Pylontech US2000C mit 324Ah aufgerüstet

Warum sterben die BMS?

Bei mir lag das große Zellensterben an falschen Vorgaben von Pylontech und mangelhafter Kooperation mit der Victron-Anlage.

Inzwischen sind diese Fehler-Ursachen ausgeräumt und das Pylontech-BMS funktioniert gut.

Grüße

Kontakte, Kabelwiderstände, Ri des Akkus, all das nimmt Einfluss auf den Stromfluss. Bei mir pendeln auch Ausgleichsströme zwischen den parallel geschalteten Akkus und wenige Milliohm machen den Unerschied. Nix Schlimmes meine ich. Und bei dir sogar besonders günstig, da die Schalttransistoren des einen BMS nicht überlastet werden können.

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klar der WR kommuniziert falsch und das BMS wird davon so wuschig das es seinen einzigen Job vergisst, der wäre … zu verhindern das einzelne Zellen über 3.65V bekommen.

(Bär, Strick. binden?)

Die werden beim Balancen heiß und erzeugen bei manchen Zellen Überspannung, was zum Zellensterben führt. Dabei wird aber nicht die Zelltemperatur zu hoch, sondern die vom BMS-Board.

Zudem ist bei manchen Firmware die Zellspannung zu hoch angesetzt. Das wusste ich aber erst später. Ich gehe davon aus, dass deswegen auch meine US5000 klaglos ersetzt wurde.

Also wahrscheinlich doch der immer gleiche Fehler bei den frühen Pylontechs, die mangelhafte Kontrolle der Zellspannung, und das führt dann zu den von Dir beschriebenen Problemen.

Pylontech hat dafür Updates bereitgestellt und am WR stellt man zur Sicherheit eben die Spannungsbegrenzung auf max.52V.

Grüße Stephan

Interessanter wäre den OVP auf Zellenebene zu kennen :wink:

Was nutzt ne Spannungsbegrenzung, laufen einige Zellen bis 3,7V - richtig NIX

Ich denke Pylontech hat nicht nur den einen Fehler. Da stimmen mehrere Sachen nicht. Von alleine gehen die Zellen nicht so ohne weiteres hoch und blähen sich auf. Richtig ist auch, dass die Begrenzung auf 52V alleine auch keine Sicherheit bietet, vor allem dann nicht, wenn die Zellen schon leicht vorgeschädigt wurden.

Das mit der reduzierten Spannung ist sicher ein Thema, nachdem eines meiner US3000C Pakete

Probleme gemacht hatte, habe ich den Verkäufer angesprochen. Der hat die Anlage dann

per Ferndiagnose auf 52,5V und auf Batterie - Life gestellt und über einen Tag stehen lassen,

erst dann ist die angeschlagene Zelle wieder hoch gekommen. Die Spannung steht zur Zeit

auch noch über 52V, wie von Pylontech vorgegeben. Ich beobachte mit dem neuen US3000D

gerade ein verändertes Ladeverhalten, die Ladung geht im oberen Bereich eher raus und

moduliert auch sonst etwas eher. Offensichtlich wir in bestimmten Zuständen der Ladestrom

angepasst, damit die Zellen alle mit kommen. Das BMS im neuen Paket ist anders,

selbst die LED`s blinken nicht mehr so nervös.

Gruss

Volta

Eine einzelnen Zelle stirbt, wenn sie überladen, tiefentladen, mit zu großem Strom ge- oder entladen wird oder wenn die Temperatur bei der Ladung zu niedrig ist.

Ein besonderes Problem ist die sehr flache aber zum Ende hin steiler werdende Ladekennlinie, die bewirkt, dass bei zu großem End-Ladestrom die Ladeschlussspannung überschritten wird, was dann sehr schnell zur Überladung führt.

Damit alle diese Bedingungen nicht eintreten und den Speicherblock schädigen, kontrolliert das BMS die Ladegrenzspannung und den Maximalstrom. Damit keine Zelle aus der Reihe tanzt, wirkt der Balancer.

