Hallo,
ich hatte bisher vor mit dem Einspeisewächter Ready2Plugin von Indielux ein etwas größeren "Balkonkraftwerk" auf meiner Terrasse zu realisieren. Laut der Website sollte das Gerät eine Nulleinspeisung unterstützen, eine Leistung bis 1800W bieten und es ermöglichen ohne Elektriker auszukommen. Der von mir ausgewählte Hoymiles HM-600 wurde auf der Kompatibiltätsliste als kompatibel geführt und als Regelmodus wurde PWM angegeben.
Gerade habe ich mit einigem Erstaunen festgestellt, dass man den Status des Gerätes und auch fast aller zuvor als kompatibel aufgeführten Mikrowechselrichter vor ein paar tagen ein "klein wenig" geändert hat. Zwar sind sie immer noch kompatibel, aber als Funktion werden nun nur noch Leitungs- und Netzschutz, sowie Monitoring aufgeführt. Nulleinspeisung bzw. eine Vereinfachte Anmeldung scheint nun nur noch für Geräte mit RS485 Schnittstelle möglich zu sein. Obwohl ich Vorbesteller bin wurde ich nicht über die Änderungen am Leistungsumfang des Gerätes informiert, was mich natürlich "sehr freut" und ein mehr als mieses Geschmäckle hinterlässt.
Zumindest für mich scheint sich damit das Gerät erledigt zu haben, denn warum sollte ich ein Gerät erwerben das eine Nulleinspeisung und eine Leistungserhöhung bei gleichzeitig noch möglicher vereinfachter Anmeldung zwar bewirbt, aber anschließend die Spezifikaton so geändert wird, dass die grundlegenden Produkteigenschaften für bestimmte Geräte plötzlich nicht mehr vorhanden sind. Falls ich hier war grundlegend falsch verstanden habe klärt mich bitte auf, ansonsten bitte ich alle Vorbesteller oder Interessenten mal kurz nachzuschauen ob das überhaupt noch das Gerät ist für das sie sich möglicherweise interessiert, bzw. vorbestellt haben.
Ganz ehrlich, warum sollte man, bei dem derzeitig angegebenen Leistungsumfang, überhaupt noch ein solches Gerät für die Vorschaltung bei kleineren Mikrowechselanlagen kaufen. Den Elektriker muss man nun wohl eh holen, eine vereinfachte Anmeldung ist nicht und die Leistung z.B. gegenüber dem Gerät von Hoymiles wäre auch noch geringer. Klar, man hätte Monitoring, aber das hätte man auch über bestimmte Apps oder z.B. Ahoy. Bliebe noch die Verwendung bei einem einzelnen Mikrowechselrichter, aber da wäre es auch ziemlich sinnfrei, da man so ein Gerät ohnehin relativ einfach anschließen kann und die Mehrkosten für Einspeisewächter und Shelly nur den Zeitpunkt bis zur Amortisierung deutlich weiter in die Zukunft verschieben.