf 400W und die Bedarfssteuerung entfaltet hier Null Wirkung, beeinflusst in dem Moment also nichts. Wenn sie taktet und nach einem Aus-Takt ohne Bedarfssteuerung mit 1000W loslaufen würde, würde sie mit Bedarfsteuerung bei dem Beispiel eben nur mit 600W loslaufen.

Mit den 600W verbesserst du die Effizienz dann, wenn die Anlage ohne Bedarfssteuerung auf 1000W hochgehen würde beim anfänglichen Hochheizen. Darum gehts, das ist der Sinn. Man könnte auch sagen, es bändigt die Anlage und hält sie mehr auf gemäßigte Leistungsbereiche.

Das wäre Unsinn. Im Normalfall, also ausgeglichene Temperatur, die nur gehalten werden soll, da darf die Bedarfssteuerung noch nicht greifen. Das ist zumindest der Normalfall. Mag sein, dass es Leute gibt, die sich nicht für die Temperatur interessieren, sondern unbedingt nur x-Watt verbrauchen wollen.

Durch das Verhalten und die Heizgewohnheiten kann man grundsätzlich viel einsparen. Und da macht es auch noch einen großen Unterschied, welches Heizkonzept. Eine LLWP hat den riesen Vorteil, einen Raum sehr schnell warm zu bekommen, weshalb man stärker bedarfsweise heizen kann. Eine LWWP ist das extreme Gegenbeispiel. Bei den normal niedrigen Vorlauftemperaturen hat man ein sehr träges System, da ist bedarfsweises Heizen schlicht nicht umsetzbar.

2 „Gefällt mir“

Aber auch nur, wenn die LLWP ausreichend Leistungsreserven hat. Meine alte Heißluftölheizung war auch überdimensioniert. Die konnte auch ein ausgekühltes Haus relativ schnell wieder auf Temperatur bringen.

Meine LLWP im Erdgeschoss kann alleine 50m² auf Temperatur halten, gerade so. Und das auch nur wenn sie durchläuft. Wenn ich Nachts den silent mode aktiviere, dann ist es morgens ein paar Grad abgekühlt. Dann braucht es etliche Stunden um wieder die gewünschte Raumtemperatur zu bekommen. Und das dann sicher nicht effizient, wenn es elektrisch deutlich über 1kw zieht (maximal 1,5kw), stundenlang, und das Außengerät auch noch quer über die Straße dröhnt.

Ja, die LLWP kann schnell die Luft erwärmen. Aber die ausgekühlten Wände kühlen die Luft ebenso schnell wieder ab. Ich kann unproblematisch die Raumluft um etwa 1° erwärmen, danach ist es wie als würde die LLWP gegen eine Mauer rennen, da bewegt sich erstmal garnichts. Nur wenn eben diese Mauer langsam sich erwärmt, wird es ganz langsam wärmer.

Meistens dürften LLWPs allerdings eher überdimensioniert sein, denn daß ich die Wärme von einem einzigen Gerät über die ganze Etage verteilen kann ist reines Glück, normalerweise hätte ich mindestens zwei Geräte benötigt, und dann ginge das mit dem bedarfsweisen Heizen auch.

1 „Gefällt mir“

Meine Rechnung stimmt schon, ich habe mich nicht auf den COP bezogen. Ich hätte besser Werte von 168 Watt zu 199 Watt eingesetzt und meine damit die erforderliche Mindestleistung. Ansonsten hast du natürlich Recht.

Das mag sein, aber ich bleibe dabei das sie dynamisch angepasst wird. Sonst würde sie bei einer Veränderung von Außen- oder Solltemperatur am nächsten Tag nicht mehr erwartungsgemäß heizen oder kühlen. Macht sie aber nach meinen Erfahrungen.

