Split-Klima Anlage

Hallo zusammen,

ich plane die Installation einer Split-Klimaanlage und würde mich über eure Einschätzungen freuen, ob sich das Obergeschoss mit einem zentral platzierten Innengerät sinnvoll kühlen lässt.

Geplant ist:

- Außengerät auf dem Balkon

- Innengerät vermutlich in der Diele im Obergeschoss

- Hauptsächlich soll die Anlage im Sommer kühlen; eine Nutzung zum Heizen in der Übergangszeit wäre ein netter Zusatz.

Zum Haus:

- Baujahr 2004

- Außenwände: ca. 0,17 W/(m²K)

- Dach: ca. 0,19 W/(m²K)

- Fenster mit Wärmeschutzverglasung: ca. 1,0 W/(m²K)

- Die Treppe führt offen bis in den Keller; erst im Keller gibt es eine eigene Tür zur Abtrennung.

- Gasheizung (11-22kW, viel zu überdimensioniert :D), sowie Kaminofen (7kW)

- PV-Anlage mit 13,2kW Peak ist vorhanden

Die Split-Klimaanlage soll also keine vollständige Ersatzheizung werden. Im Vordergrund steht das Kühlen des Obergeschosses; die Heizfunktion wäre vor allem für die Übergangszeit interessant.

Anbei sind die Grundrisse. Eine konkrete Position für das Innengerät ist darauf noch nicht eingezeichnet – die Diele wäre aber aktuell mein bevorzugter Standort, mit dem Außengerät auf dem Balkon.

Meine zentrale Frage:

Kann man mit einem Innengerät in der Diele das gesamte Obergeschoss effektiv kühlen? Betroffen wären vor allem die angrenzenden Schlafzimmer. Dass bei geschlossenen Türen kaum Luftaustausch stattfindet, ist mir bewusst. Ich frage mich daher, ob die zentrale Position trotzdem sinnvoll ist oder ob letztlich nur der Flur profitiert. Ich habe schon von mehreren gelesen, die dies so in etwa umgesetzt haben und für die scheint es zu passen, aber jedes Haus ist nunmal anders und daher bin ich mir etwas unsicher bei unserem.

Besonders interessieren mich eure Erfahrungen zu folgenden Punkten:

- Ist die Diele grundsätzlich ein guter Standort für ein einzelnes Innengerät?

- Welche Position und Ausblasrichtung würdet ihr anhand des Grundrisses bevorzugen?

- Wie stark wirkt sich die offene Treppe zum Keller aus?

- Welche Leistungsklasse könnte für diese Konstellation ungefähr passen?

- Macht die Heizfunktion in der Übergangszeit üerhaupt Sinn?

Vielen Dank vorab für eure Einschätzungen und Praxisberichte!

Kühlung über Diele ist immer so die Sparversion, wo niemand so richtig weiß, ob das funktionieren wird. Das man dann die Türen immer alle offen lassen muss, ist klar. Teils brauchts vielleicht noch Ventilatoren, um die Wärmeübertragung zu verbessern. Und wenn die Kinder älter sind, wollen sie vielleicht keine offenen Türen mehr.

Problem bei dir könnte auch sein, dass die kalte Luft die Treppe nach unten fällt und oben gar nicht viel ankommt. Lässt sich der Bereich zur Treppe irgendwie "absperren" durch Vorhang oder ähnliche Möglichkeiten?

Generell sollte bei deinen guten Dämmwerten und wenn du Fenster verschatten kannst, eine 3,5kW Anlage reichen. Mehr macht eh keinen Sinn, weil du die Leistung gar nicht vom Flur durch die Türen bekommst.

hmm ... ok dann doch eher 2x duo-split (oder nochmehr-split)? wäre dann hier eher 2x2 kW oder eher 2x1,5 kW angebracht? ich denke eher die 1,5 kW bei den Raumgrößen oder?
Ein Vorhang kommt leider nicht in Frage :frowning:

Hier kann ich von unserem Sommer 2026 mit zwei Innengeräten im OG (Schlafzimmer und Kinderzimmer) berichten. Da die beiden weiteren Räume im OG erst jetzt ihre Innengeräte erhalten war das eine gute Gelegenheit zu testen wie sich die Kälte verteilt.

Und ich muss sagen, die Verteilung klappte erstaunlich gut. In der Draufsicht befindet sich das Kinderzimmer im Nord-Westen und das Schlafzimmer im Süd-Westen. Gleich neben der Kinderzimmertür ist die Treppe nach (Norden) unten in den Vorflur der eine eigene Tür zum Mittelflur hat. Es handelt sich um eine gegossene Betontreppe ohne Öffnungen in den Keller.

Definitiv fällt die Kälte die Treppe herunter und der Vorflur im EG ist schon recht kalt (Sollwert beider Innengeräte war auf 18°C eingestellt weil die Geräte über Nacht aus sein sollen). Sie verteilt sich aber auch gut in das Büro gegenüber des Kinderzimmers im Nord-Osten sowie ins große Badezimmer im Süd-Osten.

Subjektiv würde ich sagen Verteilung ist gut, lässt sich sicher noch verbessern bzw. zielrichten indem man der Kälte vor der Treppe einen "Stopper" verpasst - wie win es vorschlug mit einem Vorhang oder Ähnlichem.

Allerdings was die offenen Türen angeht bin ich auch kein Fan von. Aus mehreren Gründen und das Argument dass das oder die Kind(er) mal ihre Privatsphäre haben wollen und auch die Schlafzimmertür wohl nicht immer offen stehen wird machen Innengeräte je Raum sicher mehr Sinn.

Ende des Monats wird unser OG durch zwei Außengeräte vier Räume versorgen, das kann ich jedem nur so weiter empfehlen. Damit steht je eine Duosplit auf der Westseite und der Ostseite.

Mit offenen Türen im Hochsommer während der Hitzephasen lag die elektrische Leistungsaufnahme der 2AMXM40M + ATXM25A + ATXM25A Kombination immer so um 500W. Lässt man die Zimmertüren geschlossen pendelte sich die Leistungsaufnahme nach der Anlaufphase bei irgendwo um die 100-200W ein.

Das Dach ist 2018 gedämmt worden (ich meine 0,17W/m²/K), die Außenfassade West und das halbe Erdgeschoss auf Süd- und Westseite in 2025 (zusammen mit den 91er Fenstern 0,22W/m²/K).

Wir kommen also bei rund 64m² Wohnfläche (Dachschrägen jetzt mal nicht abgezogen) mit einer 4kW locker hin. Die Fenster waren natürlich je nach Sonnenstand entsprechend verdunkelt, sind aber auch uralt.