Hallo in die Runde, ich betreibe eine Solaranlage mit 10 Solarplatten a 450 Watt mit drei Wechselrichtern von Growatt. Ich hatte vor 3 Jahren mit einer Balkonsolaranlage gestartet und nach und nach erweitert. Nun möchte ich gern noch einen AC gekoppelten Speicher ergänzen. Wie kann ich drei Wechselrichter an einen Speicher anschließen? Wie soll ich vorgehen und was muss ich beachten?
Die Modellbezeichnungen der Wechselrichter sind
MIC 800 TL-X
MIC 1000 TL-X
MIC 1500 TL-X
Ich habe z.B. den Marstek Venus 3.0 mit 5kWh der steckt bei in einer Steckdose (einzeln abgesichert) und am Zähler hängt ein Ecotracker. Damit regelt sich das System von selbst.
Alternativ kannst Du natürlich die PV Module DC seitig an einen Balkonktaftwerk Speicher anschließen
Man kann entweder einen reinen AC-Speicher mit Leistungessung am Hauptverteier nehmen, oder evtl. besser, einen der 3 Growatt ersetzen mit einem stringfähigen all-in-one wie Maxxisun. Der braucht dann auch die Leistungsmessung.
Danke Auric für den Hinweis. Ich bin bisher davon ausgegangen, dass die drei Wechselrichter an den Speicher angeschlossen werden müssen, woher weiß der Speicher sonst, ob er laden oder Strom abgeben soll?
soviel ich weiß haben deine drei Growatt eine Startspannung von 50 Volt. Das heißt im Umkehrschluss das du zur optimalen Nutzung eine Stringspannung von ca. 120 Volt haben solltest. Selbst wenn du nur 65 Volt oder etwas mehr hast entfallen bei dir die Niederspannungsbatterien.
Wie hast du denn überhaupt deine 10 Stück Solarzellen aufgeteilt. Die Growatt laufen optimal mit bis zu 11 Ampere können aber maximal 13 Ampere ab. Deine Solarmodule scheinen ja mit 450 Watt moderne Module zu sein. Diese liefern aber in der Regel etwas über 13 Ampere im Impp. So kannst du die Module ja nur in Reihe verschalten haben. Das heißt bei 10 Modulen 3 Stück in Ostrichtung, 3 Stück in Westrichtung und 4 Stück in Südrichtung.
Ist natürlich nur eine Theorie von mir aber zwei Wechselrichter würden da auch reichen. In Ost und Westrichtung würde einer deiner Wechselrichter reichen da die volle oder auch nur viertel Leistung der sechs Module niemals erreicht werden kann. Das hängt aber von deinem Impp ab. Der Mic Growatt lässt sich auch heute noch ohne Probleme aufbohren, falls es daran liegen sollte.
Nun zu deiner Frage, Ich würde den Maxxicharge 3 oder 5 mit ccu nehmen. Er hat drei seperate String Eingänge die ähnlich hoch in der Eingangsspannung sind. Er kann alles was du brauchst. Sogar eine Anmeldung und die Freischaltung der Einspeisung von 2,3 KW ins Landstromnetz übernimmt der Verkäufer. Natürlich kostet das etwas zusätzlich aber dafür brauchst du dich um nichts kümmern. Den steckst du einfach in eine Steckdose und dann kann deine Solaranlage anfangen zu produzieren. Das V2 Ready 2 System schützt dich vor Überlastung oder Überhitzung.
Ergänzend zu Pluspols technisch sehr guter Antwort noch der Punkt aus der "Berater"-Perspektive, den man bei sowas gerne vergisst:
Das Prinzip bei AC-gekoppeltem Speicher ist, dass er nicht mit den drei Growatt-Wechselrichtern einzeln "spricht", sondern einfach am Hausnetz hinter dem Zähler hängt und über einen Energiesensor/CT-Clamp am Netzanschlusspunkt den Gesamt-Überschuss aller drei WR zusammen misst und lädt. Das heißt, die 10 Jahre alten Growatt-Geräte müssen nicht kompatibel oder "modern" sein – der Speicher ist komplett unabhängig von deren Alter oder Marke, solange die Summe stimmt.
Zwei Dinge, die ich vor dem Kauf klären würde:
Anmeldung/MaStR: Sobald der Speicher dazukommt, muss die Anlage im Marktstammdatenregister aktualisiert werden (zusätzliche Erzeugungseinheit bzw. Speicher). Wenn eure Anlage ursprünglich als Balkonkraftwerk mit vereinfachter Anmeldung lief, kann die Erweiterung dazu führen, dass ihr aus der vereinfachten Regelung rausfallt – das würde ich vorher beim Netzbetreiber direkt nachfragen, nicht erst hinterher.
Export-/Anschlussleistung: Mit drei Wechselrichtern (vermutlich zusammen ca. 3,3 kW AC) plus einem AC-Speicher, der ebenfalls einspeisen kann, solltet ihr prüfen, ob eure bestehende Netzanschlussleistung bzw. ein evtl. vorhandenes Einspeiselimit (z. B. 70%- oder 0%-Regelung) das noch zulässt, sonst kappt euch der Netzbetreiber im schlimmsten Fall die Leistung automatisch.
Rein wirtschaftlich: Bei eurer Anlagengröße (vermutlich ca. 3-3,5 kWp) würde ich eher zu einem kleineren Speicher (3-5 kWh) tendieren, nicht zu groß dimensionieren – sonst ladet ihr ihn an sonnigen Tagen nie voll und die Investition amortisiert sich entsprechend langsamer.
Kurzer Nachtrag: Falls du bei der Umsetzung (egal ob Maxxicharge oder Alternative) nochmal eine unabhängige Einschätzung willst, oder dir zusätzlich ein Angebot für eine größere spätere Erweiterung einholen möchtest – ich kann dich bei Bedarf auch direkt mit einem passenden, geprüften Installateur aus deiner Region verbinden. Einfach kurz melden.