SCOP Abweichungen bei einer Split-Klima [abgetrennt]

Habe mir die Samsung nicht angeschaut. Beitrag ist also eher allgemein gemeint.

Panasonic gibt sowohl den SCOP-Wert von Eurovent (5.3), als auch den SCOP-Wert gemessen von Danish Technological Institute an. (5.69)

In dem Prospekt zur HZ schreibt Panasonic:

[…]

A third party test at the Danish Technological Institute showed that the Flagship had the impressively high SCOP of 5,69. This means a great energy efficiency.

[…]

Kann also durchaus unterschiedliche Werte geben.

Glaubst du denn, dass eine Anlage die der Hersteller mit SCOP 4,6 angibt dadurch dann auf 5,4 kommen kann :thinking:

Das erscheint mir aber unseriös. Die Abläufe der SCOP-Messung sind genau definiert, wenn da unterschiedliche Werte bei rauskommen, sollte der Hersteller den Grund dafür genauer untersuchen, um die Fehlerquelle für unterschiedliche Werte aufzuspüren.

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Kompressoren haben mindestens eine Toleranz von zwischen +/- 2 bis +/-5%. (also in einer Palette kann der schlechteste Kompressor 4 bis 10% schlechteren Wirkungsgrad haben als der beste)

Das ist ja nur eine von vielen Komponenten in eine Klimasplit-Anlagen. Im Panasonic-Beispiel sind es ja nur 7%

Wir machen hier bei der Arbeit sehr viele Produkt-Tests. Wir schicken dem Kunden erstens niemals die Dokumentation mit dem besten Testergebnis und auch bei Mustern wählen wir eher das Produkt mit dem mittleren Ergebnis.

Nein, solche Abweichungen kommen zumeist zustande, da man falsch abließt und warmes und mittleres Klima nicht auf dem Schirm hat.

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Ich gehe mal davon aus, dass Hersteller bei ihren eigenen Tests die Geräte selbst auswählen und dann Exemplare verwenden, die möglichst nahe am Optimum liegen. Das dann ein Fremdinstitut nochmal 7% bessere Werte ermittelt, finde ich schon außergewöhnlich.

Im Fall Stiftung Warentest: Ich kann mir nicht vorstellen, dass die alle getesteten Geräte einer SCOP-Messung unterzogen haben. Oder haben die so einen aufwändigen Test gemacht?

Was aber definitiv nich sein kann: Bei einer Anlage mit Hersteller SCOP von 4,6 dann auf 5,4 zu kommen, wie im Urspungspost genannt wurde. Das ist unplausibel.

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Weshalb mich dein Beitrag dann im Kontext zum anderen Thema irritiert hat… Dein Beitrag klang da für mich, als solle der “zeigen”, dass das schon möglich sein kann…

Das denke ich auch - immerhin ist SCOP 4,6 “Wald&Wiesen” Klasse bzgl. Effizienz und 5,4 wäre schon Spitzenklasse…

Würde ich als Hersteller nicht machen. Man sichert ja eine Produkteigenschaft zu, in diesem Fall den SCOP. Wenn man das “optimale” Gerät testen lässt und dieses Testergebnis veröffentlicht und “zusichert”, dann haben ja sehr viele Geräte einen schlechteren Wert.

Ist jetzt Spekulation: ich könnte mir vorstellen, dass das Panasonic-Beipiel so zu lesen ist; wir sichern dem Kunden ein Gerät mit einem SCOP von 5.3 zu. Wir haben aber auch schon Geräte getestet, die einen SCOP von 5.69 haben.

So gut wie kein Kunde kann da einen Gegenbeweis antreten. Die Chance, dass einem der optimierte Werte auf die Füße fällt, ist extrem gering. Ich weiß nicht, wie die Branche da agiert, aber wir wissen es ja z.B. aus dem Automobilbereich, wie da auf dem Prüfstand getrickst wird, um z.B. die Spritverbräuche so weit runter zu bekommen, wie es nur geht. Mit realen Verbräuchen eines Serienwagens im realen Verkehr hat das nichts mehr zu tun.

Die Hersteller stehen ja auch unter Druck, möglichst hohe SCOPs zu erreichen, weil das ein starkes Verkaufsargument ist.

Ich glaube auch nicht, dass das eine Zusicherung ist, dass jedes Seriengerät diesen Wert mindestens erreichen muss.

Was ich in dem Zusammenhang interessant finde, wie messen die Hersteller, Prüfer und Tester eigentlich die ausgeworfene Energie?
Das umgewälzte Luftvolumen beeinflusst die Berechnungen ja schon sehr deutlich. Kleine Unterschiede beim Messaufbau können zu stark abweichendem Ergebnis führen.