wir wohnen zur Miete im 8. Stock eines Hochhauses. Da bläst ordentlich der Wind/Sturm. Die Wände sind leider mit Eternit-Platten versehen, hier kann also nichts befestig werden. Da der Balkon komplett nach Süden ausgerichtet ist, möchte ich aber unbedingt eine Balkonsolaranlage betreiben. Idealerweise, ohne uns die (sehr schöne) Aussicht zu verbauen.
Mein Plan wäre: 1 bifaziales Modul nach Süden auszurichten. Das würde ich mit einer mitgelieferten 35° Aufständerung an Stahl- oder Alu-Vierkantrohre schrauben, die unter dem Dachvorsprung verschraubt sind. Und 1 weiteres bifaziales Modul senkrecht in Ost-West Richtung montieren, das uns dann morgens und abends Energie liefert. Das wäre dann wie ein Zaun montiert, ich könnte es aber auf der einen Seite auch oben am Dachvorsprung zusätzlich befestigen (Wind?).
Mich beschäftigen folgende Fragen und ich bin bisher nicht so recht fündig geworden. Vielleicht hat eine/r von Euch ja ähnliche Erfahrungen und kann mir hier weiterhelfen:
Wie kann ich sicher gehen, dass die Module die Windlast aushalten? Einen Händler hatte ich bereits angefragt, aber da kam keine verlässliche Info zurück.
Kann ich davon ausgehen, dass mitgelieferte Aufständerungen für Flachdächer stabil genug sind, wenn das Modul auch von unten vom Wind beaufschlagt werden kann?
Kennt jemand zufällig schon gute Befestigungsmöglichkeiten für bifaziale Solarmodule als "Windschutz" auf Balkonen? (Ich muss ja nicht das Rad neu erfinden, wenns nicht nötig ist)
Die senkrechten Module wären leider zwangsläufig teilverschattet: an der oberen Ecke zum Dachvorsprung und vom Geländer (zumindest bei einer Länge von ca. 145-175. Bei längeren Modulen auch Abschattung durch die Brüstung unten). Auf was muss ich beim Kauf achten, dass die Verschattung möglichst wenig Auswirkungen hat? Kann jemand vielleicht sogar Module empfehlen (für hohe Windlast)?
Auf dem Bild seht ihr meine miserablen Zeichenkünste, aber auch ungefähr, wie die Sache aussieht für das vertikale Panel / Windschutz. Schon mal Danke im Voraus für Eure Hilfe durch die gefühlt tausend Optionen
Whow, krasse Aussicht!
Die ganzen Fertigsachen helfen dir nicht. Wenn dir ein Panel wegfliegt, wird das sehr tödlich. Versuche einen Metallbauer zu finden, vielleicht hat der eine Idee. Der ist dann auch in der Haftung für die Stabilität.
Vermeide Verschattung, manche Panels liefern dann kaum noch was.
Danke für den Tipp. Werde mal nachschauen, ob ich jemanden finde.
Bezüglich der Module selbst, gibt es hier etwas, worauf ich bezüglich Wind achten muss? Ich meine ich hatte mal was gelesen, dass es hier Unterschiede gibt. Habe aber nichts gefunden, was dann die Werte bedeuten, also welche Windstärke sie aushalten. Hat hier jemand infos dazu oder kann ich hier einfach jedes Modul kaufen?
So eine Montage, wie von dir angedacht, wäre mir zu heikel. 2 Module haben fast 4m². Wer bei Sturm schonmal mit einem 4m² Segel auf einem Surfbrett stand, weiß, was für Kräfte da wirken. Fliegt dir da was weg, wäre das Risiko sehr hoch, dass du jemanden tödlich verletzt.
Wenn überhaupt, dann müsste das ein Fachbetrieb machen, der das statisch berechnet und entsprechend baut. Nur dann wirst du es vermutlich nicht bezahlen können.
Danke. Von der senkrechten Montage wie im Bild bin ich mittlerweile abgekommen und möchte die panels jetzt vorerst nur wie ein Vordach montieren, so dass der Wind nicht mehr senkrecht auf die Panels treffen wird. Ich werde die Panels vermutlich auch erstmal liegend montieren, so dass die Komplexität sinkt. Amortisiert sich dann halt etwas später, aber besser als nichts.
Dafür sind die eigentlich auch nicht ausgelegt, also wenn du daraus direkt ein Dach baust. Hintergrund ist, dass es kein Sicherheitsglas ist. Wenn da was drauf fällt oder durch Wind doch mal bricht, könnten große scharfe Scheibenteile rausfallen und schwer verletzen.
Auch wenn vielleicht wenig wahrscheinlich, muss man es im Kopf behalten wg. versicherungstechnischen Gründen oder falls Vermieter da Vorgaben macht.
Ein echtes Dach bauen und darauf dann installieren, sollte kein Problem sein.