Da unser Balkonkraftwerk nun - dank der hervorragenden Hilfe hier im Forum! - endlich richtig funktioniert, ergibt sich eine kleine Folgefrage:
Die gesetzliche Vorgabe ist ja, dass man nur 800 W ins Hausnetz einspeisen darf. Nun kann ich in der EcoFlow-App meine Region auch auf Frankreich (900 W) oder eine andere Region (1200 W) einstellen.
Wenn wir nun mal von dem hypothetischen Szenario ausgehen, dass ich auf unserem Grundstück den “Freistaat Elektrofreiheit” ausrufe und die entsprechende Fahne hisse - gibt es elektrotechnische Vorbehalte hinsichtlich der entsprechenden Änderung von Deutschland auf “andere Region” …?
Mit meinem (gefährlichen?) Halbwissen würde ich sagen: Nein!
Was meint ihr? Alles rein hypothetisch natürlich …
Wie hast du den Wechselrichter denn an dein Hausnetz angeschlossen? Einfach an eine beliebige Steckdose? Weißt du wie viele andere Steckdosen oder Verbraucher auf dem Stromkreis / der Sicherung hängen?
Ich bin kein Freund der KI, hier aber konnte sie helfen. Ich zitiere:
Während 50 Hz in Europa Standard ist, nutzen Länder wie die USA, Taiwan oder die Philippinen 60 Hz. Obwohl einige 230V-Länder (wie manche Karibikstaaten) 60 Hz nutzen, ist der 50-Hz-Standard in Europa Teil eines stark synchronisierten Verbundnetzes, das sehr engmaschig geregelt is
Der Wechselrichter ist in den 1,9 kWh Speicher integriert, an dem die vier 520 W-Panels auch direkt hängen. Und ja, der Speicher steckt einfach in der Steckdose in der Garage. Müsste mir den Sicherungskasten dann nochmal genauer anschauen bzgl. der verschiedenen Stromkreise, bin leider nicht mehr vor Ort.
Ja, das wäre empfehlenswert. Die 800W Grenze gibt es ja, damit man "unbedarft" ein BKW an jeder Steckdose anschliessen kann. Was darüber hinaus geht, sollte vorher überprüft werden.
Rein technisch betrachtet kommt es darauf an, ob die Möglichkeit besteht, dass du 1200 W einspeist und auf der gleichen Leitung nochmal hohe Leistungen ziehst und wie das ganze dann abgesichert ist.
Nehmen wir mal an, du hast 16A abgesichert und die Leitung ist dafür auch ausgelegt. Dann könnte es eben auch sein, dass bei 1200W Einspeisung etwa 5A mehr fließen können, ohne das das die Sicherung sieht. Du hast dann z.B. 21A fließen, die Sicherung sieht aber nur 16A und löst noch nicht aus. Und da ist die Frage, ob deine Leitungen das vertragen.
Ist die Elektrik für 16A ausgelegt und du tauschst die Absicherung auf 10A, sollte alles im grünen Bereich sein.
Ich sag mal, da das mit 4 520Wp-Modulen rechtlich sowieso kein BKW mehr ist, kannst du auch mehr als 800W einspeisen. Stell aber einen Schlagbaum an deine Grenze
Technisch könnte das ein Problem werden, wenn an dem Leitungsstrang der Einspeisedose noch ernsthafte Stromverbraucher hängen. Deswegen gibt’s ja die Begrenzung auf 800W.
Interessant, dass das dann so von EcoFlow verkauft wird, hatte mich da schon gewundert. Aber ich fand 4 x 520 W bifazial dann doch irgendwie attraktiver als 4 X 450 W “normal”
Es gibt nicht nur 230V und nicht nur die 800W, es gibt auch Einstellungen die das Netz betreffen. Mit Abschaltkriterien etc. pp.
Wenn du nun also “andere Region” einschaltest, und das wäre beispielsweise ein Netz mit 60Hz kann so Einiges passieren. Daher würde ich da nicht dran rumspielen.
