Reparaturempfehlungen für beschädigte 1/4" Kältemittelleitung

Und wers nicht korrekt macht und es ist noch Luft drin, dem fliegt es um die Ohren. Besser nicht solche hochgefährlichen Ideen hier teilen.

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Abschätzung: Eine 1/4" Kältemittelleitung hat 6,35 mm Außendurchmesser. Bei angenommenen 1 mm Wandstärke ergibt das 4,35 mm Innendurchmesser, oder eine lichte Querschnittsfläche von etwa 0,15 cm². Ein 1-Meter-Rohrstück hat demnach 15 cm³ Volumen.
1 mol gasförmiges Propan wiegt 44 g und hat unter Normalbedingungen 22,4 Liter Volumen. Wir bekommen demnach maximal 29 Milligramm Propan in das 1-Meter-Rohrstück.

Man bräuchte nun schon ein Nadel-Dosierventil, um überhaupt weniger als 29 mg Propan in das Rohr einzulassen. Mit jedem gängigen Flaschenventil bläst man sofort viel mehr ein und hat die Luft umgehend verdrängt. Das dürfte erklären, warum ganix und ich noch leben :smile:

Man könnte jetzt noch die Worst-Case-Abschätzung machen, mit wie viel mg Propan man eine stöchiometrische Mischung mit dem Luftsauerstoff in dem 1-Meter-Rohrstück bekommt (dürfte <<10 mg sein) und wie hoch dann die Reaktionenthalpie ist, wenn es zündet. Ohne es explizit gerechnet zu haben, gehe ich aber sehr davon aus, dass man sich auch damit schwerlich wird umbringen können, insbesondere wenn das hintere Rohrende offen ist.

Als offizielle Empfehlung können wir dennoch gerne festhalten, dass Stickstoff, Helium und Argon sicherere Spülgase sind.

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Das wurde aber nicht explizit für 1m 1/4 Zoll Rohr geschrieben, sondern wurde sehr allgemein als Möglichkeit beschrieben. So, als wäre das ein gängiges und universelles Verfahren statt Schutzgas. Davor sollte man unbedingt warnen.

Man sollte der Vollständigkeit halber darauf hinweisen, dass sich bei einem Gasschlauch, den man an eine 11 kg Propanflasche anschließt, prinzipiell das gleiche Problem stellt. Wenn man diesen Schlauch neu im Baumarkt kauft, befindet sich zunächst Luft im Schlauch. Schließt man ihn an Propanflasche und Lötbrenner an und dreht die Propanflasche hypothetisch "zu zaghaft" auf, dann könnte sich im Schlauch theoretisch ein zündfähiges Gemisch bilden und beim Versuch, den Lötbrenner zu zünden, ein Backfire in den Gasschlauch zurücklaufen und dieser explodieren.
Passiert in der Praxis aber nicht. Das Schlauchvolumen ist minimal und das Flaschenventil gibt auch bei zaghaftem Öffnen sofort so viel Gas frei, dass die Luft umgehend aus dem Schlauch verdrängt wird.

Im Allgemeinen stimme ich dem Einwand natürlich zu, dass man beim Hartlöten besser inerte Gase nutzen sollte, da das sicherer ist. Aber im Hobbyumfeld kann unter bestimmten Voraussetzungen und mit dem nötigen Hintergrundwissen, wie man es macht, auch mit Kohlenwasserstoffen eine Oxidation im Kupferrohr verhindert werden. Die wirken unter Hitzeeinwirkung sogar besser als ein inertes Gas, da sie reduzierend, also Sauerstoff aufnehmend wirken. Bereits oxidierte Oberflächen werden also wieder blank.

Aber genug dazu, jeder wie er meint! :wink:

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