Split-Klima für DHH

So, hier mal News von der Klimafront:

Die Ölheizung hat jetzt 2 Monate lang monovalent das Haus versorgt, so dass mir langsam mehr Daten für einen Vergleich der Systeme vorliegen.

Die Daten zur Klima findet man weiter oben. Die Ölheizung besteht aus einem Buderus Logano G115 mit Weishaupt WL5 Ölbrenner. Das Datenblatt sagt mir 1,7kg/h Ölverbrauch. Gemessen habe ich nur über regelmäßige Protokollierung des Betriebsstundenzählers. Angenommen habe ich ca. 1,1€/L von der letzten Lieferung (konnte damals nicht wirklich pokern - das wird bei der nächsten Rutsche besser).

Beachten muss man allerdings: Während der Ölbrenner aktuell 6 Heizkörper versorgt, hat die Klima nur zwei Innengeräte. Das merkt man natürlich im Komfort. Testweise geht die Ölheizung aber demnächst trotzdem mal für 2 Wochen in die Pause.

Die Frage, ob man in Zukunft eine LWWP oder 1-2 LLWP zusätzlich statt des Ölbrenners einbaut ist aber momentan wirklich nicht einfach zu klären.

Mein Schornsteinfeger (!) hat mir die Variante LLWP bei der letzten Emissionsmessung jedenfalls empfohlen - ohne zu wissen, dass ich da durchaus im Thema bin. Entsprechend war auch die Begeisterung, dass die Ölheizung bei 8°C nur mit knapp unter 40°C VL lief. Das ist wohl immer noch eher selten anzutreffen.

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Beim Heizen sehe ich eher klare Vorteile für die Truhe. Das Wandgerät hat einfach Schwierigkeiten die warme Luft auf den Boden zu bekommen. Der Temperatursensor an der Decke ist auch nicht von Vorteil, da sich da die warme Luft staut. Weiterhin finde ich es unangenehmer, wenn von oben die warme Luft kommt.

Du hast ja beides, wie ist deine Einschätzung dazu?

@stsc Den Sensor könnte man ja auslagern. Wurde an anderer Stelle auch schon mal beschrieben. Das es Schwierigkeiten gibt, die warme Luft nach unten zu bekommen kann ich nicht bestätigen. Dieses Problem existiert bei konventionellen HK aber auch immer.

Eher lästig ist, dass bei entsprechender Lüftereinstellung ein ziemlicher Wind weht der auch durchaus hörbar ist.

Ich sehe das grob gesagt wie Thorsten.

Die Truhe heizt ganz gut, ist aber lauter als das Wandgerät. Ich denke ein Wandgerät an gleicher Position (also auch unter dem Fenster) würde die Wärme genau so gut "an den Boden" bringen, wäre leiser und effizienter. Außerdem haben die MEL Wandgeräte der AY-Serie WLAN serienmäßig. Die Truhen nicht.

Bei der Perfera scheint die Truhe leiser zu sein und hat auch WLAN integriert. Das Wandgerät ist effizienter, man muss aber auch sagen, dass die Heizleistung der Truhe höher ist.

Hier mal wieder ein Update von mir:

Die Ölheizung läuft zusammen mit der Klima mittlerweile als bivalentes System. Aktuell geht die Ölheizung bei 10°C in den Sommermodus. Der Homeassistant merkt über einen Shelly PM mini, dass die Leistungsaufnahme der Heizung unter einen Schwellwert fällt und aktiviert dann die Klimas im Heizmodus. Prinzipiell könnte ich das auch schon früher machen (siehe Diagramm, rechnet sich schon bei niedrigeren Temperaturen deutlich). Dazu muss ich aber erst noch mit der Heizungssteuerung experimentieren. Der einfache Weg über die Sommerabschaltung lässt nicht weniger zu.

Seit dem 1.4. habe ich die Heizung komplett in den Sommermodus geschickt. Ich erwarte jetzt keine durchgängig niedrigen Temperaturen mehr und möchte verhindern, dass die Heizung bei 9° läuft oder schlimmer am Tag mal für 2h angeht und dabei nicht viel mehr als die Peripherie heizt.

Im Diagramm sieht man den Effekt der Bivalenz recht deutlich, wo die beiden Heizkostenverläufe ineinander übergehen.

Kurze Anekdote am Rande:

Ein Freund hat vor 3 Jahren neu gebaut (Fertighaus mit sichtbarem Fachwerk und ausgemauertem Gefache. KfW50 mit FBH) und heizt seine nicht unterkellerten 140qm für 60€/Monat mit Wärmepumpe. Wenn ich in der aktuellen Konfiguration nach dieser Heizperiode für meine beheizten 100qm unter 100€ bleibe, dann bin ich froh. Vollständig mit Klimas beheizt käme natürlich noch günstiger als mit Öl. Hier sieht man aber was heute ohne besondere Klimmzüge möglich ist im Vergleich zu einem teilsanierten Altbau.