Und, hat geklappt? Mit der Anleitung von der Homepage eigentlich ganz gut zu schaffen, das einzurichten. Ich kann echt Linux Mint empfehlen, sehr Einsteigerfreundlich, wenn man sonst vor allem mit Windows zu tun hatte.
Hier noch ein Screenshot, wo man sieht, was beim AC-Laden passiert:
Die “Time lapsed” stimmt nicht, das kommt daher, dass ich das Notebook im Standby hatte zwischendurch. Er hat zu diesem Zeitpunkt gut eine Stunde geladen, mit 7 kW Wechselstrom. Am OBC (on-board charger) fallen 320-400W Verlustleistung an (schwankt etwas). Die Kühlmitteltemperatur für den OBC hat sich bei 65°C eingependelt, die Umgebungsluft war aber auch um die 5°C. Bin gespannt, wie sich das Ganze im Hochsommer verhält.
Die Akkutemperatur spricht auch sehr träge an, während der Stunde Laden gerade mal von 6,5°C auf 9°C gestiegen (sieht man auf der “Main”-Seite). Und dabei bin ich vorher bestimmt schon 20 Minuten mit dem Auto gefahren!
Sprich, ist der Akku kalt, bleibt er lange kalt, und im Umkehrschluss müsste es bei heißem Akku auch so sein, dass er sehr lange braucht zum Abkühlen. Gerade wenn es dann draußen eh schon 30°C oder so hat.
Falls jemand mitliest in diesem Tread und kein Interesse an aufwändiger Installation von Software oder Kauf von OBD Tools hat: Ich habe meinen e-Golf vor dem Verkauf von der Dekra auslesen lassen. Das Batteriezertifikat hat, soweit ich mich erinnere 110€ gekostet. Habe ich als Verkaufsunterstützung investiert. Nur am Rande das Ergebnis: nach 7Jahren noch 97% Kapazität.
Die DEKRA-Tests sind vermutlich leider mehr oder weniger Augenwischerei. Denn das Gleiche hatte ich vom damaligen Verkäufer meines e-Golfs erhalten, bevor ich das Auto Anfang des Jahres kaufte. DEKRA hat zu der Zeit satte 99% SOH attestiert:
Was das Auto selber berechnet, spricht eine andere Sprache:
Gut, jetzt muss man dazu sagen, dass laut OBD-Amigos-Programmierer der SOH bei kalten Temperaturen ggf. niedriger berechnet wird als er eigentlich ist. Aber ich werde nie und nimmer an die 99% SOH laut DEKRA herankommen.
Der beste Test vor dem Verkauf/Kauf ist meiner Meinung nach der vollständige AVILOO-Test, wo der Akku einmal von voll auf leer gefahren wird. Dort wird die tatsächlich nutzbare Energie in kWh berechnet, das ist der wichtigste Wert. Sieht so aus (ist nicht von meinem Auto):
Direkt bei VW kann man auch einen “Batterie Health Quicktest” machen, der scheint aber nichts Anderes zu sein, als das, was man auch selber mittels OBD Amigos auslesen könnte. Für das Geld, was dieser Test kosten wird, kann man sich auch selber einen OBD-Adapter holen und das auslesen.
Ja, habe ich eben mal gemacht. Hat geklappt. Danke! Tolles Tool.
Wie im Thread bei https://evw-forum.de/ diskutiert, ist allerdings der SOH des BMS im e-Up und e-Golf sehr gering und stellt nicht den SOH dar, den man für Ollis-Tool nutzen kann.
Ist auch nicht vergleichbar mit Aviloo, etc.
Werde im nächsten Sommer den e-Up vollladen (seit 4 Jahren war das Auto gerade mal 10 Tage mit SOC bei 100%) und bis auf ca. 5% entladen. Dann sehe ich wie viel in den Akku passt und wie viel herauskommt und kann auf dieser Basis den SOH analog zu Aviloo berechnen. Und sehe auch was das BMS berechnet.
Nachteil von Aviloo bei der Berechnung ist allerdings, dass diese nur schauen, was netto herauskommt. Selbst wenn viel mehr verloren ging (siehe Brutto/Netto-Unterschied).
Hallo wihz, ich stehe kurz davor mir am Samstag einen E-UP BJ 2016 zuzulegen und möchte auch gern paar infos zum Akku haben. kannst du sagen ob das Funktioniert hat bei deinem UP? Welches Baujahr ist dieser?
Mein e-Up wurde im Dezember 2021 gebaut und Januar 2022 zugelassen.
Das Amigos-Tool im Forum https://evw-forum.de/ hat funktioniert. Es wird aber nur der SOH aus dem BMS angezeigt, das den SOH sehr schlecht schätzt und wohl wesentich geringer als der wirkliche SOH ist. Insofern wärst Du wohl über den SOH enttäuscht, wenn Du diese Methode verwendest. Bei mir nur 87,5%, obwohl das vermutlich nicht stimmt Schau Dir dazu den Thread an. Toll ist das Tool aber, um die Abweichungen der einzelnen Zellen zu sehen, wie viele Zyklen der Akku hat und auch wie oft der Akku auf 100% Nutzung geladen wurde.
Wäre ich mir bzgl. des Zustandes des Akku unsicher, z.B. ob der Akku immer auf 100% geladen wurde (was für die Lebensdauer des Akkus schlecht ist), würde ich das Tool nutzen und den Aviloo-Test machen lassen.
Persönlich bin ich mit dem e-Up super zufrieden. Ist das Lieblingsauto in der Familie. Allerdings reduziert sich die Reichweite im Winter stark, wenn man die Heizung nutzt. Hat halt keine Wärmepumpe. Bei unserem Nutzungsverhalten würde ich mit dem kleinen Akku aus 2016 nicht zurecht kommen bzw. müsste mir zu viele Gedanken machen.
