Selbstbau KFZ Starterbatterie: Suche passende Zellen und Gehäuse. ;-(

Moin!

Ich hätte intresse an einer Autobatterie mit viel Kapazität, die auch sicher die Kiste starten kann.

Meine Rechnung sieht dazu wie folgt aus:
4x EVE MB31 oder LF280K (für 560A@30Sek) - 220 EUR
JK BMS 300A - 50 EUR
Heizmatte 12V - 15 EUR
Plastik-Gehäuse Autobatt-Style - 30 EUR

Also für 315 EUR Markenware mit >Nennkapazität, die richtig Strom kann.
Ebenso Tempsicherung und Heizung.

Für gleiches Geld bekommt man 100-150Ah Noname Trash mit 100A BMS.
Oder wenn man was besseres mit 200Ah+ will, sind es dann auch mal 800 EUR bis weit über 1000.

Jetzt die Probleme ... ;-(
So als Beispiel ein übliches Gehäuse:

Da wird es “schwer” werden die MB31 rein zu bekommen.
Man müßte bis runter auf 100Ah gehen und hätte viel Platz verschenkt.
Selbst unübliche wie CALB 187 oder EVE LF230 passen einfach nicht.

Echte DIY Gehäuse wie z.B. EEL 12V V2 sind deutlich teurer und gehen dann auch so verschwenderisch mit dem Platz um (382221252mm), dass dies nicht mehr ins Auto passt.

Jemand vorschläge für andere Zellen (gute Kapazität, lieferbar, Preiswert) oder ein anderes Gehäuse?
Ich wollte jetzt nicht wirklich so weit gehen, dass ich mir ein Gehäuse 3D drucken lasse oder mir was aus Alu-Winkeln und GFK-Platten zusammenklebe.
Soll ja auch langfristig dicht und stabil sein.

Ich hatte mir es so vorgestellt, dass ich z.B. die MB31 mit 207*173*72mm nehme.
Diese in eine Reihe gestellt sind dann ca. 21*18*29cm.
Auf beiden Seiten eine 1cm Siebdruckplatte drauf und mit Paketumreifungsband verspannt.
BMS (2cm) drauf geschraubt, sind wir bei 21*18*33cm.

Selbst mit 1cm Isolierung und 2-3mm Gehäuse würde dass noch gut ins Auto passen.

Aber irgendwie haben sich die Hersteller von Platikgehäusen noch nicht mit den Maßen von LiFePo4 beschäftigt. :frowning:

Ideen, Vorschläge oder Hinweise?

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ein paar Gedanken am Rande

  • normale LFP Zellen mögen keine Ladung bei kalten Temperaturen
  • hier könnte ggf. auf Winston Zellen ausweichen, die dürfen auch bei niedrigen Temperaturen geladen werden
  • teurer aber meines Erachtens besser LTO Zelle, gutes Temperaturverhalten, hoher Anlaufstrom, Spannungsverlauf ähnlich einer Bleibatterie (bringt das PKW BMS nicht durcheinander

meine Versuche mit LFP aus dem TFF Forum https://tff-forum.de/t/12v-agm-batterie-von-tesla-gegen-eine-winston-12v-40ah-lifeypo4-batterie-getauscht/143381?u=mittelhesse

und hier das ganze nochmal mit LTO https://tff-forum.de/t/12v-lto-akku-model-3/342793?u=mittelhesse

diese LTO läuft nach wie vor fehlerfrei in meinem Model 3

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Das ist wohl nicht der richtige Weg. Ist der Anlasser heil? Falls Diesel: ist die Kompression o.k. und funktionieren alle Glühkerzen? Sind die elektrischen Verbindungen Batterie-Anöassser inclusive beidseitiger Masseverbindung o.k.? Ist die vorhandene Batterie überhaupt heil und geladen? Eine Option wäre, eine EFB oder eine AGM Batterie

@R.L
Ähm … Stop :wink:
Auto springt normal usw. - alles OK.
Ich möchte nur eine LiFePo4-Lösung, bei der man auch mal 30 Sekunden mit 200-300A orgeln *könnte*. Oder wenn die Kiste mal nicht anspringen sollte, dass man im 1. Gang die Kiste von den Bahnschienen runterruckeln könnte.

Irgend ein Akku der nach 10 Sek schlapp macht oder nach 10 Sek das BMS ausschaltet, alles Stromlos macht und erst nach 60 Sek. wieder kommt, brauch ich nicht.

LiFePo4 hauptsächlich deswegen, weil es auch mal 3 Monate rum steht und dann nicht leer sein soll oder im Sommer am WE immer wieder mal was aus der Batterie entnommen wird und dann reicht es machmal nicht mehr für den Anlasser. Die neuen Autobatts haben meist einen Calcium-Anteil und benötigen erhöhte Ladespannungen für einen längere Zeit … das machen die Autos aber nicht.

@Stefan
Stimmt … Winston gibt es ja auch noch. Ich erinnere mich auch gute Preise von vor vielen Jahren
Aber als ich eben mal geschaut habe, da werden gebrauchte Leichen mit nur noch 60-70% für teuer Geld angeboten. Oder bei nur 160Ah-Zellen ist man bei neuen Zellen mit mehreren hundert EUR pro Stück dabei.

