Das Abschaltvermögen ist im Datenblatt mit 6kA angeben. Das ist für eine 300Ah Zelle eigentlich etwas knapp. Verluste ab 50 Amp sind wie bei jeder normalen NH Sicherung auch über 10 Watt. Die Art von Automaten sehe ich eher für die Absicherung und automatische Abschaltung von Modul Strings geeignet.
Da habe ich ähnliche im Betrieb. Rechts von den 4 polen welche ich aber nur mit 400V betreibe ist der gemeinsame Auslösemagnet welcher im Foto noch nicht verdrahtet ist. APV ist Adamczik, ein polnischer Importeuer. Ein LV Akku wäre auch mit dem größten Nennstrom von 63A auf etwa 3kW oder 0,2C begrenzt. Wenn ich die Automaten im Foto unter Last betätige, funkt es gewaltig. Die Trennstrecken haben Permanentmagnete eingebaut um die Lichtbogen zu löschen was man auch an der aufgedruckten Polarität sieht. Im Kiloamperebereich möchte ich damit aber nicht wirklich schalten.
Die Automaten gibts auch größer für Akkus welche seriöser aussehen und auch deutlich teurer sind. Hatte von Heschen mal welche zum Test beschafft. Datenblatt mit Trennvermögen gibts natürlich keines. Das Schaltschloss kann man dort auch mechanisch auslösen. Ein passender Auslösemagnet dazu habe ich aber noch nicht gefunden.
Die SE iC60H LSS sind anders als deine 1000V APV LSS, oder?
Bei SE iC60H MCB ist die DC-Rating wie folgt:
1P: 12-60V = 20 kA
1P: ≤72V = 15 kA
2P: ≤125V = 15 kA
3P: ≤180V = 15 kA
4P: ≤250V = 15 kA
Dies Spezifikationen lese ich als: 2P/3P/4P ist eine Serienschaltung. Jeder Pol kann so um 72VDC 15kA trennen.
Im LV LiFePo4-Batterie-Bereich sehe ich aber eine Parallelschaltung vor. Um 126A biss 60V zu sichern braucht man ein 4P 63A LSS. Jeder Pol wird mit zwei gleich langen Kabeln mit der Hälfte der Gesamtstromstärke versorgt.
Eine höhere Stromstärke als 126A (und zweipoliger Trennung) erfordert eine „mechanische Verriegelung”. Eine solche Verriegelung kann ich bei SE für die iC60H-Serie leider nicht finden. Und leider hat SE das 48V DC A9A26477 eingestellt. SE hat passendes nur noch mit Hilfskontakt als A9A26947. Eaton hat ein 14€12-60VDC Arbeitsstromauslöser: Z-ASA24 oder 248286. Hager MZ204 ist nur bis 48VDC.
Bei einpoliger Trennung kann 3P 63A parallel-Pol bis 189A und 4P bis 252A.
Reicht ein LSS/MCB wo die Geschwindigkeit der Kontaktierung abhängig ist von die Geschwindigkeit womit die Kippschalter betätigt wird (z.B. iC60H)? Oder soll die Geschwindigkeit womit das Kontakt getrennt wird, unabhängig sein von wie der Schalter betätigt wird (z.B. iC60L)? Oder ist dies egal und ist nur die DC Ics/Icu leitend?
PS Bei Parallel-Polbetrieb denke ich das die "entkuppelte" ("Sprungschaltung" für verschleißarmes Schalten der Kontakte) LSS/MCB's den Vorteil das es keine ns/µs Zeitunterschiede der einzelne Polen gibt wenn der Kippschalter seitlich berührt/betrieben wird.
PS2 Chint hat sogar noch ein 20kA (bis 60VDC) CB-125A und CB-125G (keine Ahnung was "mit SMT" in das 125G Modell bringt) MCCB bis 4 Polen, die auch über das SHT-X3 ausgelöst werden kann. Norm 60947-2 (Industrie) also Nominalstrom spezifiziert bei 50ºC (statt 30ºC).
