Solarthermie für zwei Speicher nutzen

Hallo,

zurzeit suche ich eine Regelung, die eine Solarthermieanlage zwischen zwei Speichern umschaltet. In Betrieb ist die ST Anlage zur Beheizung eines 300l Trinkwasserspeichers mit einer typischen Regelung vom Hersteller. Im Herbst ist ein 300l Pufferspeicher für meine WP hinzugekommen, dieser Speicher hat eine Tauscher- Wendel, die noch ungenutzt ist. In den letzten Tagen ist das Trinkwasser mehrmals bei 65 Grad angekommen und die ST schaltet mit bis zu 117 Grad auf dem Dach ab. Die WP läuft hingegen, um das Haus zu beheizen.

Die Wärme vom Dach möchte ich nun im WP Pufferspeicher nutzen - Die Verrohrung mit Mehrwegeventilen kriege ich hin.

Hat jemand einen Vorschlag zur Regelung eines Umschaltventils zwischen den Speicherwendeln? Zu kaufen…

Oder seh ich grad den Wald vor lauter Bäumen nicht?

sonnige Grüße

mobilsolar

Du brauchst nur nen Mischer und Dreiwegeventil und dazu nen billigen temperaturregler. Ist RL ausm HWS >60° schaltest um auf Puffer

Schau erstmal was dein Bestend Regler noch so alles kann. welche Eingänge, Ausgänge sind unbeschaltet?

Danke für den Tipp mit der Regelung, die kann nur zwei Temperatursensoren verarbeiten und schaltet eine Pumpe ein oder aus. Das macht sie seit 1997 zuverlässig, kann aber nicht mehr machen.

Jetzt ist mir nicht ganz klar, das Dreiwegeventl käme in den heißen Strang und ein T Stück in den kalten Strang? Stromlos wäre WW von der ST versorgt (Prio) und mit EIN vom Temperaturschalter würde das Dreiwegeventil den Pufferspeicher versorgen? Wozu den Mischer verwenden?

Mischer = Dreiwegeventil in langsam, ist eh des gleiche :slight_smile:

Langsam umschalten ist schlau, weil du Stress durch Ausdehnung verringerst

Kannst auch einen STC3008 nehmen. Dann hast 2 Ausgänge, in Reihe schalten. 1. Kanal einschalten bei Heisswasser >60°, 2. Kanal ausschalten bei Heizungswasser >60° oder was deine Heizkreise vertragen.


Ich würde beide Vorläufe mit T-Stück verbinden und die Umschaltung im Rücklauf machen. Kälter, lebt länger

Es scheint da ein wenig durcheinander ???

Der WP Pufferspeicher wird von der WP auf welche Temperatur gehalten ?

Ist das ein Hygiene-Speicher mit Durchlauferhitzer für WW ?

Die WP temperiert die Heizungen unmittelbar. Die VL Temperatur wird direkt von der WP geliefert, ohne Mischer.

Es sei dann ein Mischer notwendig, der den ST Überschuss auf VL Temperatur der WP regelt ?

Die einfachste Lösung - meine Meinung, ST demontieren, entsorgen, die Dachfläche mit PV bestücken.

@tageloehner Danke für den Tipp!

@vavuum

Die ST ist vorhanden, bleibt im Einsatz bis zum Repowering Anfang 2028 (Ende 49ct/kWh), dann ist PVT angedacht.

Ein paar Rohre im Technikraum sind für mich einfacher als Arbeiten auf dem Dach…

Der Pufferspeicher wird von der WP auf 45° gehalten, Altbau mit Heizkörpern, diese haben DECT Ventile und werden von Ventilatoren unterstützt, und werden von einer Pumpengruppe mit Mischer (derzeit ungenutzt) versorgt. Die Ventile regeln die Raumtemperaturen mit Nachtabsenkung. Der Pufferspeicher hat einen Heizstab für PV Überschussnutzung, die WP selbst hat einen Heizstab, der nicht genutzt wird (steht auf -20°). Die WP hat bisher maximal 2,6kW gebraucht. Sie ist laut Berechnungen im iSFP viel zu klein, funktioniert aber interessanterweise für uns. So wäre die Temperatur im Pufferspeicher bis 70, 80 Grad problemlos nutzbar, da die Ventile in den Räumen da sind.

Begriffe wie Vorlauf und Rücklauf finde ich bei ST verwirrend, da hier der Temperaturhub anders ist als bei einer Heizungsanlage…

Die WW Bereitung ist heute ein 300l Speicher separat, ST, Heizstab und eine kleine BWWp versorgen den.

Das Ganze ist Work in Progress seit August 2025. Die Gastherme von 1997 ist noch vorhanden und wäre einsatzbereit, ABER seit 13 Monaten haben wir KEIN Gas verbraucht. Nur Strom aus PV und Wasserkraft. Dieses Ziel habe ich erreicht - jetzt erst geht es mir um Effizienz…

Vom Dach: Vorlauf heiss, Rücklauf “kalt”

Ich frage mal wieder anders herum.

Die Wärmepumpe und der Heizkreis sind miteinander verbunden, der 300l Pufferspeicher wird momentan von der Wärmepumpe ohne die Heizwendel benutzt. Die Heizung bekommt ihr Wasser durch die eingebaute Pumpe der Wärmepumpe geliefert oder gibt es eine separate Heizungspumpe?

@roterfuchs ich habe eine separate Pumpengruppe für die Hausinstallation eingebaut. Sie nimmt das heiße Wasser aus dem Pufferspeicher und pumpt es durchs Haus.

