R290, Vorschriften und Sicherheit

Deswegen sollte man bei Fahrzeugbränden tunlichst vermeiden die Verbrennungsgase des Kältemittels einzuatmen, die anderen Verbrennungsgase dagegen sind ... {green}:crazy:

könnte man nicht ein Kältemittel nehmen das man auch zu Feuerlöschen ! verenden könnte sowas wie R22 {green}:nerd:

Ich denke das ist die aktuelle EU Verordnung dazu:

https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/?uri=CONSIL%3APE_60_2023_REV_1&qid=1707548752263

--> DE, Seite 157

Die beste Möglichkeit wäre die elektrokalorische Wärmepumpe. Die kommt gänzlich ohne Kompressor und Kältemittel aus. Das wird wohl noch was dauern aber es geht vorwärts! Schritt für Schritt.

Genauso enthusiastisch bin ich auf die neuen Tandem-PV-Module mit Mehrfachschichten die auch andere Wellenlängen verwerten können und daher höhere Wirkungsgrade erzielen können.

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Bei R32 sind es ca. 12 bis 20 g pro Meter, die bei Überlänge nachgefüllt werden sollen. Die 12 g kommen von Midea die anderen Hersteller rechnen meist mit 20 g. Bei den kleinen Anlagen mit 2,5 bis 3,5 kWh und 9/6er-Rohren. Deshalb ist bei Midea auch bei R290 die Rohrlänge beschränkt.

Die All Easy Blue hat eine max. Leitungslänge von 25m und eine Kältemittelfüllmenge von 0,38kg. Ab 5m müssen 10g/m nachgefüllt werden.

https://www.midea.com/content/dam/midea-aem/de/hvac/datenblätter-neu/Datenblatt_All%20Easy%20Blue.pdf

Da ist man deutlich über den 150g R290. Darf so etwas überhaupt verbaut werden?

Interessant der Zusatz dort: "außer wenn dies zur Einhaltung von Sicherheitsnormen am Standort erforderlich ist"

Wenn man also zum Schluss kommt, dass R290 zu gefährlich für Räume < 20m² ist, wird es auch weiterhin R32 Anlagen geben können, die man in kleineren Räumen installieren darf.

Ich glaube aber eher, dass die R290 Anlagen so sicher werden, dass die auch in kleinen Räumen zu betreiben sind.

Hier hab ich noch einen Artikel zu R290 in Split-Klima gefunden, der ist aus 2020:

Ja, das passt nicht zusammen, selbst mit 0,38 kg nicht. Jemand hat letztes Jahr ein Video auf YouTube vom Einbau einer Easy Blue eingestellt. Ich meine, da kam das mit der max. Leitungslänge zur Sprache, bin mir aber nicht 100% sicher. Das waren wohl 3 oder 5 m.

3m oder 5m wären viel zu wenig, das würde auch MultiSplit komplett ausschließen. Wäre R454C evtl. noch eine Alternative, das wäre zumindest bis 2035 möglich?

Genau deshalb ist diese Midea noch im Graubereich. Nach der einen Vorgabe dürften es nur 150g sein, aber es gibt wohl Leute die behaupten, rechtlich wäre das gar nicht bindend. Weil die Situation hier so ungeklärt ist, baut die auch kaum eine Kältefirma ein. Und es gibt auch kaum Händler, die die im Angebot haben.

Hier steht was:

"Die Füllgrenzen für leicht entflammbare A3-Kältemittel wurden von 150 auf 500 g erhöht. " und "Die neuen, höheren Grenzwerte gelten jedoch nur für bestimmte Anwendungen und nur in Räumen einer bestimmten Größe. Es wird auch einige Zeit vergehen, bis sie sich in überarbeiteten Änderungsständen der nationalen Vorschriften wiederfinden."

Und hier:

Dort steht wiederum: "Für Split-Systeme gilt allerdings eine Obergrenze von 150 g. "

Ich hatte ja in dem anderen Thema geschrieben, dass das alles nicht so recht ersichtlich ist. Zudem kommt dann noch der Umstand, dass einige Hersteller VERLANGEN, dass das ein Professioneller das installiert sonst ist die Herstellergarantie weg.

Alles sehr undurchsichtig.

Bei Selbsteinbau ist die Gewährleistung und auch evtl. Garantie eh weg, das hat nichts mit dem Kältemittel zu tun. Das ist jetzt schon beim Badezimmerspiegelschrank vom deutschen Hersteller so, wenn den nicht der Elektriker persönlich hinter dem Schrank mit einer entsprechenden Wanddose angeschlossen hat. Ich dachte letztes Jahr, ich falle vom Glauben ab.

Jokey Sohland GmbH heißt der Hersteller, wo die Spiegelschäden schon nach wenigen Wochen vorprogrammiert sind. Was ist nur aus "Made in Germany" geworden. Teurer Schund.