@nimbus4 Ich bin mir nicht sicher, ob der Chint SHT-X3 das richtige Fernauslöser (Hilfs-Shunt-Auslösegerät) ist. Das XHT-X3 Datenblatt erwähnt einen zuverlässigen Betrieb im Bereich von 70 bis 110 % der Nennspannung. Bei 48 V würde dies einen Betriebsbereich von 33,6 bis 52,8 Volt bedeuten. Bei 16s entspricht dies 2,1 bis 3,3 V/Zelle.
Bei Minustemperaturen beträgt die zulässige Entladung 2,0 V pro Zelle. Die UV-Trennung sollte niedriger sein (die absolute Entladungsspannung beträgt 1,8 V/Zelle). Der von Eve angegebene OV-Schutzpegel beträgt 3,80 V/Zelle für einen Abschaltstrom und ein gesperrtes BMS.
Das Eaton Z-ASA24 lauft von 12 biss 60 VDC.
SE schreibt für das 48V iMX ein "Schwellenwert (V)" von 33,6V und ein "Bemessungsspannung (V) (+10, -20 %)".
Legrand ET3 (4 062 76) wird mit Betriebsspannung geliefert (Un) 12-48VDC, und Betriebsbereich 70 bis 115 % von Un. Das wäre dann ab 8,4 biss 55,2VDC. Nicht geeignet.
Verfügt das AHED_BMS über einen Buck/Boost-Wandler, um eine geregelte Spannung von 48 Volt für den zuverlässigen Betrieb der Shunt-Auslösevorrichtung bereitzustellen? Oder sollte die Shunt-Auslösevorrichtung in einem breiten Spannungsbereich zuverlässig funktionieren?
Nach meinem Kenntnisstand gibt es vom SHT-X3 nur 2 Varianten.
Eine HV <=> AC230 …
und eine LV <=> 24/48
Variante.
Bei Letzterer habe ich auch selber die Auslösecharakteristik vermessen.
Bei 24 V sind das ~ 5 ms, bei 56 V ~ 3 ms
Ich steuere den direkt mit der vollen Packspannung an.
Solche mechanischen Abschaltvorgänge sind meiner Erfahrung nach auf der Zeitskala von ms.
Vermeintliche Unterschiede im ns/us Bereich sind da praktisch irrelevant.
Darüberhinaus käme ich nie auf die Idee, hohe Gleichströme ohne Not über einen mechanischen Kontakt ab- oder zuschalten zu wollen. Die Priorität sollte immer der Halbleiterschalter sein. Wenn ein solcher MCB wirklich mal 5kA, 60 V mit ein paar Joule induktiv gespeicherter Energie abgeschaltet hat, werden die Kontakte dabei massiv gelitten haben. Ein vernünftig ausgelegter Halbleiterschlater “lacht” darüber und macht das viele Millionen mal mit.
Die habe ich hier und ich weiß auch, dass die in kommerziellen chinesischen Batterie-Packs verwendet werden.
Man sollte peinlich darauf achten, für Batterien ( mit grundsätzlich bidirektionalem Stromfluss ) keine polarisierten MCBs( wie die NB1 Serie ) zu verwenden. Das könnte beim Versuch einen Strom in die “falsche” Richtung abzuschalten eine ganz böse Überraschung geben.
Also Praktisch kann das Chint SHT-X3 mit 56 VDC gesteuert werden. Das SHT-X3 Datenblatt beschränkt zuverlässigen Betrieb trotzdem auf maximal 52,8 Volt.
Nein, wenn man den irgendwo kauft, muss man zwischen zwei Typen wählen.
Das ist ja im Grunde einfach ein Elektromagnet. Wenn dann gibt es da ein thermisches Problem. Bei üblicher Verschaltung trennt sich das Teil beim Öffnen ja selbst von der Schaltspannung. Die kurzzeitige maximale Leistungsaufnahme ist insbesondere bei 56 V gewaltig ( ~ 1 kW ) , aber eben nur in einem Zeitfenster von 3 ms. Die auf eine Sekunde gemittelte Leistungsaufnahme ist ~ 2 W