@hheck
Moin in die Runde:
man kann beim Deye Sun 800 durch Signale von außen die Ausgangsleistung begrenzen. Der Weg dahin ist hier beschrieben:
Mir war dieser Weg zu steinig und die Steuerung über eine China Cloud dürfte m.A. zu einer langen Regelstrecke führen, so dass die Anpassung an den aktuellen Wert träge sein dürfte - wer mag, kann es ausprobieren.
Wer sich mit Mosfet eine Impulsweitenregelung bauen will, der mag es tun. Würde mich wundern, wenn das der Mosfet überlebt, jedenfalls sollte für ausreichend Kühlung gesorgt werden.
Mir fehlt aber jetzt das Verständnis für den Sinn und Zweck einer solchen Drosselung, wenn die PV Module direkt am WR angeschlossen sind.
Wenn die Sonne scheint und der WR seine volle Leistung schafft, dann produziert er die erlaubten 800W und speist sie in mein Hausnetz. Ist der Verbrauch im Haus dann niedriger, als die 800 W, dann geht der Überschuss in das öffentliche Netz. Das ist erlaubt und kostet in Deutschland kein Extrageld.
In der Regel gibt es keine Vergütung (so bei mir), so dass ich meinen Überschuss verschenke. Wenn ich den WR so drossel, dass er nur meinen Hausbedarf deckt, dann wird der Sonnenstrom nicht mehr voll ausgenutzt. Das nenne ich Verschwendung, denn die PV Anlage könnte mehr produzieren und ihre mögliche Kapazität wird nicht genutzt.
”Schenken ist ehrenhafter als Verschwenden”, ist mein Motto.
Aber auch “Spare in der Zeit, so hast du in der Not” ist ein rationales Ziel. Das erreicht man, indem ein Akku zum Einsatz kommt.
Mein Aufbau folgt diesem Muster und ich weiß, dass viele diesem Aufbaumuster folgen; es dürfte also sinnvoll sein:
PV → Mpp Laderegler → Akku → WR → Hausnetz → Zähler →öff. Netz
Beispiel: Sonne scheint, PV macht 2000 W. Die werden über den Mpp Laderegler auf den Akku geleitet und laden ihn, bis er voll ist. Der WR zieht jetzt beispielsweise 800 W. Dann wird der Akku mit 1200 W geladen und 800 W vom WR ins Hausnetz geleitet (2000 W - 800 W).
Braucht es im Haus nur 300 W, dann gehen 500 W ins öffentliche Netz. 800 - 300 = 500 W, die ich verschenke. Drossel ich den WR auf 300W, dann geht nix ins öff. Netz. Die Ladeleistung für den Akku erhöht sich um die 500 W, so dass weiterhin die volle PV Leistung von 2000 W genutzt wird. Je nach Akku Größe wird der dann bis zum Abend voll geladen sein. Mein WR wird dann mit dem Strom aus dem Akku auch nachts Strom produzieren, denn ich hab ja im Akku Strom vom Tag “gespart” und hab ihn in der “Not”, da kein PV Strom bei Dunkelheit erzeugt werden kann.
Warum soll man also Aufwand betreiben, der nur dazu dient, keinen Überschussstrom, für den man keine Verwendung hat, ins Netz zu verschenken? Nur um ihn damit zu verschwenden? In Deutschland macht es keinen Sinn.
In anderen europäischen Ländern ist es gewiss anders, wie ich hier im Forum erfahren habe. Insofern mag es außerhalb Deutschlands gute Gründe geben, die dem Vorgehen einen Sinn geben.
L.G.