Deshalb schreibe ich auch immer und immer wieder davon, das wir das ganze nicht einseitig betrachten dürfen. Wir werden viele Maßnahmen brauchen und der größte Fehler wäre etwas auszuschließen
Alles richtig was du sagst aber wir müssen die Kosten schon im Auge haben und das Wirtschaftlichste bzw. Technisch nötigste zu erst machen..... alles gleichzeitig bekommen wir halt einfach nicht hin!!!
und teure Doppelstruckturen machen halt auch keinen Sinn...
Bin ich völlig bei dir aber von dem Aufbau von Doppelstrukturen sind wir doch wirklich noch entfernt. Ein Grund mehr dem Markt, nicht das gesamte System, aber mehr zu überlassen. Über die Idee der dynamischen Einspeisevergütung haben wir ja schon mehrfach diskutiert. Das würde bestimmt nicht alle Probleme regeln, aber bestimmt einige. Wozu es führt, nur blind pv Leistung zuzubauen ohne die Probleme des Netzes und der Speicherung zu lösen zeigt das Beispiel Österreich. Dort wird momentan eine Sperrung von zukünftiger Einspeisung diskutiert.
Ich sehe uns hier in SH auf eine ähnliche Situation zusteuern
In wie weit sich da viel Ausbau der Wärmenetze lohnt in Deutschland, das ist sicher eine interessante Frage.
Nehmen wir das Extrem an, es lohnt sich kein einziger zusätzlicher Fernwärme Anschluss. Dann sind die bestehenden Fernwärme Verbraucher trotzdem sehr hilfreich für die Energiewende, weil es bei Wärmespeichern enorme Skaleneffekte gibt. Da ist es eher realistisch Wärmespeicher für zwei Wochen zu dimensionieren. Dazu kann man da auch eher die gleiche Netzebene wie für die Windeinspeisung nutzen.
Die Verluste eines Wärmespeichers hängen in erster Näherung an der Oberfläche, der Speicherinhalt am Volumen. Ein Speicher für 1000 Haushalte hat also in etwa den gleichen Verlust über 10 Tage wie 1000 Kleinspeicher über einen Tag.
Saisonal ist leider eher 200 Tage als 10 Tage und dafür alles andere gleich bräuchte man dann nicht einen Wärmespeicher für 1000 Haushalte, sondern für 20^3*1000 = 8 Millionen Haushalte und da werden dann die Verluste bei der Wärmeverteilung entsprechend hoch. Bzw. es wird teuer, weil mehr isoliert werden muss, mehr Verluste akzeptiert werden.
Interessant für Einfamilienhäuser aber noch auf sehr niedrigem Entwicklungs Niveau finde ich Salze der Ameisensäure. Die könnte man als trockenes Pulver lagern, was doch deutlich einfacher ist als Wasserstoff in Druckflaschen. Vielleicht lässt sich ähnlich wie bei Wasserstoff eine Rückverstromung und Gewinnung bei milden Bedingungen realisieren.
Stand jetzt ist aber direkte saisonale Speicherung extrem teuer und ineffizient, besonders bei Einfamilienhäusern.
Indirekte saisonale Speicherung ist dagegen praktisch verlustlos. Bei Biomasse speichert man da nicht den Strom, sondern die Biomasse bzw. ein Zwischenprodukt wie Biomethan oder getrocknetes Holz.
Bei Wasserstoff kann man das Produkt speichern, zum Beispiel Ammoniak, und den Elektrolyseur und die Ammoniak Synthese im Winter abschalten. Oder bei Elektro-Stahl schaltet man den Lichtbogen Ofen im Winter aus und lagert den Stahl. Da speichert man nicht aus und braucht natürlich zusätzliche Kapazität gegenüber Verbrauch in Grundlast, also mehr Wasserstoff Elektrolyseure oder Lichtbogen Öfen.
Meine Erfahrung hier ist, dass da bei vielen Menschen für Wasserstoff kommt: super, Wasserstoff ist ein Speicher, also Auslastung völlig egal. Und beim Lichtbogen Ofen: das ist Energie intensive Industrie. Wenn die nicht mit 100% Auslastung läuft, bricht hier in Deutschland alles zusammen und die flüchten irgendwo hin wo es Grundlast Strom für fast nichts gibt.
