Die Speicherpreise (zumindest für Heimspeicher) sinken nach meiner Wahrnehmung derzeit rapide.
Selbst die BYD HVM Hochvolt Elemente sind im Preis über 20% runtergekommen ggü. Anfang des Jahres.
(Anfang 23 Preis ca. 6500€ für 11kWh jetzt unter 5000€ für den 11kWh Speicher entspricht ca. 450€ pro kWh plus Installation)
Anfang 23 waren die Dinger auch kaum lieferbar.
Selbstbau Speicher nähern sich der Grenze von 100€ pro kWh (derzeit noch 120-150€ je nach Bausatz und verwendetem BMS bzw. Balancer - Tendenz fallend)
Bei all diesen Preisentwicklungen ist für die meisten hier eine Amortisation eines solchen Invests zumindest im Hinterkopf.
Da sollte man sich genau überlegen oder mit einem Simulationsmodell berechnen unter welchen Bedingungen der Speicher sich amortisiert.
Von April bis September ist ein Speicher mit einer Kapazität von 8-12kWh bei einer PV mit gleicher Leistung (8-12kWp) für 90-95% des Stromverbrauches eines Normalhaushaltes ausreichend. (ca. 4500kWh Jahresverbrauch) für einen nahezu stromautarken Betrieb.
Schwierig wird es im März und Oktober, da bräuchte man vermutlich schon die doppelte bis dreifache Kapazität des Akkus im Verhältnis zur PV-Anlage und wäre nur zu ca. 80% stromautark.
Von November bis Februar sinkt die Autarkie selbst mit einem 5 oder 10fachen Speicher im Verhältnis zur Anlagengröße Richtung 15-20%, weil in der Zeit garnicht genug von der PV-kommt, um den Speicher zu füllen.
Daher ergibt sich für die meisten (solange sie den Speicher nur aus der PV laden) eine optimale Speichergröße in kWh zwischen 1-2 mal der PV-Anlagenkapazität in kWp.
Alles andere ist rausgeschmissenes Geld.
Erst wenn ich die Speicher aus dem Netz lade und damit meine Strombezugspreise optimieren kann, lohnen sich in Kleinanlagen bis 15kWP größere Speicher.
Auch für diese Speicher muss ich eine Amortisationsrechnung machen, welche die unterschiedlichen Strombezugspreise einbezieht.
Bei einem Delta von 8ct zwischen Bezugspreis im Hochpreis und Niedrigpreis, lohnen sich bei einem Stromzukauf (alles, was die PV und der wie oben beschriebene passende Speicher nicht abdecken können) von ca. 3500kWh im Jahr, nur Speicherkosten von 2700€ bei einer angenommenen Amortisationszeit von 10 Jahren.
Eine solche Berechnung und Umsetzung wäre also durchaus für Eigenheimbesitzer mit einem Zeithorizont von 10 Jahren für die Amortisation zu realisieren, sofern die Größe des zusätzlichen Speichers den Tagesverbrauch abdecken könnte und nur zu dem niedrigsten Preis der Strom gekauft würde.
Es sind also sehr viele Nebenbedingungen einzuhalten, damit ein größerer Speicher sich für Eigenheimbesitzer lohnt.
Daher ist aus meiner Sicht eher die erzeugungsnahe Umwandlung von Strom in speicherbares Gas zielführender, um die kontinuierliche Abschaltung der EE-Erzeugungskapazitäten bei gleichzeitiger Bezahlung zu minimieren oder aufzuheben.
Herzliche Grüße