ich denke nach über die Nutzung einer Split-Klima zum Heizen in einer Eigentumswohnung. Die Wohnung ist Teil eines kleinen Mehrfamilienhaus mit 5 Wohnungen (Baujahr 1994, Eigentümergemeinschaft). Die primäre Heizung ist eine Öltherme. Eine interessante Möglichkeit fände ich, wenn ich für die eigene Wohnung zusätzlich eine Split-Klimaanlage zum Heizen in Verbindung mit einer PV-Anlage einbauen und nutzen könnte.
Hier wäre nun die Frage: Wie kann ich die Heizung über die Split-Klima in die zentrale Abrechnung der Heizkosten über die WEG-Verwaltung einbringen? Da die Heizkosten im Mehrfamilienhaus entsprechend der Heizkostenverordnung z. T. auch über die Wohnfläche abgerechnet wird, wäre es sehr von Nachteil für mich, wenn die Heizleistung der Split-klima nicht für die Abrechnung bilanziell erfasst und in der Abrechnung berücksichtigt werden könnte.
Schwieriges thema. Ich hatte auch das problem. Es gibt eine vermietete Anliegerwohnung, die nebenkosten wurden 30 prozent wohnfläche und 70 prozent verbrauch berechnet. Es gibt in meiner wohnung einen holzofen und jetzt überall split klimaanlagen.
Jetzt ist es so, dass die ölheizung für meine wohnung komplett aus ist, meine wohnung wird nur noch mit holzofen und split klimaanlagen bezeizt. Deshalb habe ich die nebenkostenabrechnung geändert. Die ölheizung ist jetzt, wie eine gas-etagenheizung, nur für die vermietete wohnung zuständig.
Die ganzen jahre habe sicher zu viel öl-heizkosten bezahlt, weil ich mit holzofen zugeheizt habe die 30 prozent abrechnung über wohnfläche hatte.
Theoretisch könnte man:
die zimmer, die mit splitklimaanlagen beheizt werden , komplett aus den nebenkosten raus nehmen. Dann würden sich die nebenkosten auf den rest wohnfläche des hauses verteilen. Dabei würde natürlich auch ein teil des zimmers auf die restliche eigene wohnfläche umgelegt werden. Ob das machbar ist kann ich nicht sagen. Den heizkörper kann man stillegen, technisch ist das kein problem.
Wenn, dann heize ich für den mieter mit, denn unsere wohn-temperatur ist höher als die wohn-temperatur des Mieters. Aber wer wird denn son erbsenzähler sein. Wir haben auch nur 20 prozent restmüll, zahlen aber mehr als der mieter, weil unsere wohnung grösser ist. Das ist sowas von egal, jeder spart durch die gemeinsame tonne.
In häusern mit gas etagenheizung muss jeder mieter seinen eigenen gasverbrauch bezahlen. So wie beim strom auch. Mir ist nicht bekannt, dass es hier noch eine "allgemeine" verrechnung gibt. Die miter im 1.OG bemommen von unten und oben geheizt, haben hier einen vorteil. Bei zentralheizungen gibt es die 30 prozent wohnflächenberechnung ( restliche 70 prozent über verbrauch) Dadurch wird es etwas abgemildert, dass die wohnungen, die aussenwände haben, mehr heizen müssen als wohnungen die in der mitte sind.
Bei (m)einem privaten 2 familienhaus könnte auch rein über wohnfläche abgerechnet werden. Da gibt es eine sonderregelung. Man kann sich das aussuchen. Mein mieter hat viel weniger nebenkosten als der durchschnitt 2025 (laut internet). Weil ich selbst im haus wohne und auf geringe nebenkosten achte.
Echt? Also wir haben lange vermietet, und da gab es für jede Wohnung einen geeichten Wärmemengenzähler. Ich hätte jetzt vermutet, dass man bei einem Haus mit 5 Parteien heutzutage nach echtem Verbrauch abrechnet?
