@gerhard75
Ein paar grobe Zahlen für Stützjahre sind ein Weg, an das Problem heranzugehen.
Für das Jahr 2030 nehme ich 200 GWp an PV, davon die Hälfte an Wohnungen. ja halte ich für absolut nachvollziehbar
Bei 40 Millionen Haushalten sind das 2,5 kWp pro Haushalt.
Für die nötige Speicher Kapazität nehmen ich einen Verbrauch von 70 GW an und 80% der 200 GWp über 4 Stunden, das wäre (200*0,8-70)*4=360 GWh oder 9 kWh (360 Millionen kWh durch 40 Millionen Haushalte), wenn die Speicher nur in Haushalten stünden. Berechnung Richtig!!! Das würde aber bedeuten das die ganzen Speicher auch wieder nachts ins Netz Entladen werden müssen um am nächsten Tag wieder die vollen 9 KW/h aufnehmen zu können, das wieder würde bedeuten das es einen Wirtschaftlich Anreiz geben muss damit die Speichernutzer oder auch reine Speicherbetreiber das tun..... wäre zwar Richtig aber so richtig glaube ich es noch nicht das wir das hin bekommen.
Beim Netz nehme ich an, dass der Bestand billig ist und Zubau teuer. Ja sehe ich genau so
Für den einzelnen Haushalt nehme ich 2,5 kWp*80%=2 kW Erzeugung über 4 Stunden minus 375 Watt mal 2 (tagsüber wird mehr verbraucht), bleiben 1,3 kW an Überschuss. Wenn 1 kW ohne Netzausbau exportiert werden kann, würde 0,3 mal 4 = 1,2 kWh an Batterie Speicher pro Haushalt reichen für Null Verteilnetz Ausbau.
Richtig gerechnet!! Das würde eben halt auch bedeuten das Speicher und PV Anlagen gleichmäßig über das Land verteilt sind .DAs sehe ich im Moment nicht ansatzweise
Auf dem LAnd Viel in den Städten eher wenig! EFH Viel Mehrfamilienhaus wenig.( Konkreter fall bei Meiner Freundin.... 7 Wohnungen da werden sich Besitzer und jene wo die Wohnungen Vermietet haben nicht so richtig einig was se machen sollen..
Ich finde deine Rechnung mit Mittelwerten an sich sehr gut!! ( Bill Gates und ich sind an Theoretisch beide Milliardäre
nur Spiegelt es Leider nicht Die Lebenswirklichkeit wieder....)
Das Ganze wirkt nur anders, wenn Du als Besitzer einer 24 kWp Anlage mit 37524=9 kWh Verbrauch und 24kWp25%*24Stunden=144 kWh Erzeugung arbeitest und vor allem die eigene Winterlücke mit Wärmepumpe im Kopf hast. 135 kWh Hochvolt Hausspeicher zu Solarteur 1000 Euro pro kWh sind unzumutbare 135000 Euro und damit ist nur der Überschuss von einem Tag gespeichert. Klar denkt man da an saisonale Speicherung.
Das Saisonale Speicherung mit Batterien nicht geht ist mir durchaus bewusst.
Wenn man aber über Haushalte mittelt und sagt, mit den 24 kWp hast du noch etwa 9 Haushalte mitversorgt ohne eigene Anlage im Jahr 2030, kommt eine notwendige Speichergröße zwischen etwa 12 kWh (Minimum grob, um Verteilnetz Ausbau zu vermeiden) und etwa 45 kWh
(wenn nötiger Speicher pro GWp proportional aufgeteilt wird). Das sind ganz erträgliche Werte, wenn man den Speicher für 200 Euro die kWh bekommt und ein erheblicher Teil der Vergütung am Speicher und nicht allein an den produzierten kWh hängt.
Richtig wenn man davon ausgeht das Ich einen Wirtschaftlichen Anreiz ohne viel Bürokratie bekomme den Speicher zu Betreiben das sehe ich moment nicht so wirklich kommen und bezweifle doch sehr das wir das bis 2030 hin bekommen!!
Und wen. Du mit der 24 kWp Anlage gedanklich 9 andere Haushalte mitversorgst, einschließlich deren Warmwasser im Sommer und etwas Elektromobilität und etwas Industrie, dann bleibt da überhaupt nichts übrig für saisonale Speicherung. Man muss nur Gas und Biomasse auf den Winter konzentrieren, also Warmwasser zum Beispiel nicht im Sommer mit Erdgas oder Biomasse machen.
Ja absolut richtig!! Aus diesem Grund habe ich auch eine Heizungsunterstützende Brauchwasserwärmepumpe bei mir eingebaut und meine Biomasse Pelletheizung steht die Kompletten Sommermonate. Wenn der Eigene Strom nicht mehr reicht und Netzstrom aufgrund von Wind günstig ist läuft das ding auch mit Netzstrom!!
Batteriespeicher und BWP werden im Sommer erst ab ca 11 Uhr eingeschaltet um Möglichst Netzdienlich betrieben zu werden. Ich bin mir der PV peaks im Sommer durchaus bewusst!!
Oder mit Biogas KWK Holz trocknen. Das Holz kann ruhig für den Winter getrocknet werden, aber mit Solarenergie und das Biogas, da macht man Biomethan draus und hebt es ebenfalls für den Winter auf. 100% zustimmung
Mir ist bewusst, dass ein paar der Rechnungen und Zahlen hier sehr aus dem Ärmel geschüttelt sind. Ich finde so Zahlenspiele zur Illustration und für eine erste Abschätzung von Dimensionen hilfreich. Absolut OK hier gehts ja nicht die letzten zwei Nachkomme stellen sondern drum wie das System in Zukunft aussehen müsste
Mein Fazit: Ich gebe deinen Ausführungen zu fast 100% recht und halte deine Berechnungen für logisch nachvollziehbar!! Ich würde mich auch sehr darüber freuen wenn ich Unrecht habe!! Ich glaube allerdings das du das so nicht hin bekommst weil einfach zuviel Gruppen in der Gesellschaft nicht mehr Verdienen können.
Als beispiel der BAuer wo bei uns in der Nachtbargemeinde das Wärmenetz betreibt würde dann nur noch im Winter Geld verdienen können zumindest mit Wärmelieferungen. Oder eben er müsste sein Gas vom Sommer im Gasnetz speichern und in den Wintermonaten mehr bzw zusätzliche verbraucher haben um die Umsatzeinbrüche zu verkraften...... dieser weg wäre zwar der Richtige aber ich fürchte er und viele andere würden sich dagegen wehren!
Ich möchte nochmals sagen das ich deine Überlegung an sich für Richtig halte nur lediglich den Gesellschaftlichen Wiederstand als zu gross einschätze!! ( zumindest im Moment ...leider )
PS: Noch ganz vergessen du lääst bei deiner Rechnung den Wind noch ganz aussen vor!! das dürfte den speicherbedarf doch nochmals erhöhen...