Wenn du etwas mehr Geld ausgeben kannst: Die Nordic Geräte, die für die nordischen Länder gedacht sind, können oft sehr stark reinpowern und auch viel Luft bewegen. Gibt es von diversen Herstellern. Und das Hauptthema, was viele im Einfamilienhaus haben, dass die Geräte sehr gut regeln können, das hast du hier nicht. Du hast ja fast nur volle Pulle oder abgeschaltet.
Preis-Leistungsmäßig sind wohl die Nordics von Gree recht interessant. Siehe hier:
Danke für die Anregungen bisher. Mit der seit ca. einer Woche laufenden Taupunktsteuerung der Lüfter bin ich wohl ein ganzes Stück vorangekommen. Tag für Tag sinkt die rel. Luftfeuchte und hat jetzt einen Durchschnitt von 74,1 % erreicht.
Schritt 1: Taupunktsteuerung ist also ein erster Erfolg.
Nun zu 2 geeigneten Klimageräten. Vielen Dank, Win, für die Empfehlung der Gree Amber in dem zitierten Thread, die bestimmt sehr gut geeignet ist. Ich meine aber, dass man heutzutage doch auf R290 als Kältemittel setzten sollte, oder liege ich da falsch?
R290 ist noch etwas früh, dauert noch 1-2 Jahre. Es gibt nur ganz vereinzelte Angebote, die dann auch völlig überteuert sind. Da bist du im Grunde auf eine Hand voll Anlagen festgelegt, wovon einige auch noch eher schlecht performen.
Die relative Feuchte ist stark abhängig von der Raumtemperatur. Dass sie bei 9 °C, die Du beschreibst und die auch sehr gut zur Erdreichtemperatur passen, ziemlich hoch ist, wundert nicht.
Wenn das Wasser aus der Umgebung käme, wären die Bauteile sichtbar feucht.
Das sollte sich mit Heizen doch leicht beheben lassen…bis die Sportler kommen und durch Schwitzen Wasser eintragen. Ab dann hilft nur Lüften.
Ich kenne den Keller ja nicht, aber welches Wasser? Wodurch erfolgt der Feuchteeintrag?
Seine Werte zeigen ~ 8,6°C/74%r.F. → das ergibt einen Taupunkt von rund 4°C. Wenn man den Raum heizt, werden ja auch die gedämmten (!) Wände wärmer. Dass die Bauteile im Erdreich 4°C haben, würde mich wundern. Seine 8,6°C entstehen irgendwie durch die Erdreichtemperatur und Außenlufttemperatur.
Aber gut, ich kenne den Raum nicht und das sind nur theoretische Überlegungen.
R290 Anlagen sind halt nicht ausgereift. Ich kenne jetzt zwei in Betrieb und die verbrauchen deutlich mehr als meine Daikin. Und sowohl Mitsubishi als auch Daikin bringen dieses Jahr keine auf den Markt. Da ich mehrere Daikin Händler kenne, ist die Info an die Händler, dass das Kältmittel Probleme mit Leitungen und Verdichter macht. Da Propan entzündlich ist, muss gewährleistet sein, dass kein Gas in Innenräume austritt. Zudem gibt es kaum Leute die dafür geschult sind (die irrige Annahme, dass die Anlagen wegen Umweltunschädlichkeit von jedem installiert werden dürfen wird durch die extremen Anforderung wegen Exschutz wieder aufgehoben).
Zudem darf nur eine bestimmte Menge Gas in den Anlagen verwendet werden, was lange Leitungslängen schwierig macht und und und ….
Ich würde erstmal KEINE verwenden, da die Gefahr groß ist, dass man Versuchskaninchen ist und Daikin und Mitsubishi Anlagen die ICH kenne teilweise über 20 Jahre problemlos laufen.
Feuchteeintrag geschieht nur durch die Aussenluft. Alle Wände, die Decke und der Boden sind trocken.
Ich denke, die Lösung heißt “Heizen” - wie ja einige hier auch schon geschrieben haben. Dies dann kombiniert mit einer effizienten Taupunktsteuerung zur Lüftung sollte akzeptable Feuchtigkeitswerte unter 70 % r.F. bringen.
Nach Ostern will ich 2 Klimanlagen einbauen und hoffe, das zeigt Wirkung.
Ich stelle mal ein aktuelles Zwischenergebnis ein. Wie ihr sehen könnt, hat die Taupunktsteuerung der Lüfter recht gut funktioniert. Von rund 80 % r.F. im März sind wir jetzt bei knapp 60 % r.F. angelangt. Ihr seht an den Kurven, dass die rel. Luftfeuchte natürlich ganz überwiegend von der Temperatur abhängt, weil die wärmere Luft ja viel mehr Wasser aufnehmen kann.
Wir sind aber erst mal zufrieden bisher, der Aufenthalt ist viel angenehmer und es riecht auch einfach viel frischer.
So Ende Juni mache ich mich dann an die beiden Klimaanlagen, das wird den Zustand sicher nochmal stabilisieren.