Das stimmt allerdings beides so nicht ganz. Eigentlich sind auch Wasserstoff Elektrolyseure Energie intensive Grundstoff Industrie und haben hohe Investitions Kosten, die am ehesten mit Auslastung von 100% wieder reinzuholen sind.
Bei 20 GW an Elektrolyseuren, Lichtbogen Öfen und dergleichen in Grundlast mit 100% Auslastung, könnte man auf 80% Auslastung runter und bräuchte für die gleiche Produktion an Ammoniak, Elektro-Stahl und dergleichen 25 GW. Solange diese 5 GW an zusätzlichen Lichtbogen Öfen (und dergleichen) billiger sind als Reservekraftwerke und saisonale Energie Speicher, schafft man so viel indirekte Speicherung.
Hilfreich zur Orientierung finde ich Klassen bei der Residual Last, also die 8760 Stunden des Jahres aufgeteilt in die 200 Stunden mit höchstem Überschuss (muss in Batterien von Elektroautos und Power to Heat, Hauptsache das Equipment für die Einspeicherung/Nutzung ist extrem billig, eh schon vorhanden zum Beispiel für hohe Reichweite beim Elektroauto), die nächsten 1000 Stunden (Batterien können hier passen, wenn es um Einlagerung im Sommer tagsüber für die Abendstunden geht), eine große Mitte, wo Elektrolyseure laufen. Am anderen Ende muss für die größte Unterdeckung Biomasse ran, Lichtbogen Öfen werden ausgeschaltet.
Um so teurer das Equipment für die Herstellung von Grundstoffen, um so weniger Stunden sollte es ausgeschaltet werden. Beim Elektrolyseur könnten 4000 Betriebsstunden ideal sein, bei der Glasproduktion muss man vielleicht durchlaufen lassen und muss auf Wasserstoff/Biomasse/Hochtemperatur Wärmespeicher zurück greifen, und bei Elektro Stahl lässt man 8000 Stunden laufen.
Bei Agora Energiewende gibt es eine neue Studie, ganz genau wird deine Fragestellung zwar nicht getroffen, aber so eine ähnliche, also inwieweit lohnt sich die Nutzung sehr dezentraler Speicher in Haushalten (Wärmespeicher mit Wärmepumpe, Hausbatterie, Elektroauto) im Vergleich mit nur zentraler Speicherung (Wasserstoff und Großbatterie).
Die Studie kommt da unter bestimmten Rahmenbedingungen auf enorme Kostenvorteile für die dezentrale Speicherung, ein Faktor neun Unterschied.
Perfekt ist die Studie nicht. Für Deine Wunsch Fragestellung fehlt da die Optimierung nach Speicherort, Batteriespeicher am Ortsnetz Trafo werden zum Beispiel gar nicht betrachtet.
Mit fehlt die Betrachtung vieler anderer Flexibilitäten, Hybrid Wärmepumpen und große Wärmespeicher in bestehenden Wärmenetzen oder für die Industrie zum Beispiel.
Interessant sind auch die Zahlen für den Auslöser von Netzausbau in Verteilnetzen. Das wird in deren 2035 Szenario von Wärmepumpen dominiert, nicht von PV. Das hängt natürlich daran, dass nur reine Wärmepumpen angenommen werden und nicht besonders viel PV Ausbau an/auf/bei Wohngebäuden.
Also Ich habe jetzt nur mal so ein wenig mich eingelesen
Das Scheint mir doch ein wenig eine Studie zu sein wo eher der Wunsch der Vater des Gedanken ist.
Beispiel:
Die Dimensionierung der Speichersysteme orientierte sich an der jeweiligen Größe der Photovoltaikanlage, wodurch aufgrund der über die Jahre zunehmenden Anlagengröße im Mittel auch höhere Leistungen der Speichersysteme resultieren (durchschnittlich: 3,51 Kilowatt 2022; 4,28 Kilowatt 2029; 4,95 Kilowatt 2035). Die Speicherkapazität (Kilowattstunde, kWh) steht im Verhältnis eins zu eins zur Peak-Leistung der Photovoltaik Anlage (kWp) Seite 104 oben Rechts
So richtig kann ich das nicht glauben ich habe 24 KWP und ca 10 Kw/H Speicher auch wenn die Anlage Doppelt so gross wäre würde ich den Speicher nicht mehr grösser machen...zumindest bei den Jetzigen Bedingungen würde sich das NIe Rechnen nicht einmal Ansatzweise.
