PVTool erweitern auf ortsabhängigen Wärmepumpenverbrauch?

Hi, ist es sinnvoll und gibt es die Möglichkeit, zusätzlich:

  • Den Verbrauch einer Wärmepumpe im Jahresverlauf (mit echten, abrufbaren, alten Temperaturverläufen) zu Simulieren

  • Den Gesamtwärmemengenbedarf des Hauses dabei einzugeben (Jahresbedarf)

  • Vielleicht dann sogar den Strompreis im Verhältnis zum Gaspreis im Verhältnis zum Standortbedingten COP zu vergleichen (monatlich?)

Um dann rauszubekommen wieviel man in PV investieren sollte um nach z.B. 20 Jahren wieder das Geld drinnen zu haben.

Ich denke es lohnt sich PV mit Wärmepumpen zu koppeln. Meiner Erfahrung nach, könnte man mindestens (den Heizbedarf für) die Übergangszeit mit ca 1/3 der Heizkosten problemlos mit PV decken.

Mit Platz und vielen flach aufgeständerten Modulen, noch viel mehr.

Wieviel mehr, wäre die Frage.

LG

LichtQuant

Für alle, die es nicht kennen, das PV-Tool ist das hier:
https://akkudoktor.net/pub/pvtool-rechner

Nachtrag:

Ich glaube das hier ist der Punkt:

Ich denke das wichtigste ist die Verteilung des JahresHeizenergieverbrauchs.

Die ist bei fester JAZ über die min/max Außentemperaturen auf den "täglichen COP" umlegbar.

Und dann geht das PV Tool schon fast mit dem was es kann.

Ja, bestimmt. Aber gewiss auch sehr anspruchsvoll. Mir ist nix bekannt, dass so etwas kann. Für die WP Verbrauchsdaten wird man sicher noch deren Wirkungsgrade bei unterschiedlichen VL und Außentemperaturen eingeben müssen. Das ideale Tool kennt alle WP und alle Daten sind hinterlegt. Wer das programmieren und die Datenbanken stets aktuell halten soll, braucht vermutlich einen bezahlten Arbeitsplatz. Und trotzdem wird bleiben Ungewissheiten, denn die Wetterdaten sind aus dem Durchschnitt der letzten (ich glauben 15) Jahre ermittelt. Was ist, wenn das Wetter nicht mitspielt und sich nicht an den “Durchschnitt” hält?

Wenn du so ein tool finden oder erfinden solltest, dann teile es uns bitte mit. Mein Dank ist dir gewiss.

L.G.

Es würde schon ausreichen, wenn es das Tool mit monatlichen Verbrauchswerten gäbe. Dann kann man selber eintragen wann man was verbraucht.

So ist es. Bei mir war letztes Jahr Nebel. Da stimmte von PVGIS nichts. Jedenfalls nichts, was ich verwerten könnte.

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Was vom Gebäude abhängig ist würde ich außen vor lassen und einen JAZ selber eingeben / abschätzen lassen. (Oder einfach auf 3,5 lassen)

Kann man sich ja selber schöner / schlechter rechnen lassen.

Deswegen auch nur die bisherigen Jahresverbräuche. Und mit früheren Daten als vergleichsmöglichkeit. Allgemein.

Ja das würde sehr helfen. Und ist vermutlich kein so großer Programmieraufwand?

Und uns in M-V hat der Feb. 2025 nur Sonne geschenkt, mehr als je zuvor.
Man steckt halt wirklich nicht drin in der Zukunft des Wetters und damit sind allen tools Grenzen gezogen.

Die Wärmepumpenkurven, die ich bisher von Herstellern gesehen hatte, hatten meißt Knicke bei um die 3 Grad Außentemperatur (vereisung anlage, abtauen) und ab -5 Grad oder so (kalt, qeniger Energie (guck nachher und poste es mal)

Ich würde die 50° (hier nicht abgebildet) nehmen oder als "schlechtesten Fall" die reale 55°.
Dann kann es nur besser sein :wink:

Quelle S16 oben

"5.6 Leistungsdiagramme Außeneinheit Typen 201.D13 und 221.C13, 400 V~ (..) "
(https://community.viessmann.de/viessmann/attachments/viessmann/customers-heatpump-hybrid/5173/1/Leistungsdiagramme%20200-s.pd

Abschätzung JAZ
("Energiesparkommissar" Vortrag im Netz: "Wärmepumpe im Altbau - Es gibt für jedes Haus eine Lösung" - #24 von lichtquant

Ich versuch mal nacher ein Beispiel..

