ich habe eine recht große PV Anlage mit 24KWp und erhalte 0,11€/KW/h Vergütung. Bisher hat die Anlage aus wirtschaftlichen Gründen keinen Speicher. Vor kurzen bin ich auf einen Marstec Venus Speicher gekommen. Da dieser erstaunlich günstig ist, stellt sich mir die Frage, ob ich einen solchen günstigen Speicher auch bei mir installieren kann?
Ziel wäre ein Plug and Play Gerät. So, dass ich keinen Elektriker brauche. Ich glaube, wenn ich bei max. 800W Entladeleistung bleibe, ist dies recht einfach möglich? Kenn mich hier nur nicht wirklich aus. Daher die Frage, wie kann ich meine o.g. PV Anlage am besten mit einem günstigen Speicher ergänzen? Und was wäre hier empfehlenswert?
Du brauchst nicht zwingend einen Elektriker zum Anschließen, nur für die Anmeldung beim VNB.
Im MStDR kannst Du den selber anmelden und wenn Du dich nur ein wenig mit Elektrik auskennst und vernünftigen Verbindungen im Elektrobereich, dann kannst Du das selber. Ich vermute, hier geht es um einen HV-Speicher, nicht NV? Da du hier mit höheren Spannungen zu tun hast, solltest Du dich also schon auskennen. Ich habe einen NV-Speicher mit 16 kW für 1800 Eur gekauft (vor kurzem) und konnte den problemlos selber anschließen und einstellen.
Der Speicher sollte mit deinem WR kommunizieren können. Im Zweifel ist aber auch das nicht nötig bei NV-Geräten, bei HV vermutlich schon. NV-Speicher sind immer noch deutlich günstiger als die HV-Varianten - deswegen überlege es Dir. Mit 800W bei deiner PV-Größe wirst Du nicht allzu weit kommen - das ist nicht Halbes und nichts Ganzes, wenn Du mich fragst.
Ein AC Speicher wie der Marstek kannst du I. V. mit einem IR-Lesekopf ohne Elektriker in Betrieb nehmen.
Die Frage ist auch hier die Wirtschaftlichkeit.
Wirkungsgrad eher unter 80%, d. h. Jede entladene KWh kostet dich mindestens 13 Cent entgangene Einspeisevergütung. Bei 30 Cent Bezugspreis sparst du pro KWh evtl. 17 Cent.
Wenn man von max. 5KWh am Tag ausgeht, wären das bis zu 85 Cent am Tag.
Bei 1000 Euro Anschaffung muss das Ding ~ drei Jahre laufen bis du auf Null bist. Wie lang das Ding hält, bzw die Garantiefälle ablaufen ist fraglich.
Hab selbst mit Marstek und Anker keine guten Erfahrungen erlebt Von anderen der gehypten Marken hört man auch von miesen Support.
Selbst reparieren geht bei einzelnen Komponenten und /oder DIY einfacher. Je komfortabler umso mehr Kosten.
Nach der neuesten DIN VDE AR-N 4105 gibt es in der Tat den Kleinstspeicher bis 800W Einspeiseleistung, den man selbst mit dem Formular F1.2 wird anmelden können (sobald die Netzbetreiber mal so weit sind - Übergangsfristen...).
Die Marstek Venus E hat per Default tatsächlich erst mal 800W max. Einspeiseleistung - lässt sich per App aber leicht auf 2500W umstellen. Und damit ist sie nach Norm dann kein Kleinstspeicher mehr. Es wird eine "harte" 800W-Begrenzung gefordert, das Ding darf einfach nicht mehr können.
Ich frage mich auch, ob es schon einen "F1.2-selbstanmeldbaren" Nachrüstspeicher auf dem Markt gibt. Mutmaßlich würde die Anker Solix E1600 AC die rechtlichen Kriterien erfüllen (insb. die max. 800W). Die soll neuerdings (angeblich?) auch mit dem EcoTracker "können", so dass man mit IR-Lesekopf arbeiten kann und kein Smart Meter im Zählerschrank einbauen muss.
Nur hat das Teil nur 1,6 kWh Kapazität. Die sind zwar durch Stapel-Zusatzakkus erweiterbar, diese gehen jedoch ziemlich ins Geld.
Die 5,12 kWh der Marstek Venus E für 'nen Tausender bekommt man damit nicht hin.