DAs mag bei Kleinen Anlagen bsu zu einem gewissen punkt passen aber Irgendwann wirds zumindest bei den Jetzigen Preisen Schwer den Speicher in Die Wirtschaftlichkeit zu bringen.
Und je mehr speicher das es gibt umso billiger wird dann wohl der Strom nachts werden.
Aber mal sehen vielleicht werde ich ja noch Positiv überrascht
Agora Energiewende ist für mich ne Sekte, ne Religion/Ideolgie fernab jeglicher Realität, ins Leben gerufen vom "besten" Wirtschaftsminister und Kinderbuchautor allerZeiten, der nicht mal weiss was Insolvenz ist, die Verwendung solcher Quellen ist gelinde gesagt unseriös
Politische Diskussionen und Anspielungen sind hier unerwünscht. Größtenteils ist der Inhalt der Studie sehr unpolitisch und hat wenig mit dem Auftraggeber zu tun
heute bei meinem Katerspaziergang ist mir doch nochmals was eingefallen wo ich gesehen habe wie schön die Sonne Scheint...
Wenn die Speicher an den Trafostationen wäre dann könnten sie im Falle eine größeren Störung doch auch kleine Inselnetze aufbauen gespeist von den Privaten PV Anlagen.
Die Wechselrichter müssten eigentlich über die Ausgangfrequenz Steuerbar sein.
Das Funktioniert sicherlich nicht überall aber zumindest im Sommer und auf dem Land müsste sich so die Resilienz des systemes erhöhen lassen ohe das grosse kosten auftreten da wir die Speicher ja ehh brauchen.
wie würdest Ihr das sehen? oder bin ich einfach noch nicht ganz ausgenüchtert?
-die Technik um diese Inseln zu bilden und auch regional abzugrenzen ist sicherlich aufwendig und verteuert den Speicheraufbau. Brauchen wir so etwas? Korrigiert mich gerne aber wie war das 8???? Minuten Stromausfall pro Jahr und Haushalt? Statistisch
wie schwierig ist es solche Inseln später wieder zu synchronisieren?
-ich habe bei meinem Heimspeicher schon die Möglichkeit eines Notstroms, allerdings in einem völlig separaten Netz.
the broad areas of a grid can include minigrids, and these can be made up of smaller grids, microgrids, which might be made up of even smaller units operating at the household level. And these can all be made to stand alone in the case of failure of the larger grid.
@sarowe1972 Ja schon a bissel schlimm werde halt auch nicht jünger !!
Zumidest bei mir ist es teilwweise so das ich nicht genügend Ladeleistung im Inselnetz habe ... sprich die PV Könnte mehr als der speicher Einspeichern kann....ich glaube nicht das es viel teuer wird aber ich gebe zu da kenne ich mich nicht so wirklich aus....
@sarowe1972 zum synchron schalten könnte man dann einfach das netz nochmals trennen aber ehrlichgesagt glaube ich nicht das das jetzt das Problem ist.
Die frage ist wirklich wieviel dieser extra aufwand denn nun Kostet....ich frag mal bei meiner Netzbetreiber Hotline nach ob die Alle Trafos von extern schalten können....falls ja dann wären die Schalteinrichtungen ja Praktisch schon vorhanden somit würde das nichts extra kosten und der Aufbau eines Inelnetztes dürfte lediglich ein Stück Software sein somit auch nicht so sehr teuer....denke ich zumindest.
Aber eine frage hätte ich noch sarowe---- hast du echt wegen 8 min ein Inselnetz zuhause aufgebaut ? hast du einen 1 phasigen Wechselrichter ? hast du einen Netzfreischalter eingebaut oder wie hast du das technisch gelöst ?