Eigene einzugebende Zahlen.

JAZ :
Ist abhängig vom Gebäude.
Muss man abschätzen oder beraten lassen oder schlechten Fall für seine Gebäudeart annehmen.

GesamtHeizenergie / Jahr:
Erfahrungen aus den letzten Jahren ohne Wärmepumpe.

kWp PV kWh/kWp:
Abhängig von Ausrichtung und Winkel
Bei PV Tool eingebbar

Durchschnittliche min/maxTemperaturen und Sonneneinstrahlung am Standort:
Datenbank(en)

Es geht aber nicht um mehr. Mehr ist wurscht. Wichtig ist das weniger. Wegen der Dimensionierung.

Ich glaube es war der Winter 78/79 als wir im Schnee versunken sind. Wenn dieser Winter der Maßstab sein soll, dann würde ich mit 0 Watt für 2 Monate rechnen. Magst zwar Schnee fegen, doch nach dem 3ten Schneefall am Tag gibst du auf.

Sorry, ich will dich nicht ärgern, nur auf die Begrenztheit jeglicher Vorhersage hinweisen und das Wetter ist nun mal ein sehr chaotisches System, das sich bis heute nur schwerlich über mehr als ein paar Tage halbwegs zutreffend vorhersagen lässt. Klar, es gibt die Omega Formation, wenn die besteht, dann ändert sich das Wetter wochenlang nicht. Aber wann die kommt, kann keiner vorhersagen. Und sie ist selten. Es bleibt also ungewiss.

Für jene die sich eine Insel aufbauen wollen aber signifikant.

Notstromaggregat für "den einen Winter" mit zuviel Schnee :frowning:

Und mit Gasflasche kochen...

(Oder doch PV als "Notstrom" betreiben, Überschuss einspeisen und im Winter auf "Netz only" gehen?)

@topic

This:

Ich denke das wichtigste ist die Verteilung des JahresHeizenergieverbrauchs.

Die ist bei fester JAZ über die min/max Außentemperaturen auf den "täglichen COP" umlegbar.

Und dann geht das PV Tool schon fast mit dem was es kann.

Nachtrag:
Es wäre natürlich eine Abschätzung.
Wenn man die Ungenauigkeiten angibt, könnte es trotzdem ein extrem Tool nützliches zur Orientierung sein, oder?

Habe eine Vissmann Wäremepumpe Vitocal250/252. Habe das jetzt 9 Monate den Verbrauch beobachtet und kann so etwa sagen, was ich täglich benötige, aber auch das schwankt ja, je nach Außentemperatur. Man kann sich in der Vissmann App jeden Monst und jeden Tag anschauen. Und einen Kostal Wechselrichter mit einer Vissmann Wärmepumpe zusammenzubringen schaffen höchstens Bastler.

Einen Durchschnittswert je Monat könnte man ermitteln (mit breitem Daumen)

Aber soviel PV zusammenzubringen, dass ich das auch im Winter zu 100% betreiben kann, da müsste ich aufrüsten.

Mit meinen insgesamt 5 KWP ist es im Sommer zu viel und im Winter zu wenig für die Wärmepumpe.

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@Akkudoktor

Wäre es denn möglich in der Vorlage-CSV-Datei Verlinkungen einzubringen wie ich sie benutzt habe? So lässt sich wenigstens der monatliche Bedarf eintragen und auch eine zeitliche Komponente (nachts/Tag) welches ja mit den PVGIS-Werten arbeitet und daher genauer wird.

Beispiel:

Leider macht er beim Abspeichern und dann wieder öffnen aus den Formeln (z.B. in Zelle B2) aus ehemals: =E3/8 den direkten Wert rein, in dem Falle löscht er die Formel und schreibt rein: 1209,68.

Vor allem für Nutzer mit Wärmepumpen/Klimasplit ist das interessant, weil deren Jahresverbrauch nicht auf 12 Monate verteilt ist, sondern hauptsächlich in den Wintermonaten. Der Aufwand ist einmalig (würde ich gerne noch einmal machen) und die Datei dann leicht anpassbar ohne 8700 Werte anzupassen.