Bei den frühen Pylontechs führte die zu hohe Ladeschlussspannung, ein sehr schwacher Balancer-Strom von ca. 100mA und zum Ladeschluss hin ein zu hoher Ladestrom dazu, das eigentlich alle 15 Zellen wahrscheinlich schon nach wenigen Monaten durch zu große Zellspannungsdifferenzen dauerhaft geschädigt wurden.

Das Ende des Speichers wird durch regelmäßige HV- Alarme einzelner Zellen angekündigt, die der Balancer nicht mehr einfangen kann, das Aufquellen der Zellen ist dann schon voll im Gange.

Als Konsequenz muss also die Ladeschlussspannung früher begrenzt werden und der Ladestrom muss zum Ladeende hin deutlich reduziert werden, damit der Balancer nicht überlastet (eigentlich unwirksam) wird und der steilere Spannungsanstieg zum Ende hin nicht zu einer Überschreitung der Ladeschlussspannung führt.

Dieses Ladeverhalten kann Pylontech zum Beispiel mit den MPPTs von Victron inzwischen gut regeln. Auch bei voller Sonneneinstrahlung regeln die MPPTs bereit einige 100mV vor Erreichen der Ladeschlussspannung den Ladestrom deutlich herunter, um punktgenaue die Zielspannung zu erreichen und nicht zu überschreiten. Bei diesen Bedingungen kann auch der relativ schwache Balancer der Pylontechs zuverlässig arbeiten.

Ich habe das Problem jetzt bei einem Bekannten, da geht jetzt täglich die HV Warnung und die Zelle klettert bis 3,75V obwohl seit anbeginn die Ladespannung auf 52V lag.

Beim Entladen fällt die Zelle schon Bei SOC45% steil ab. Es wird Zelle 104 Angezeigt, ist das dann 1Pylontech 4. zelle?

Wie lange schaut sich ein Pylontech Kunden das eigentlich an?
eine LFP Batterie die nicht verhindern kann das eine Zelle 3.75V erreicht ist nicht marktfähig.

Hallo

Die Lösung des Problems hat froema doch weiter oben bereits beschrieben: Umbau auf JK BMS ist billig und löst die Probleme sogar bei Zellen, die nicht mehr so toll sind.

Mit dem 3D Drucker des Enkels lässt sich auch die Mechanik elegant lösen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas

Falls Garantie möglich ist, dann kommt was anderes ins Haus.

Der Service von Pylontech war in meinem Fall vorbildlich, nachdem ich die Protokolle mit dem entsprechend Konsolenkabel und der Software "batteryview" von Pylontech ausgelesen und dem Service zur Verfügung gestellt hatte, bekam ich nach einigen Tagen den Bescheid, dass meine drei defekten US2000 kostenlos durch US2000C ersetzt werden.

Nach sechs Wochen wurden die Speicher geliefert.

Mit der aktuellen Software und der bei Victron eingestellten Ladeschlussspannung von 51,4V läuft mein Speicher mit 37kWh perfekt.

Ich kann mich also über Pylontech überhaupt nicht beklagen, es sind immerhin 3 Speicher im Wert von über 1500€ ersetzt worden. Ob das bei anderen Herstellern so einfach möglich gewesen wäre, wage ich zu bezweifeln.

Grüße

Guten Abend,

bei mir war es auch so, netter Kontakt und nach dem Versenden der LOG - Dateien

hatte ich zwei Tage später eine Antwort von den Technikern. Der neue Akku wurde binnen

fünf Wochen zugeschickt und da ich aus dem neuen Speicher keine Daten auslesen

konnte, habe ich noch eine neue Software dafür bekommen.

Passt doch!

Gruß

Volta

Bei den allermeisten anderen Herstellern (hust... LG) werden solche Einsätze nicht notwendig sein.