Also wir wollen das auch eines Tages mal so machen. Die Mietwohnung soll dann ebenfalls über SK beheizt werden. Wir werden dann eben so lange suchen, bis wir Mieter gefunden haben, die das so hinnehmen. Was soll ich denn später mal Gas oder sonstwas vorlegen um es dann ein Jahr später abrechnen zu können. Wasser nach Personen, der Müll wird gewogen und der Rest, wie Grundsteuer u.s.w. nach qm.
Hilft dir zwar nicht weiter, aber ich denke da muss ein Umdenken stattfinden. Ich möchte auf lange Frist kein Gas, Öl etc. mehr. Unser Haus soll aber auch nicht verkauft werden.
Bei meinem mieter gibt es mittlerweile auch ein aussengerät und 2 innengeräte split klimaanlage. Ich habe ihm freigestellt, ob und wie er das nutzt. Keine mieterhöhung oder sonst was gemacht. Das war alleine meine entscheidung. Es ist mein haus, geld ist da gut angelegt. Unser mieter nutzt die splitklimaanlagen. Die geht auf meinen stromzähler, das ist in meinem home assistant. Die stromkosten sind in der nebenkostanabrechnung. Im sommer schenke ich ihm den strom zum kühlen. Das kostet mich auch nix. Mit guter PV Anlage kann man so einfach strom verkaufen. Unser mieter hat die daikin app, kann seine innengeräte auch bequem mit smartphone steuern. Das geht halt über ne cloud. Ist in dem fall auch ok.
Es wird auch nach echtem Verbrauch abgerechnet, entweder mit den Wärmemengenzählern oder (inbesondere bei älteren Bauten wo eine Wohnung nicht nur EINEN Anschluss an die Zentralheizung hat) mit Mess-/Schätzgeräten an den Heizkörpern.
Aber: Laut § 7 HeizkostenV müssten mindestens 50%, maximal 70% der Kosten nach Verbrauch verteilt werden.
Das soll eine gewisse Fairness sicherstellen, damit auch diejenigen die selbst nicht/wenig heizen und von den Nachbarn profitieren einen Anteil bezahlen müssen.
Ja. Allerdings kann/darf/muß bei der Abrechnung auch ein Anteil nach Wohnfläche berücksichtigt werden. Üblicherweise als Ausgleich dafür, daß die kalten Wohnungen Nordseite über Keller alle anderen oben drüber mit heizen.
Beschreib mal genauer, was du dir da vorstellst. Ich habe noch nciht verstanden, was genau du damit meinst.
Ich sehe erstmal gar keinen Zusammenhang des zentralen Heizsystems mit deiner Split-Klima. Was du damit reinheizt, hast du weniger an Verbrauch bei den Heizkörpern. Was willst du da noch speziell berücksichtigen?
Welchen Verteilschlüssel habt ihr? 50/50 oder 70/30?
Beim den 30 prozent, die über wohnfläche abgerechnet werden, bingt das zuheizen nix, da gibt es kein "weniger". Wenn man räume mit ofen oder split klima zuheizt, zahlt man trotzdem die vollen 30 prozent für die wohnfläche. Ich habe den ofen auch wegen der guten wärme an, nicht weil ich kosten sparen wollte. Ein stückchen luxus kann man sagen. Das ding war so teuer, das amotisiert sich nicht für mich. Meine kinder haben später einen heizkostenvorteil.
Das ist ja auch vollkommen fair. Da gibts viele Gründe, warum ich mich weiter an der zentralen Heizung mitbeteiligen muss.
So, wie ich es verstanden habe, soll ja auch nicht 100% auf Split-Klima gesetzt werden, sondern eher ein Hybridsystem. Man nutzt also die zentrale Heizung weiter mit.
Blöd ist diese Heizkostenverteilung immer dann, wenn alle heizen wie die Weltmeister und man selbst sehr sparsam ist. Da zahlt man immer ordentlich für die anderen mit. Besonders dann, wenn 50/50 aufgeteilt wird.