in meinem EFH von 1960 ohne WDV System werden die Räume nach und nach innen renoviert. Ein Raum ist fertig, über die nächsten 12 Monate folgen 6 weitere.
Ich habe in diesem Raum eine Flächenheizung (Wände) eingebaut, diese hat zwei wassergeführte Kreise. Die Rohre enden im Heizungskeller in einem AP HK Berteilerschrank, der für 9 Kreise Platz hat.
Jetzt möchte ich diese Flächenheizung für diesen Raum in Betrieb nehmen und dazu eine LWWP anschaffen. Nach und nach kommen dann die andern Räume dazu.
Meine Fragen an die Experten sind nun:
Kann ich eine WP für Brauchwasser nehmen und die befüllen und nur den Solarwärmetauscher für die Flächenheizung nutzen? Für eine PoolWP bekomme ich den Durchfluss nicht hin.
Wie skalierbar ist eine LWWP? Anfangs benutze ich ca 15% der Leistung und stufenweise (12 Monate) wird es mehr bis hin zu 100%.
Macht eine LWWP (elektrisch) Sinn? Oder wäre ein Wasserboiler sinnvoller bis zum Erreichen von einer bestimmten Energiemenge (kWh pro Tag)?
Strom habe ich wegen PV und Speicher mehr als ich benötige... Und in Euro ist der Preisunterschied 1400 LWWP zu 140 Boiler.
Wenn du Durchfluss nicht hinbekommst kannst du einen Puffer oder einen Plattenwärmetauscher nehmen. Aber eine BWWP dafür zu nehmen wird nicht klappen. Das wird zu wenig Wärme sein.
@thaistatos was die endgültige Hzg wird, weiss ich noch nicht. Derzeit nutze ich seit Jahren 4 LLWP und eine Gasbrennwerttherme von 1997. Die läuft nur, sobald die 4WP es nicht mehr schaffen.
Ich halte die Preise für WP in D für noch völlig überzogen. Ein Projekt wurde in UK für 9000 Pfund realisiert und das Angebot vom Hzgbauer hier belief sich auf 39000 Euro.
Auch stellt sich die Frage, warum eine funktionierende Lösung rauswerfen?
d.h. du hast in 1 Jahr alle Räume mit Wandheizung ausgestattet, weißt aber noch nicht, mit was die betrieben werden soll?
Lass doch einfach die 4 LLWP weiterlaufen. Oder schließ die Gastherme an die Wandheizungen an, zur Not mit Schläuchen für die Übergangsphase. Da lohnt es doch nicht, für über 1000€ eine LWWP zu kaufen, die danach entsorgt wird.
@thaistatos ja, Konzept fehlt mir, seit Herr Habeck in meinen Heizungskeller gekrochen ist und die Stadt ein Wärmekonzept bastelt , das ich noch nicht kenne.
Ich möchte den Punkt erreichen, an dem auch der plötzliche Tod meiner Gasheizung (27) mich nicht in Zugzwang bringt.
Auch möchte ich eine skalierbare Lösung schaffen. Deshalb LLWP plus Flächenheizungen. Klar, die riesigen Heizkörper sind auch überall vorhanden, und können weiter benutzt werden, falls die Gasheizung nicht mehr funktioniert...
Wenn du 4 LLWP hast, verstehe ich auch nicht, wonach du jetzt für das 1 Jahr suchst. Lass die doch laufen und gut ist. Ebenso kann doch auch deine Gasheizung noch was übernehmen. In einem Jahr bist du fertig, die Wärmepumpen sind dann bestimmt auch nochmal günstiger und alles ist gut.
Muss das wirklich alles ein Heizungsbauer machen? Hörte sich so an, dass du auch selber basteln kannst. Dann kannst du doch schon sehr günstig z.B. eine Panasonic LWWP selbst einbauen. Das geht ab 7000 Euro inkl. allem.
@win ja, das trau ich mir zu, selbst zu machen. Kann ich eine Brauchwasserwärmepumpe mit Speicher nehmen, die befüllen und nur den Solarkreis zur Versorgung der Flächen verwenden? Falls das geht, ist es einfach.
Warum? Im letzten Winter lief die Gastherme noch häufiger als ich dachte, um die "verfrorenen" LLWP zu unterstützen. Wenn die Gastherme nach 27 Jahren Betrieb ausfallen sollte, reichen die LLWP bei tiefen Temperaturen alleine nicht aus. Daher möchte ich die Flächen immer dann jeweils in Betrieb nehmen können, sobald sie eingebaut sind. Skalierbar und mit Strom.
Nur dachte ich, wenn der COP dieser "Flächen-"Lösung unter 2,0 wandert, kann ich auch einen Durchlauferhitzer oder Wasserboiler nehmen...
Wo soll denn die Menge an Energie herkommen? Willst du da Luft von außen ansaugen? Hohe Cops wirst du da nicht erwarten können. Aber grundsätzlich soll es wohl funktionieren.
Ab welcher Temperatur denn? Für ein paar wenige kalte Tage geht doch als Backup problemlos auch ein Heizlüfter.
Warum COP = 2 Heizungssystem durch COP = 1 ersetzen?
Wie gesagt, es fehlt das Konzept.
Wenn Flächenheizungen und große HK installiert sind, warum nicht einfach zeitnah die finale LWWP selber einbauen. Nicht unbedingt jetzt noch im Winter, sondern nächsten Frühling.
Wenn man Spass dran hat, auch mit Förderung, sollte mit 27 jahre alter Gastherme möglich sein.
Für den unwahrscheinlichen Fall Gastherme fällt aus, es ist kalt und LLWP reichen nicht mehr, helfen 1-2 20€ Heizlüfter aus dem Baumarkt. Super skalierbar, kein Wasseranschluss, in jedem Raum zu betreiben. Einer wandert danach ins Badezimmer.
Was soll das Warten auf das Wärmekonzept der Stadt bringen? Mehr als Fernwärme wird da doch kaum bei rumkommen (oder gibt es noch Alternativen?). Und die kannst du nicht mit dem Überschussstrom aus der PV betreiben. Umso wichtiger wäre, vorher die WPen fertig zu haben, wenn man damit einem Anschlusszwang an ungewollte Fernwärme entgehen kann.
Skalierbar ist jeder Wärmeerzeuger, wenn es zu warm wird, schaltet der einfach ab. Bei Übergangsphasen von sehr begrenztem Zeitraum macht es keinen Sinn, sich über bestmögliche COPs Gedanken zu machen, weil man gerade 1, dann 2, dann 3 Räume mit einer Wandheizung optimal betreiben möchte, wobei Raum 2 und 3 zufällig sowieso keinen Heizbedarf mehr haben, weil es schon März oder April ist und die LLWP wieder ausreichen.