@roterfuchs wow DAS hätte ich aus deinem Post auch nicht geschlossen. Aber so macht das Sinn. Hätte nicht daran gedacht, dass andere Region ja auch andere Einstellungen bzgl. des Netzes hat.
Ah, jetzt verstehe ich den Hinweis. Tatsächlich glaube ich, dass de facto gar nicht wirklich etwas “eingestellt” wird, sondern eben nur die Begrenzung von 800 W aufgeweicht wird.
Die Waschmaschine hängt eh auch direkt an dem einen Speicher und kann sich so 800 + 1200 W ziehen.
Ich hätte auch präziser schreiben sollen, dass es mir nur um die Einspeisung ins HAUSNETZ geht.
Für die Einsparung der paar kWh, die ich noch aus dem Netz ziehen muss, wenn ich mal ein Gerät mit mehr als 800 W einschalte (Wasserkocher, Staubsauger, Kaffeemaschine), ist es mir das Risiko aber wohl nicht wert, so dass ich als anständiger und verantwortungsvoller Bürger bei der 800 W-Grenze bleiben werde …
Ich würde mir einfach ein anderes Konzept überlegen. Einen Akku mit einem BKW aufladen. Und an diesen Akku dann einen eigenständigen Wechselrichter für 230V mit einer Steckdose. So etwas ähnliches hast du dann sowieso schon wenn ich das richtig lese.
Ja, wir haben zwei Speicher mit jeweils 1,92 kWh. Der eine hat den Wechselrichter integriert, da hängen auch die vier Panele dran.
Es ist “vom Feeling her” halt etwas unbefriedigend, wenn man in der App sieht, dass der Speicher voll ist - und dann bei Geräten mit mehr als 800 W Leistung die Differenz nicht aus dem Speicher, sondern aus dem externen Netz gezogen wird.
Ansonsten wären wir mit unserem niedrigen Gesamtverbrauch bei quasi 100 % Strom-Autarkie.
Kannst du das nicht umlegen? Also evtl. brauchen Geräte Warmwasser. Also könnte man Warmwasser in einem kleinen Boiler oder dergleichen mit 800W erwärmen und das Geräte, evtl. Waschmaschine oder Spülmaschine, mit dem Warmwasser versorgen. Oder wie beschrieben mit einer Steckdose an einem WR mit mehr als 800W als Insel.
Verständlicher Wunsch. Läßt sich rausfinden, welche Einstellungen möglich sind, und was das bewirkt?
Bezüglich Sicherheit bist mit einem C10 Automaten ausreichend abgesichert. Sobald man in der Garage Strom braucht, kommt der wenigstens zum Teil aus dem Würfel. flex und Schweißgerät funktionieren also auch mit 10A Sicherung, wenn der speicher liefert
Hab es jetzt auf Abhieb nur anders rum gefunden, aber ggf gibts Wieland-Schuko Adapter, wenn Du nicht nochmal in ne Steckdose vom Elektriker investieren willst. Kommt natürlich auch drauf an, wieviel die Module praktisch bringen und ob die auf 800 Watt begrenzte Einspeiseleistung mit separatem Speicher wirklich ein Problem wäre.
Ich konnte es natürlich doch nicht lassen und habe auf 1200 W umgestellt. Vor dem Hintergrund, dass
- in unserem Haushalt regelmäßig diverse Geräte mit einer Leistung von mehr als 1200 W (Staubsauger, Spülmaschine, Waschmaschine, Kaffeemaschine, Wasserkocher) teils gleichzeitig laufen,
- unsere Hauselektrik professionell und mit 16 A (= 3800 W) Absicherung installiert wurde,
- die Phase/Leitung, an der der Wechselrichter hängt im Vergleich mit den beiden anderen Phasen eher unterbelastet ist und es über Jahre/Jahrzehnte nie zu Problemen gekommen ist,
habe ich es gewagt.
Ich freue mich über die extra bis zu 400 W, die nun von den Solarpanels/der Batterie zur Verfügung gestellt werden können, wenn ein Gerät mehr als 800 W Leistung hat!