Die WP belädt nur den Pufferspeicher, die Wendel dadrin ist aber noch ungenutzt. Genau das will ich ändern und die ST anbinden- zusätzlich zur WW Bereitung in einem separaten 300l WW Speicher.

Ich frage noch einmal vorsichtshalber.
So wie rechts hast du es. Die Wärmepumpe pumpt in den Speicher rein, und du hast eine separate Pumpe am Heizungskreis. Und da drin ist noch eine Winde, ungenutzt für ST.

ja, so ist es, so habe ich es eingebaut. Dazu ist ein PV Überschuss Heizstab drin und eben die ungenutzte Wendel… Das Bild ist in etwa das Ziel..

Ok, dann hast du ein “Problem”.

Der Puffer wird sich permanent durchmischen. Die Wärmepumpe arbeitet dann mit schlechterem COP. Ich weiss es nicht, weil ich ja deine Pumpe nicht kenne, aber plakativ pumpt die Heizungspumpe mit 500l pro Stunde durch die Heizkörper, die Wärmepumpe aber mit 1000l pro Stunde. Der Weg des geringsten Widerstandes im Puffer ist eine Fließrichtung von der Wärmepumpe mit 1000l reingedrückt zur Saugseite 1000l pro Stunde abgesaugt. Und ungefähr so sieht es dann bei der Heizung auch aus. Damit wird also der 300l Puffer fast gänzlich durchmischt. Die Wärmepumpe arbeitet damit schlechter, sie muss das Temperaturniveau nur von beispielsweise 42-45°C erhöhen. Du brauchst beispielsweise 2000W. Dann wird sie das mit COP3,5 machen, also 571W. Würde sie aber von 40°C auf 45°C erhöhen ist sie effizienter. Sie erzeugt immer noch nur 2000W, aber das mit COP4. Wären nur noch 500W. Das ist nur ein Beispiel! Die genauen Werte variieren stark je nachdem wie hoch die Durchmischung. Es soll nur aufzeigen, dass du mit denselben Komponenten, also der Wärmepumpe, effizientere Werte hättest wenn es anders aufgebaut wäre.

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Das Zweite ist dann was du vorhast. Das ist wiederum einfacher, weil du eine Pumpe für den Heizkreis hast. Die ST liefert Wärme, die Wärmepumpe schaltet ab. Wenn die Temperatur im Puffer höher wird, drehen deine Heizkörperventile zu, die sind dann quasi ein Mischer an jedem Heizkörper. Die machen dir quasi den thermischen Abgleich selber.

Also ja, du musst messen: Temperatur im Brauchwasser hat 60°C erreicht, dann 3-Wege-Ventil schaltet um auf 300l-Heizungspufferspeicher. Aber auch hier: Temperatur über xy°C, dann ST aus. Sonst kocht da drin das Wasser, geht ja auch nicht.

@roterfuchs ja, das “ Problem” habe ich…

so ist es derzeit

Ich würde dir raten nachzugucken wie es ist. :wink:

Man kann das anschließen wie auf meinem Bild, mit 4 Anschlüssen am Puffer. Oder man hat das angeschlossen mit T-Stücken am 300l-Puffer. Das kann ich auf dem Schaubild natürlich nicht sehen.

Es ist Handlungsbedarf, an mehr als nur einer Position :wink:

Bla.

Erstmal muss Überschusswärme in den 2. Puffer. Rest später.

Das mag einem so erscheinen - sehe ich auch

Installationsfehler beheben UND ST einbinden.

ST und WP funktionieren mit unterschiedlichen Temperaturen und benötigen andere Konzepte. Diese zu koppeln ist die Herausforderung.

Aus sehr bescheidener Erfahrung - ST dauerhaft sein lassen und voll auf PV

Auch PVT - ist mehr ein Trugschluss

Im Sommer hat man dann beheizte PV Module - .....

@tageloehner Also wäre ein Ansatz: im kalten Rohr den hier einsetzen

und im heißen Rohr ein T-Stück. Den Kugelhahn könnte ich dann mit Shelly 1 PM ansteuern mit Addon und Temperaturfühlern sowie Script (alles vorhanden) mit 230V ansteuern. Das hätte den Charme, dass es ein Zweidraht Kugelhahn ist und nur an/aus benötigen wird, 230V und integrierbar in meine vorhandene Shelly App oder HAass (Status, Fernbedienbar)

Zweidraht Mischermotoren habe ich nicht gefunden…

sonnige Grüße

mobilsolar

Einfacher ESBE Mischer reicht kriegst im besseren Baumarkt. Natürlich sind die 3draht. Zweidrahtsteller verbrauchen permanent Strom, Mischermotoren nicht. Steuerst halt mit 2 shelly Relais an oder mit Umschaltkontakt. An der Regelung über Hausautomation find ich nett, daß du die Wärme vom Dach besser geregelt auf beide verteilen kannst z.B. nur Boiler bis 55° und dann halbe halbe bis 60°

Im Prinzip kann deine Hausautomation ja die ganze Solarsteuerung mit übernehmen, montierst für die Solarthermie statt krachbumm ein-aus ne Pumpe mit PWM Eingang. Dann kannst gezielt Temperatur produzieren, mehr für Boiler und weniger für Heizung. Wird effektiver

Für das betätigen eines 3-Draht Mischers bieten sich Rolladenaktoren an, weil die immer den jeweils anderen Kontakt sperren. Bei einer 2 Shelly Lösung geht das über Software und könnte schief gehen. Rolladenaktoren können Bauartbedingt nur einen Ausgang zur gleichen Zeit schalten. Ob ein Shelly oder ein anderes Fabrikat der Wahl wâre egal.

Viele Grüße Sascha