Das ist genau der Punkt den ich meine. Die Anlage nimmt nicht mehr Leistung in Anspruch als benötigt wird. Egal was in der Bedarfssteuerung eingestellt ist. Aber …

Es ist vollkommen logisch, das wenn ich bei einer Raumtemperatur von 15 Grad C eine Solltemperatur von 30 Grad C einstelle, das dann eine sehr große Leistung eingestellt wird.

Nur bei mir persönlich ist es so, das meine eingestellte Grundtemperatur von 16 Grad C eigentlich schon ausreichend ist. Fühlt sich wärmer an. Stelle ich doch mal auf 18 Grad C sprintet die Anlage doch nicht in der höchsten Leistungsstufe los. Aus meiner Sicht macht das gar keinen Unterschied ob ich eine manuelle Bedarfssteuerung eingestellt habe oder nicht.

Mir geht es wie gesagt darum, mit Hilfe eurer Erfahrung den Unterschied zwischen einer manuellen und der automatischen Bedarfssteuerung zu verstehen.

Das sagt Daikin zum Paragrafen 14a EnBW ab 2024:

Steuerung der Anlagen durch den Netzbetreiber

Netzbetreiber erhalten das Recht, die Leistung dieser Anlagen bei hoher Netzauslastung vorübergehend zu reduzieren. Dies geschieht nur in Notfällen, um eine Überlastung des Stromnetzes zu verhindern. Eine Mindestleistung wird jedoch immer garantiert, und der normale Haushaltsbedarf bleibt unberührt.

Da hat sich mir die Frage gestellt, wie die Leistung reduziert wird, wenn nicht über eine Bedarfssteuerung.

In allen Fällen steht das aber mit der Bereitschaft, Räume oder ein ganzes Haus komplett auskühlen zu lassen. Ich verstehe das bei schlecht oder nicht gedämmten Altbauten. In einem Neubau ist das sicherlich nicht zu empfehlen. Aber was die Trägheit betrifft hast du natürlich Recht.

Ja, das ist alles bekannt. Es zählt die Summe der Geräte in deinem Haushalt. Schön, wenn du ein Passivhaus hast und die Regelung bei dir nicht zutreffend ist. Bei mir schon und vielleicht noch bei anderen.

Für die Leistungsdrosselung muss extra Hardware verbaut werden. Bei Daikin ist das m.W. der Daikin Homehub. Die Bedarfssteuerung hat damit nichts zu tun.

Moderation: Ich verschiebe jetzt mal den ganzen Kram zur Bedarfssteuerung in einen extra Thread.

2 „Gefällt mir“

Du meinst die Bedarfssteuerung im Automatik-Modus? Da würde ich das auch so einschätzen, dass die da dynamisch anpasst. Der Vortag ist lediglich irgendwie eine Orientierung, welche Algorithmen dann dahinter hängen, wie sie die Leistung für den nächsten Tag anpasst und welche Limits sie setzt, das ist Blackbox, weiß niemand und hat wohl hier im Forum auch noch keiner im Detail erforscht.

Du stellst hier einen Zusammenhang her zwischen “Bedarfssteuerung” und einer Leistungsreduzierung durch den Netzbetreiber - den es eben nicht gibt.

Es sind völlig verschiedene Dinge.

Der Netzbetreiber kennt ja auch deinen Heizbedarf in dem Moment nicht;)

Klar, bei mehr als einer Split Klima wird man dann relativ sicher “reinfallen”…

@win Danke fürs trennen / verschieben :+1: :wink:

Bitte richtig lesen. Danke. Meine Frage war, wie der Netzbetreiber das steuert. Weil ich es nicht weiß. Es geht nicht um den Heizbedarf, sondern die Leistung. Wie wird die reduziert.

Das macht schon Sinn. Wenn ich an den Zusammenbruch der Stromnetze in den USA erinnern darf. Aber ich gehe mal davon aus, das die meisten Einfamilien- und vor allem Mehrfamilienhäuser über den 4,2 kW liegen. Aber wie gesagt, mich hätte nur interessiert wie das gesteuert wird.