Interessante Frage!

Es heißt allerdings auch, diese Klimaanlage habe eine "Kältemittelüberwachung". Wahrscheinlich gibt es eine Sicherheitseinrichtung, die die Kältemittelmenge überwacht und im Falle von Leckagen das Gerät abschaltet oder sogar irgendwelche Absperrmaßnahmen einleitet. Es könnte also sein, dass z.B. bei Verlust von 100 Gramm abgeschaltet wird und Absperrventile in der Außeneinheit schließen, so dass eine gewisse Kältemittelmenge dort eingeschlossen wird und höchstens 150 g in die Raumluft austreten können.

So ganz genau weiß man es bislang nicht (dafür müsste mal jemand eine kaufen und Reverse Engineering betreiben, es könnten z.B. auch Propan-Gassensoren darin verbaut sein), aber irgendwelche Sicherheitsmaßnahmen auf konstruktiver Ebene wurden da bestimmt ergriffen. Sobald sichergestellt ist, dass maximal 150 g nach innen lecken können und der Rest draußen bleibt, sollte es regulatorisch irgendwie gehen.

Also ich finde diese Sicherheitsdiskussion ziemlich übertrieben. Es werden z.B. Wärmepumpentrockner mit R290 verkauft und im Haus aufgestellt und niemand macht sich da Gedanken über die Sicherheit.

Hier wird der Bosch Wärmepumpentrockner z.B. wie folgt beschrieben:

WTW845W0 Serie 8

Zu beachten ist: Bei diesem Modell verwendet Bosch das umweltfreundliche Propan R290 als Kältemittel. Dieses ist leicht entflammbar. Bei einem – wenn auch nur unwahrscheinlichen Leck – kann es zu Vergiftungen und einem brennbaren Gas-Luft-Gemisch im Raum kommen, falls die Raumgröße und die Belüftung nicht ausreichen. Deshalb sieht der Gesetzgeber zum Betrieb derartiger Geräte pro 8 g Kältemittel einen Raum von mindestens 1 m³ vor. Da sich insgesamt 150 g Propan R290 in dem Wärmetauscherkreislauf dieses Wäschetrockners befinden, eignet sich als Aufstellungsort nur ein Raum mit einem Volumen von mindestens 18,75 m³.

Wenn ich dies auf eine LLWP für einen 20 m² Raum mit 2,5 m Deckenhöhe übertrage, dann könnte die LLWP mit 400g R290 befüllt sein und ich hätte das gleiche Risiko, wie bei einem Wäschetrockner mit R290.

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Und wer auf Nummer sicher gehen will, steckt sich einen Gasmelder (ab 25€) in die Steckdose und alles ist gut....

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Ich stimme dir zu, dass hier die Verhältnismäßigkeit nicht stimmt. Aber übertrieben ist die ganze Sache definitiv nicht. Es ist nur hässlich, wenn in einem bestimmten Bereich plötzlich stark gegen etwas argumentiert wird und man große Wellen macht, was in anderen Bereichen überhaupt keine Beachtung findet. Da stimme ich dir zu.

Trotzdem ist es bei Anlagen mit R290 und vor Allem bei solchen, die nicht hermetisch abgeschlossen sind und von Laien montiert werden, nicht übertrieben, wenn es da verbindliche Vorschriften gibt.

Wenn man sich an die Vorgaben der (ich glaube) DIN EN 378 hält, dürfte alles in Ordnung sein. Wenn sich die 150g Füllmenge einer mobilen Klimaanlage oder eines WP-Trockners in einem zu kleinen geschlossenen Raum selbstständig machen und es ein zündfähiges Gemisch gibt, dann möchte ich SEHR WEIT weg sein. Andererseits hätte ich bei einer vernünftig ausgelegten Anlage (auch Split Klimaanlage) mit dem passenden Raumvolumen ganz genau Null Bedenken, wenn die in meinem Wohnzimmer werkelt. Auch wenn ich die Anlage selbst installiert hätte.

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Es macht aber schon einen Unterschied, ob 150g oder 500g in einen Raum entweichen können. Bei einer Split ist man eher über 500g.

Natürlich. Deshalb muss man dann auch peinlich genau darauf achten, dass das Raumvolumen entsprechend größer ist. Für kleine Räume wird eine R290-Split möglicherweise nie geeignet sein.

Die Midea All Easy Blue hat 380g und die Haier Pearl Propan R290 Split-Klimaanlage – 3.5 kW hat 310g R290.

Und das sind die ersten, die in Europa erhältlich sind. Da ist bestimmt noch viel Luft nach unten...

Da kommt aber noch in der Inhalt der Kältemittelleitungen hinzu. Bei 20m ist man bei der Midea bei 530g.

Oft steht dann im Wohnraum noch ein Kaminofen, dadurch steigt das Risiko weiter.