Das Volumen pro Kapazität ist auch deutlich schlechter. ;-(

Temp ist mir bekannt. Daher auch ein gutes BMS und ich wollte auch in Heizmatte und etwas Schaumstoff zu Isolierung investieren.
Im Winter bei -10°C wird bei Kurzsteckenfahrten dann ggf. mal nicht geladen. Es wird dann ja aber nur vom Anlasser kurz Strom benötigt, sobald die Kiste läuft werden alle Verbraucher ja von der LiMa versogt. Ich denke im Winter kommt man locker 14-30 Tage bei -10°C ohne eine Ladung locker aus …

Jemand noch Ideen zu Gehäuse oder anderen Zellen mit viel Strom und Ah?
Evtl. sich von einer Schlosserei eine Alu-Box biegen und schweißen lassen?
Sollte kein Vermögen kosten?

Wie dir schon erklärt wurde, wird dein Vorhaben mit normalen LFP Zellen nicht funktionieren.

Erst recht nicht wenn du schreibst, dass die Karre auch mal Wochen herum steht.

Die Heizmatten sind ja gut und schön, aber er dauert im Winter Stunden, bis die Zellen ausreichend durchgewärmt sind um geladen zu werden. Auch bei - 10 Grad wird diese Zellchemie nicht gerne msl kurz ein paar Hundert Ampere abgeben wollen. Erst recht nicht ein MB 31, die ist dafür sigar die schlechteste.

Du müsstest die Heizmatte somit permanent laufen lassen. Dafür musst du aber jeden Tag fahren.

Außerdem ist es grob fahrlässig Zellen mit einer solchen Grenzbelastung in ein wabbeliges Kunststoffgehäuse packen zu wollen.

LFP sind keine Starterbatterien, außer Winston, aber auch da muss der Sinn ganz klar vorhanden sein.

Mit Verlaub, dein Projekt erscheint mir mehr Zeitvertreib als notwendig zu sein. In dem Fall gibt es dann deutlich sinnvollere und spaßigere Hobbys.

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Darf ich mal nach der Quelle/Erfahrung deiner Aussage fragen?
Ich bin ja nicht jemand der fusch basteln will, aber alles schwarz malen hindert doch vieles.

Die Zellen innerhalb von 2h mit einem Inverter leer zu saugen ist ok aber mit gleichem Strom nur 3 Sekunden einen Motor zu starten, nicht?

Im Datenblatt steht, dass man die MB31 bei 5°C nur noch mit 0,12C laden darf - also ca. 37A
Entladung von -20 bis 55°C mit 0,5C.
Alternativ sprach ich ja von den LF280K.

Heizmatte braucht wirklich etwas länger um alleine den Akku warm zu bekommen. Da ist aber auch noch so ein Verbrennungsmotor unter der Haube, insbesondere wenn das Auto mal für 1-2 Stunden ortsfest steht.

Das Plastikgehäuse sehe ich auch nicht so als Problem, da ein Bleiakku teils in noch dünnerem Zeug sitzt und mehr als das doppelte wiegt.

ich würde echt LTO vorschlagen 6S System, ordentlich Spannungsreserve in beide Richtungen und rund 10C Anlassstrom :innocent:

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Sorry, alleine diese Aussage zeigt, dass du nicht weißt, wovon du sprichst.

Meine “Quellen” sind Allgemeinwissen zu LFP Zellen und an vielen Stellen in diesem Forum und in anderen Quellen recherchierbar.

Wenn du wirklich eine Lithium Starterbatterie willst, dann rate auch ich dir, dich ernsthaft mit LTO zu beschäftigen.

Über das Ladeverhalten mit Lichtmaschine bei LFP könnte mann nämlich auch noch Seiten füllen.

Dann sage uns doch mal über was Du genach sprichst. :wink:

Meinst Du ich sollte ein Gehäuse wählen, dass das chemische aufdicken der Zellen verhindert …
Dass schafft man nähmlich nicht … und wenn man doch so viel Gegendruck aufbringt, wird etwas anderes darunter leiden.

Ich hatte dir geschrieben um zu helfen. Das willst du offensichtlich nicht. Du hast keine Ahnung und willst, dass es dabei bleibt. Habe ich verstanden und lasse dich diesen Wunsch ungestört ausleben.

Rate dringend von LFP-Akkus als Starterbatterie für Auto oder Wohnmobil ab, sofern das ein Verbrenner mit normalem Starter und Generator ab.

Gibt eine Menge Gründe, die teilweise hier schon genannt wurden. Gibt dazu auch einige Diskussionen, Youtube-Video und Artikel. Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=joQ3UtiDvO4

Ganz wichtig ist LFP-Zellen mit einem BMS zu schützen. Gegen Überspannung, Unterspannung, hoher Ladestrom wenn kalt/heiß, hoher Entadestrom wenn kalt/heiß und ganz wichtig vor zu hohen Entlade- und Ladeströmen.
Solltest Du einen LFP-Zelle kurz schließen und der Entladestrom ist zu hoch, wird die Zelle irreparabel beschädigt.

Klar Du hast ein JK-BMS vorgesehen. Aber Du wirst trotzdem nicht glücklich damit wegen der Temperaturprobleme. Zudem musst Du aufpassen, dass die Spannungen für das BMS beim Laden nicht zu hoch werden.

Kein Problem ist dagegen der Einsatz in Elektroautos. Die brauchen zum Starten nur geringe Ströme. Das bekommt sogar ein kalter LFP-Akkupack hin.

Gut einsetzen kann man es auch als normalen Akku in einem Camper oder Wohnmobil für normale Verbraucher.

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Was auch abseits das die LFP Zellen dafür nicht geeignet sind zu bedenken ist, wenn das BMS abschaltet und sei es nur wegen zu wenig Temperatur.. kanns passieren das der Regler der LiMa hops geht..