Seit 2 Jahren ist meine Mini-PV im Einsatz, 2*Trina Vertex S 425p. Heute hat zum erstenmal die Sicherung zwischen Modulen und Laderegler ausgelöst. Die Module lieferten zu diesem Zeitpunkt 848 W. Letztes Jahr kamen auch schon mal über 900W, ohne das die Sicherung auslöste. Keine Veränderung im Aufbau. “Kopfkratzen”, kann eine Sicherung altern, oder was war da los?
Welche Sicherung wie groß ausgelegt welcher Spannungs und Stromstärken bereich wie verschaltet bzw verdrahtet das wären hilfeiche informationen den wir wissen j nicht wie es bei dir verbaut ist. Danke
Es kommt auch darauf an, wie lange der hohe Strom fliesst. Wenn der Strom nur wenig über dem Nennstrom der Sicherung liegt, kann es sehr lange dauern bis die Sicherung auslöst. Eine Schmelzsicherung, die mehrfach bis an die Grenze belastet wurde kann Material verlieren und kommt dann schneller bei geringeren Strömen.
Solarmodule sind Stromgeneratoren, die auch bei Kurzschluss nur geringfügig mehr Strom liefern wie im MPP. Deshalb ist es nicht möglich, eine Sicherung so zu dimensionieren, dass sie schützt und nicht im Normalbetrieb auslöst. Entweder sie kommt nie, auch nicht bei Kurzschluss oder sie kommt, wie bei Dir, wenn die Sonne längere Zeit richtig scheint.
Deshalb sind Sicherungen bei Solarmodulen nicht erforderlich weil nutzlos und höchstens schädlich.
An Batterien sind sie dringend erforderlich, weil eine Batterie im Kurzschlussfall ein Vielfaches ihres Nennstroms liefern kann.
Kommt drauf an: Bei Normalanschaltung nicht, aber viele machen Überbelegung, also mehrere Module an einen MPPT. 2 Module können Kurzschluss von z.B. 30A schaffen, Mikrowechselrichter würde aber nie mehr als 15A im Normalfall ziehen. Hier funktioniert eine Sicherung dann auch. Ob sinnvoll, ist da eher die Frage, ob die Sicherung hier irgendeine Gefahr absichern kann. Man könnte z.B. sagen: Falls der WR defekt ist, würden 30A in den WR reingehen können, was die Platine brät und das will man vermeiden. Kann Sinn machen.
So ich habe jetzt mal nachgeschaut, jedes Modul hat einen Kurzschlußstrom von, 10,74 A (2 parallel), der Laderegler 24 V 30 A. Die Sicherung ist C32. Die heute Mittag wieder ausgelöst. Soll ich die ersetzen und wenn ja womit?
Das klingt nach Sicherungsautomat. Was ist das denn für einer?
Oliver

So sieht mein Setup aus. Nun bin ich unsicher bezüglich des Anschlußes an die LS (Polarität und Richtung).
Habe nun erfahren, daß die Stromrichtung wichtig ist und der Zufluß immer oben geschraubt, der Abfluß immer unten. Ich schließe daraus, daß ich den Leitungsverlauf prüfen muß. Problem Akku, wechselnde Flußrichtung. Wie geht hier am Besten vor?
Hast du das aus einem Datenblatt? Kannst das mal verlinken?
Was ist eigentlich die Intention für jede der 3 Sicherungen? Irgendwie erscheinen mir die teils überflüssig. Und welche Stromstärke hast du für welche genommen?
Habe im Web gesucht und habe da gefunden, daß man sich an aufgedruckte Schaltschema halten soll, Pfeile zeigen in Flußrichtung. Spez. DC 1000 V 63A.
Als reine Sicherungsmaßnahme wohl überdimensioniert, ich mißbrauche die hauptsächlich als Trennschalter.
Bei 24V noch komplett latte. Das wuppen bei mir problemlos uralte LS die ich vom Schrott hab.
Nennenswert Abrissfunken bilden sich frühestens ab 36V.
Das setup läuft seit 2 Jahren, da bisher keine Probleme bleibt es so, bis ich mal was ändere. Ich muß nur periodisch die Anschlüße an den LS nachziehen, da gibt es eine Tendenz zum Lösen. Das kann wohl auch den Automat auslösen.
@teXnic: Durch eine dicke Drahtbrücke ersetzen.
Du sicherst die Panelleitungen zum Laderegler ab? Wozu?
wird besser sein als irgendeiner der üblichen wegbrenn-Trennschalter
Eigentlich jein.
Die Sicherung hat den Widerstand für die Thermikauslosung drin, das sind auch Verluste plus des Schalterwiderstand.
Das ist eine Stelle wo ich nicht das geld für einen ordentlichen Schalter sparen würde.
Eher würde ich den Schalter ganz weglassen.
Aus meiner Sicht ein völlig übertriebener Sicherungswahn, der hier gar nichts bringt außer zusätzlichen Gefahren! Wenn man einen Trennschalter möchte, sollte man einen ordentlichen Trennschalter nutzen (zur Not geht auch ein überdimensionierter LSS) - aber 3!!! Sicherungen auf dem Weg zum Wechselrichter?
Ich habe max. eine ![]()
Und die Leitungen vom Akku sind nicht abgesichert....
Wenn die beiden unteren Sicherungen dicht beim Akku sind, dann schon. Da sind sie zwingend erforderlich. Ein voller Akku kann im Kurzschlussfall ein prächtiges Feuerchen entfachen.
Die Leitungen von der Batterie zum Wechselrichter und zum Laderegler unterschiedlich zu dimensionieren und abzusichern ist durchaus sinnvoll:
Wenn die Batteriespannung bei Dunkelheit sinkt, steigt der Strom für die benötigte Leistung an und damit sinkt die Spannung weiter und der Spannungsabfall an den Widerständen auf dem Weg steigt, bis der Wechselrichter mit Unterspannung abschaltet. Dadurch wir die Reserve in der Batterie kleiner. Überdimensionierte Leitungen und Sicherungen zahlen sich hier aus.
Auf der anderen Seite im Ladestromkreis gibt es normal eine Spannungsreserve und der Innenwiderstand einer normal dimensionierten Leitung und Sicherung hat nicht eine solche Auswirkung.
Das ist um so wichtiger, je kleiner die Batteriespannung ist (z.B. 12V im Fahrzeug)
Die Sicherung in Serie zu den Modulen ist sinnlos (ich wiederholen mich).
