Pylontech US2000C mit 324Ah aufgerüstet

Hallo,

ich finde deinen Ansatz für die Nutzung des vorhandenen US2000C BMS Super.

Aus meiner Sicht spricht nichts gegen eine Nutzung der vorhandenen Ressoucen,

auch wenn das Thema aufgeblähte US2000C schon wirklich schlecht ist.

Ich selber habe gerade noch einen US3000C im Paket an dem eine Zelle

aus dem Ruder läuft, nach Rücksprache mit Pylontech wurde bereits ein

Ersatz geschickt, das lief eigentlich ohne viel Theater, so gesehen hatte ich Glück.

Natürlich beobachte ich die Zelle nun sehr aufmerksam aber solange noch keine

Fehlermeldungen kommen läuft dieses Paket noch weiter mit. Schon aus Gründen

der Nachhaltigkeit richtig und erforderlich.

Gruß

Volta

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Bei mir war es umgekehrt. Meine alten 2000er machen klaglos ihre Arbeit. (Daumendrücken/Holzklopfen). Meine jüngeren 5000er machten jetzt vom BMS Probleme. Da mir eine US5000, ohne Rücknahme der alten, ersetzt wurde, wollte ich die nicht aufgeben. Nachdem nun das zweite BMS einer US5000 zu sterben drohte, habe ich jetzt alle 5000er auf JK-BMS umgerüstet. Und sie laufen wieder prima.

Warum sterben die BMS?

Bei mir lag das große Zellensterben an falschen Vorgaben von Pylontech und mangelhafter Kooperation mit der Victron-Anlage.

Inzwischen sind diese Fehler-Ursachen ausgeräumt und das Pylontech-BMS funktioniert gut.

Grüße

Kontakte, Kabelwiderstände, Ri des Akkus, all das nimmt Einfluss auf den Stromfluss. Bei mir pendeln auch Ausgleichsströme zwischen den parallel geschalteten Akkus und wenige Milliohm machen den Unerschied. Nix Schlimmes meine ich. Und bei dir sogar besonders günstig, da die Schalttransistoren des einen BMS nicht überlastet werden können.

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klar der WR kommuniziert falsch und das BMS wird davon so wuschig das es seinen einzigen Job vergisst, der wäre … zu verhindern das einzelne Zellen über 3.65V bekommen.

(Bär, Strick. binden?)

Die werden beim Balancen heiß und erzeugen bei manchen Zellen Überspannung, was zum Zellensterben führt. Dabei wird aber nicht die Zelltemperatur zu hoch, sondern die vom BMS-Board.

Zudem ist bei manchen Firmware die Zellspannung zu hoch angesetzt. Das wusste ich aber erst später. Ich gehe davon aus, dass deswegen auch meine US5000 klaglos ersetzt wurde.

Also wahrscheinlich doch der immer gleiche Fehler bei den frühen Pylontechs, die mangelhafte Kontrolle der Zellspannung, und das führt dann zu den von Dir beschriebenen Problemen.

Pylontech hat dafür Updates bereitgestellt und am WR stellt man zur Sicherheit eben die Spannungsbegrenzung auf max.52V.

Grüße Stephan

Interessanter wäre den OVP auf Zellenebene zu kennen :wink:

Was nutzt ne Spannungsbegrenzung, laufen einige Zellen bis 3,7V - richtig NIX

Ich denke Pylontech hat nicht nur den einen Fehler. Da stimmen mehrere Sachen nicht. Von alleine gehen die Zellen nicht so ohne weiteres hoch und blähen sich auf. Richtig ist auch, dass die Begrenzung auf 52V alleine auch keine Sicherheit bietet, vor allem dann nicht, wenn die Zellen schon leicht vorgeschädigt wurden.

Das mit der reduzierten Spannung ist sicher ein Thema, nachdem eines meiner US3000C Pakete

Probleme gemacht hatte, habe ich den Verkäufer angesprochen. Der hat die Anlage dann

per Ferndiagnose auf 52,5V und auf Batterie - Life gestellt und über einen Tag stehen lassen,

erst dann ist die angeschlagene Zelle wieder hoch gekommen. Die Spannung steht zur Zeit

auch noch über 52V, wie von Pylontech vorgegeben. Ich beobachte mit dem neuen US3000D

gerade ein verändertes Ladeverhalten, die Ladung geht im oberen Bereich eher raus und

moduliert auch sonst etwas eher. Offensichtlich wir in bestimmten Zuständen der Ladestrom

angepasst, damit die Zellen alle mit kommen. Das BMS im neuen Paket ist anders,

selbst die LED`s blinken nicht mehr so nervös.

Gruss

Volta

Eine einzelnen Zelle stirbt, wenn sie überladen, tiefentladen, mit zu großem Strom ge- oder entladen wird oder wenn die Temperatur bei der Ladung zu niedrig ist.

Ein besonderes Problem ist die sehr flache aber zum Ende hin steiler werdende Ladekennlinie, die bewirkt, dass bei zu großem End-Ladestrom die Ladeschlussspannung überschritten wird, was dann sehr schnell zur Überladung führt.

Damit alle diese Bedingungen nicht eintreten und den Speicherblock schädigen, kontrolliert das BMS die Ladegrenzspannung und den Maximalstrom. Damit keine Zelle aus der Reihe tanzt, wirkt der Balancer.

Bei den frühen Pylontechs führte die zu hohe Ladeschlussspannung, ein sehr schwacher Balancer-Strom von ca. 100mA und zum Ladeschluss hin ein zu hoher Ladestrom dazu, das eigentlich alle 15 Zellen wahrscheinlich schon nach wenigen Monaten durch zu große Zellspannungsdifferenzen dauerhaft geschädigt wurden.

Das Ende des Speichers wird durch regelmäßige HV- Alarme einzelner Zellen angekündigt, die der Balancer nicht mehr einfangen kann, das Aufquellen der Zellen ist dann schon voll im Gange.

Als Konsequenz muss also die Ladeschlussspannung früher begrenzt werden und der Ladestrom muss zum Ladeende hin deutlich reduziert werden, damit der Balancer nicht überlastet (eigentlich unwirksam) wird und der steilere Spannungsanstieg zum Ende hin nicht zu einer Überschreitung der Ladeschlussspannung führt.

Dieses Ladeverhalten kann Pylontech zum Beispiel mit den MPPTs von Victron inzwischen gut regeln. Auch bei voller Sonneneinstrahlung regeln die MPPTs bereit einige 100mV vor Erreichen der Ladeschlussspannung den Ladestrom deutlich herunter, um punktgenaue die Zielspannung zu erreichen und nicht zu überschreiten. Bei diesen Bedingungen kann auch der relativ schwache Balancer der Pylontechs zuverlässig arbeiten.