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Hallo *.*,

zwischen den Jahren habe ich mir dazu Gedanken gemacht, wie eine einfaches Verbrauchsmodell einer Wärmepumpe im Tages- und Jahresverlauf aussehen könnte.

Dieses Modell möchte ich im Folgenden erläutern und zur Diskussion stellen.

Das Modell hat folgende Annahmen, die die Umsetzung im PV-Tool wahrscheinlich erleichtern.

Der Wärmebedarf ist linear abhängig von der Temperaturdifferenz zwischen der Innentemperatur und der Außentemperatur.

Die Innentemperatur ist konstant über den ganzen Tag.

Die Energiespeicherfähigkeit des Gebäudes wird vernachlässigt.

Die „Nichtidealitäten“ der Wärmepumpe hängen nicht von äußeren Parametern ab.

Das Modell benötigt neben der Innensolltemperatur „SollTemp“, den Heizbedarf des Hauses und die Jahresarbeitszahl „JAZ“ der Wärmepumpe. Bei Grundwasser-WP wird auch die Temperatur des Grundwassers „ErdTemp“ benötigt (gelb unterlegte Fehler in der Excel-Datei)

Jetzt zum Algorithmus (siehe auch angefügt Excel-Datei, leider quick and dirty)

Ein Hinweis: Die Daten für den Test habe ich aus GVGIS für das Jahr 2005 genommen, die bekanntlich in stündlicher Auflösung vorhanden sind, unter anderem auch die Außentemperatur in 2 Meter Höhe (T2m).

Die sogenannten Gradstunde (Innensolltemperatur „SollTemp“ minus Außentemperatur „T2m“) wird für jede Stunde ermittelt (Spalte Z in der Datei). Liegt die Außentemperatur „T2m“ oberhalb der Innensolltemperatur, wird der Gradstunde auf 0 gesetzt, d.h. es besteht kein Wärmebedarf.

Die Summe der Gradstunden über ein Jahr ist unter den oben genannten Annahmen proportional zum Jahreswärmebedarf des Hauses. Der Wärmebedarf für jede Stunden (Spalte AA, „Heizwärmestrom“) ergibt sich dann aus dem Produkt aus Gradstunde (Spalte Z) und Heizbedarf (Feld AA7) dividiert durch die Summe der Gradstunden (Feld Z3).

Jetzt zum Strombedarf der Wärmepumpe. Für eine ideale WP wird angenommen, dass sie zwischen der Außentemperatur „T2m“ und der Innensolltemperatur „SollTemp“ arbeitet. Daraus ergibt sich die ideale Heizzahl (Kehrwert des Carnot-Faktors). Besteht keine Wärmebedarf (Gradstunde gleich 0) wird die Heizzahl nicht ermittelt (siehe Spalte AB). Bei einer Grundwasser-WP wird statt der Außentemperatur „T2m“ die Temperatur „ErdTemp“ verwendet.

Falls ein Wärmebedarf besteht, ist der ideale Strombedarf (Spalte AC) dann der Quotient aus „Heizwärmestrom“ (Spalte AA) und „Heizzahl,ideal“ (Spalte AB). Die Summe darüber ist dann der jährliche Strombedarf der idealen WP (Feld AC3). Der Quotient aus Heizbedarf (Feld AA7) und jährlichem Strombedarf der idealen Wärmepumpe (Feld AC3) ergibt dann die Jahresheizzahl „JAZ,ideal“ (Feld AC7).

Unter den gemachten Annahmen ist der tatsächliche Strombedarf um den Faktor größer, der sich aus dem Quotienten „JAZ,ideal“ (Feld AC7) durch reale Jahresarbeitszahl „JAZ,real“ (AD7) ermitteln lässt. Der sich daraus ergebende stündliche Strombedarf ist in Spalte AD berechnet und kann für die Modellierung der PV-Anlage verwendet werden.

Ich hoffe das Modell ist einfach und genau genug, um den Einfluss einer Wärmepumpe abbilden zu können.

ACHTUNG

In der Excel-Datei sind als Dezimalzeichen der Punkt („.“) und als Tausendertrenner das Komma („,“) eingestellt. Das passt besser zu den Daten aus GVGIS.

Bei Interesse sende ich die Excel-Datei per Email.

Hallo .,

gibt es hier eine Möglichkeit eine Excel-Datei hochzuladen?

Hier die ersten Zeilen der Excel-Datei.