Hallo, ich hab mir 2004 die erste Solaranlage auf der Südseite mit eigenem Zähler drauf machen lassen. Volleinspeisung.
Mein Arbeitskollege hat mir auf die Idee gebracht auch auf der Nordseite und auf dem Carport eine Solaranlage drauf machen zu lassen. Er hat auch eine und sagt, das lohne sich.
Jetzt liegen die ersten Angebote vor. Ich hab mir das durchgerechnet und komme auf 12 Jahre Break-Event Punkt. Allerdings nicht mit dem PV Tool von hier sondern ich bin über die kaufmännischen Parameter gegangen. Beim PV Tool von hier kommt ein Break-Even Punkte von 2000 Jahre raus.
Jetzt bin ich mir unsicher ob ich das richtig bewertet hab. Vielleicht ist jemand mit Erfahrung so nett und schaut mal "ob die Richtung" stimmt. Mir kommt es nicht darauf an, ob es sich in 10 oder 12 Jahren rechnet, ich will nur sicher gehen dass es sich rechnet auf absehbarer Zeit.
Ich hab mir das so ausgerechnet. bei 52% Effektivität auf der Nordseite und 88 % auf dem Carport bekomme ich 17981 kw pro Jahr (über 3 Onlinetools ausgerechnet, Mittelwert). Dann hab ich mir den Verbrauch meiner Heizung verteilt,. 70% Winte / 25 % Frühjahr, Sommer / 5 % Sommer. Dann hab ich das pro Monat umgerechnet. Zuerst die KW-Stunden dem Hausstrom zugeordnet, bleibt was übrig, geht der Rest in die Heizung, bleibt dann immer noch was übrig, wird der Verkauft zu 7,94 Cent abzgl. 30% (neue Regelung).
Damit bekomme ich gegenüber den aktuellen Summen die ich an Energie bezahle durchschnittlich eine Ersparnis von 247 €. Wenn ich diese als Kapitaldienst ansetzen, so rechnet sich mein Projekt nach ca. 11 / 12 Jahren. Angenommen wurde ein Preiserhöhung des Strompreises von 2%. Finanzierungskosten von 3,8%
Jetzt die Frage: Passt das grob zusammen oder hab ich einen wesentlichen Gedankenfehler drin?
Ich würde erst mal mit einem 10 kw Speicher angefangen, jedoch skalierbar bis max., je nach Hersteller, 33 oder 66 kw.
Selber montieren -> ich und Elektrik? -> 2 Welten prallen aufeinander. Das wird nix.
Aber die 12 Jahre wären für mich ja OK. Dann +/- bin ich in Rente und hab danach die Ersparnis, dass ich fürs Häus'le, Strom + Auto nix mehr Zahlen muss.
Klar, der Stromverbrauch wird sinken wenn die Kiddies (jetzt 20 und 22) aus dem Haus gehen. Aber eines meiner Kinder muss ich wahrscheinlich raus klagen. Das sitzt sich in Papas Keller fest . Aber das ist was, was ich derzeit nicht bewerten kann und muss erst mal an nehmen, dass es die nächsten 5-10 Jahre so weiter geht. In diesem Zeitfenster wäre der Großteil reingespart. Das wäre für mich OK.
Ich denke auch das evtl bei der Gegenüberstellung von Produktion und Verbrauch ein Ungleichgewicht sein könnte. ~24kwp sind zwar nicht wenig, aber was damit an einem Wintertag zusammenkommt... das können andere besser orakeln. Ich befürchte aber das es nicht genug für die Heizung sein dürfte. Und der Akku bleibt dann sowieso leer.
Das ist aber nur mein Gefühl, würde halt immer mit dem Worst-Cast im Winter rechnen. Ich hab z.B. bei Ost-West Ausrichtung in den letzten Monaten diese Milchmädchen-Werte (produzierte kwh pro kwp) produziert:
Oktober 2024: 26,6 (hier ging die Heizperiode langsam los)
November 2024: 8,06
Dezember 2024: 4,86
Januar 2025: 7,5
Das auf deine 24 kwp hochgerechnet:
638 / 193 / 116 /181
Ich vermute dein Strombedarf für die Heizung ist etwas größer
Im internet geistern genug daten rum. Ich würde mehrere seiten suchen, die Auskunft über den Ertrag ihrer pv Anlage auf nordseite und ost-west geben. Die leistung kann man über dreisatz angleichen.
Das hab ich auf die schnelle gefunden:
In excel kann man sich selbst übersichten erstellen , was in jedem Monat produziert wird, was man davon selbst verbraucht und was an einnahmen eingespeister strom rein kommt.
Das Problem und gleichzeitig der Vorteil einer Nordseite ist, das bei klarem Wetter und Sonnenschein fast nichts runter kommt. Dafür bringt eine flache(!) Nordseite bei leichter Bewölkung anständig was. Bei mittlerer Bewölkung halbwegs was.
Du bekommst also an den wertvollen Sonnentagen im Winter nahezu nichts. Und das tut weh. Du brauchst wenigstens 1/4 der kWp Leistung steil nach Süden.
So läuft es bei mir sehr gut im Winter. 5 kWp 360° drehbar, also volle Sonne im Winter und rund 15 kWp flach nach Süd und Nord.
Erst mal Danke für die Infos. Gestern war (endlich) auch mein Elektriker da, der mir das Haus vor 20 Jahren gemacht hat. Der hatte gute Vorschläge. Seine Vorhersagen waren ähnlich wie das, was ich mir so zusammengeschnitzt habe.
Wir hängen jetzt die alte Anlage (wo ich noch fast 40 Cent bekomme) auf die neue drauf. In 5 Jahren, wenn es kein Geld mehr gibt, oder der Strom teuerer ist als 40 Cent, schiebt dann die Südseite zusätzlich dazu. Die ist nahezu optimal ausgerichtet. 100% Süden / 30°, Ursprünglich hatte die mal 6,44 kwp, wir über das Alter etwas gelitten haben, aber wenn ich mir meine Vergütung so anschaue bringt die noch ca. 80%.
Zu obigen Beiträgen. Ich will ja nicht autark werden, ich will eigentlich nur wissen ob das so grob in die richtige Richtung geht. Dass ich im Winter noch Strom in ca. 3 Monaten zuschießen muss ist auch bei meiner Modellrechnung raus gekommen. Das habt Ihr ja mehr oder weniger bestätigt.
Aber zumindest in der Übergangszeit Frühjahr / Herbst könnte es klappen, ohne Zuschuss. der Sommer eh, da meine WP nur heiß Wasser machen muss.
Nach der gestrigen Durchsprache bin ich zum Schluß gekommen, dass ich das schon realisieren werde. Kommt dann nur noch auf die Technik / Preis an, was die einzelenen Anbieter zusammenstellen.