Das die Zellspannungen und damit in Summe die Gesamtspannung kurz vor Ladeschluss beginnt stark anzusteigen ist soweit richtig, aber wie stellst du sicher, oder wie kommst du darauf, dass damit auch sicher gestellt sei dass die Zellen alle nah genug beieinander seien? Ohne Auswertung der max. Zefll Diff ist m.E. die Gesamtpsannung da wenig aussagekräftig. Zudem, sollte es aus welchem Grund auch immer zu einer stärkeren Zelldifferenz kommen, dann benötigt der Balancer ja auch Zeit um das wieder auszugleichen.
Wenn die Zellen unterschiedliche Ladungszustände haben, würde die minimale Zellspannung später anfangen zu steigen als die maximale. Die ganze Ladekurve der Zelle ist dann ja zeitlich verzögert. Hier sieht man es ganz gut, die 3.4V pro Zelle werden erst ganz am Schluss überschritten und von allen Zellen praktisch gleichzeitig.
Okay, ich wusste nicht dass du über Informationen der min und max Zellspannungen hast. Damit ist ja an sich über die Höhe der Differenz, nach oben hin des Ladezyklusses, schon zu erkennen ob eine Drift vorliegt oder nicht.
Einzig, die Drift bezüglich des SOC bekommt man nicht weg wenn der Akku nicht wenigstens ab und zu auf 100% steht. Ich hatte jetzt an der kleinen Testanlage auch schon zwei mal den Fall, dass die Batteriespannung unter 49V ging und der SOC noch bei 67% und mehr stand. Das ist vom BMS er einfach mistig.
Das ist nur halb richtig, solange der SOC nach oben driftet korrigiert er sich weiter automatisch, nur wenn er nach unten driftet nicht. Aber zumindest merke ich das dann sofort, weil er vor 98% aufhört zu laden.
@xoc Naja, aber nach oben driften ist auch Mist. Der SOC suggeriert einem dass der Akku noch voll genug ist, in der Realität geht die Gesamtspannung aber in die Knie und die Zelldifferenz steigt - da aber alles auf Abschaltung nach SOC ausgerichtet ist, orgelt der WR brav weiter bis dann plötzlich die minCellVoltageProtection greift und komplett abschaltet. Was bei mir schlecht ist da das VenusOS bzw. der Raspi auf dem das VenusOS läuft dann hard OFF geht.
Klar ist das Mist. Aber man merkt den Drift ja sofort, wenn die Spannung schon unter einem SOC von 98% steigt. Man könnte dafür sogar einen automatischen Alarm in Home Assistent einrichten.
Klassischer Workaround.
Das mit dem sofort bemerken ist so eine Sache. Als ich meinen ersten Akku gebaut habe, schaute ich stündlich dann täglich, dann wöchentlich drauf. Später dann 2x im Jahr und das meist weil der Wechselrichter sich wegen low voltage abgeschaltet hatte. Ursache SOC drift und hohe cell diffs. Fast immer nur im Winter Halbjahr weil nie die 100% erreicht. Nervt dann einfach nur, wenn man sich wieder drum kümmern muss ![]()
Ich hatte das mit dem low voltage abschalten erstmal einfach so als möglich hingenommen, aber wenn ich genau darüber nachdenke, kann das doch gar nicht passieren, weil der SOC bei 98% stehen bleibt. Solange der Akku ab und zu voll wird, wird der SOC nie höher sein, als das tatsächliche Akkufüllstand. Höchstens niedriger. Ein Unterspannung sollte nicht aufreten. Schlimmstenfalls wird nicht die ganze Kapazität genutzt (wenn die Zellen z.B. bei einem falsch berechneten SOC von 60% schon voll sind). Ich höre ja auf zu laden, wenn die Zellen tatsächlich anfangen voll zu werden, egal was der SOC sagt.
Falls das wirklich mal ein Problem sein sollte, werde ich einfach aufhören zu entladen, wenn die Zellspannungen sinken, dann ist es mir völlig egal, was der Seplos SOC denkt.
Im meinem letzten Posting bezog ich mich nur auf "wie oft man drauf schaut nach eine Weile Betrieb". Weil Du meintest das merkt man doch sofort.
Bei mir war die Abschaltung nur bedingt wegen SOC drift (wenn dann eine zu hohe Annahme des SOC bzw. SOH) eher wegen "no balancing" weil er im Winter lange die "top balancing" grenze nicht gesehen hat und die alten Zellen auseinander drifteten. Immer wenn es dann zu einer recht schnellen Entladung kam (E-Auto eingesteckt z.b.) ist dann eine Zelle nach unten abgehauen und das System hat abgeschaltet.