Ich würde daher persönlich nur den großen Akku nehmen, der seit September 2019 verbaut wurde. Bedeutet aber nicht, dass alle Erstzulassungen aus 2020 bereits den großen Akku haben. Manche standen längere Zeit herum, bevor sie zugelassen wurden.
Um sicher zu sein, hatte ich mir vor dem Kauf die VIN geben lassen und habe über einen ERWIN-Kurzzeitaccount geprüft wann der e-Up mit welcher Ausstattung gebaut wurde.
Danke dir für die ausführliche Antwort, wir werden wohl eine E-up kaufen (wenn alles passt) Erstzulassung 2016 mit 59tkm. Scheckheftgepflegt. Der aktuelle Besitzer meint 150Km im Stadtverkehr und 100km Autobahn bringt er (Sommer) wir wollen damit täglich Insg. 60km pendeln. Fahrprofil gemischt. Was mich allerdings stört ist, dass der Besitzer (seit2018) keine Wallbox hat und ihn immer nur beim Einkauf DC geladen hat. Er meint, voll war er grundlegend fast nie. Aber die NMC Akkus mögen halt einen Ladestom von 2C nicht wirklich. Deshalb frag ich mich wie man den SOH überhaupt sinnvoll prüfen kann vor Ort wenn selbst der ADAC test nicht wirklich aussagekräftig ist. Gibt es irgendwelche Ideen?
Ja, beim DC laden kann er beim kleinen Akku gut auf knapp 2C kommen. Beim großen Akku (32,3 kWh) sind das maximal 1C.
Ich würde mir persönlich Sorgen darum machen wie oft er auf 100% geladen hat und damit bei über 90% herumstand. Bei DC gibt es keine Möglichkeit das Laden auf einen bestimmtem SOC zu begrenzen. Das geht beim e-Up nur in 10%-Schritten beim AC-Laden. Wie lange er bei 100% herumstand, sieht man bei dem Tool unter “standing time fully charged” unter Test-Page. Siehe die Bilder unter OBD Amigos Hilfethread (e-up, Citigo-e, Mii electric, e-Golf) - Seite 6 - e-Mobilitäts Apps/Programme - eVW-Forum.de (Beitrag 111).
Wäre mir aber unsicher, ob der kleine Akku des 10 Jahre alten e-Up ohne Akku-Garantie im Winter beim Pendeln die 60 km (hin und zurück) hinbekommt.
Rechenbeispiel: Wenn Du den Akku auf maximal 80% lädst und den Akku bis auf 20%. Hintergrund: Bei unter 20% wird bereits das erste Mal die Leistung begrenzt. Unter 10% noch weiter. Der kleine Akku hat nur 16,4 kWh. 60% (Hub von 80 auf 20%) sind 9,84 kWh. Bei Nutzung der Heizung und Verbrauch von 20 kWh/100 km kommst Du auf unter 50 km Reichweite. Klar im Sommer sind 14 kWh kein Problem. Sollte der Akku aber beispielsweise nur noch einen SOH von 90 oder gar 80% haben, hast Du noch weniger nutzbare Kapazität bei dem Ladehub.
Und bedenke: Manchmal will man noch spontan etwas erledigen. Etwas Reserve ist beruhigend für die Nerven.
Ich würde mir persönlich an Deiner Stelle den e-Up mit großem Akku holen. Der hat die doppelte Kapazität netto. Da ist Dir dann auch die Degradation nicht mehr so wichtig. Und wenn Du einen e-Up ab 2020 holst, hast Du auch noch die Akkugarantie von 70% SOH innerhalb von 8 Jahren (oder max 160.000 km).
Darf ich fragen, was ein 2016er e-Up mit kleinem Akku kosten soll? Ist der so viel günstiger als ein e-Up mit großem Akku?
Wenn Du den e-Up mit kleinen Akku bei täglich 60 km pendeln kaufen willst, würde ich auf jeden Fall den großen Aviloo-Test machen lassen, bei dem der Akku geladen und entladen wird. Und dann noch einmal berechnen, was das für Deine Strecke bedeutet.
Kosten soll der Kollege 7k, aber langsam kippt die Stimmung in Richtung… lass uns noch etwas warten und was fundierteres kaufen. Wir fahren in der Regel Autos die nie mehr als 6-max 7K kosten. Selbst das ist schon ne Menge Holz vor dem Hintergrund das man es zu 90% nur dazu nutzt um Geld verdienen zu fahren. 10k oder mehr… so viel Geld bekommt nur unser selbstausgebautes Wohnmobil.
Und die späteren UP´s, MII´s und co sind ja alle meist noch teurer.
7k EUR für einen e-Up mit kleinem Akku ist ein guter Preis, wenn der Akku in Ordnung ist. Da würde ich den großen Aviloo-Test machen, um sicher zu sein. Und darauf aufbauend hier unter “Unsere Tools/E-Auto Akku Check” prüfen wie der Akku bewertet wird.
Dein Problem ist die Strecke von 60 km im Winter ohne zu laden. Das kann bei dem kleinen Akku knapp werden. Wenn Du bereit bist im Winter in Winterjacke ohne Heizung zu fahren, könnte das klappen. Oder wenn Du keine Probleme hast vor der Rückfahrt zu laden, sofern erforderlich.
Zum e-Up mit großem Akku. Sofern Du die aktuelle E-Auto-Förderung bekommst und Kinder hast, bekommst Du allerdings für den Preis des e-Up mit großem Akku auch schon einen Neuwagen mit gleicher Reichweite (z.B. Citroën ë-C3). Für mich keine Option. Meine Kinder sind zu groß und ich bin bzgl. Elektroautos bereits gut ausgestattet.