PV- und Batteriespeicherbesitzer: Welche Messdaten fehlen euch? Stimmt ab!

Hallo zusammen, ich bin wieder da, die norwegische Studentin aus dem Forum.

Ich habe inzwischen mit einigen von euch gesprochen und dabei viele interessante Einblicke bekommen. Dabei frage ich mich, ob die genannten Herausforderungen auch bei anderen PV und Batteriespeicherbetreibern auftreten.

Deshalb würde ich gerne eine kurze Umfrage durchführen. (Ich habe die Erlaubnis der Moderation erhalten)

Ich erstelle derzeit eine Marktanalyse für ein norwegisches Unternehmen, das Messlösungen für Energiesysteme entwickelt. Besonders genannt wurden fehlende Informationen zu Blindleistung, Scheinleistung, Oberwellen und genauer Frequenzmessung. Auch offene lokale Schnittstellen wie Modbus TCP, MQTT oder JSON wurden als wichtig genannt.

  1. Welche Funktionen wären für euch interessant?

    Zum Beispiel:

  • Überwachung von Spannung und Frequenz
  • Messung von Wirkleistung, Blindleistung und Scheinleistung
  • Erfassung von Oberwellen und Netzqualität
  • Messung von Phasenunsymmetrie und Phasenwinkel
  • Nachvollziehbarkeit netzbedingter Leistungsbegrenzungen
  • Lokaler Datenzugriff über Modbus, MQTT oder eine API
  • Oder besteht für euch kein Bedarf an zusätzlichen Messdaten?
  1. Welche maximale Summe würdet ihr dafür bezahlen?

  2. Wie groß ist eure PV Anlage ungefähr?

  3. Welche Messwerte oder Funktionen fehlen euch heute konkret?

Falls relevant, könnt ihr zusätzlich die Größe eures Batteriespeichers, das Wechselrichtermodell und eure bevorzugten Schnittstellen nennen.

Vielen Dank für eure Unterstützung!

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In Österreich gibt es fast nur Hauptzähler mit MBUS. MBUS wurde entwickelt, um andere Messungen mit zu übertragen wie Gas, Wasser, Wärme. Theoretisch könnte ich darüber Daten bekommen, aber es ist langsam.

Bei mir läuft ein shelly mit 50A Messpule in der Wohnung. Der hat Vorteile und Nachteile. Vor allem ist die Messung bei kleiner Leistung schlecht. Schön wäre:

  • gute Messwerte besonders bei kleiner Leistung
  • Phasenwinkel
  • Scheinleistung oder Blindleistung
  • Frequenz 2 Nachkommastellen
  • Messintervall 0,5s
  • Optionen wie wlan, LAN, LoRa, Bluetooth, Modbus
  • HTTP-MQTT-JSON
  • eigene weboberfläche
  • Programmierbarkeit: Javascript incl programmieren eigener Unterseiten und porthandler
  • Option MID

Ein Hauptzähler müsste jedenfalls dazu liefern:

  • Netzkosten
  • Netzbelastung oder Leistungsfreigabe (+/-)
  • Strompreis (-tabelle 24h)

Mechanik: Als Unterzähler Kompatibel mit Reiheneinbaugeräten, z.B. Gabelkammschiene

Kosten: shelly war fast 100€. OK wenn es wirklich gut funktioniert.

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Ich betreibe seit 2013 eine Photopholtaikanlage und seit 2023 eine Erweiterung derselben mit mehr Leistung und einem Batteriespeicher als ESS. Am Hausanschluß sitzt ein Zweirichtungszähler für die Abrechnung und ein Shelly 3EM (erste Generation, nicht der Pro) für die Regelung des ESS. Als Meßorgan für die Regelung ist der 3EM schon gut genug. Zur Vermeidung der Überschwinger bei getakteten Verbrauchern könnte der Regelkreis noch etwas schneller sein, aber dafür würde ich nicht viel Geld ausgeben.

Was fange ich mit den Werten zu Blindleistung und Netzfrequenz an? Die Netzfrequenz im europäischen Verbundnetz ist geregelt und eignet sich somit nicht als Meßgröße für die Steuerung kleiner Anlagen. Interessanter ist die Spannung, aber die Meßwerte dazu sind immer verfügbar.

Für den netzdienlichen Betrieb meiner Anlage fehlen die Anreize, solange die noch Vergütung nach EEG bekommt.

Imsys soll irgendwann mal kommen, aber die höheren Kosten für den Zähler bringen mir wahrscheinlich keinen Mehrwert. Die hoch aufgelösten Meßdaten liefert mir der Shellly jetzt schon.

Standort: Bayern, Erzeugungsleistung ca. 20kWp, halb AC- und halb DC-gekoppelt. ESS als 3~ Victron System (48V).

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Ehrlich gesagt haben wir aktuell keinen wirklichen Bedarf an zusätzlichen Daten. Ich verstehe zwar die o.g. Meßgrößen, aber was soll ich mit Blind-, Scheinleistung oder der aktuellen Netzfrequenz? Klar Netzfrequenz ist wichtig bei Über- oder Unterlast wg. möglicher Abregelung, aber hier im ländlichen Bereich trifft uns das wenig. Interessant wäre natürlich eine gewisse Home-Steuerung mit HA o.ä. - aber dazu brauche ich die Werte nicht und habe auch derzeit nicht die Zeit mich um die Einrichtung zu kümmern. Netzspannung finde ich noch interessant aber die kann ich problemlos messen und der WR mißt sie ohnehin.

Vielleicht sind wir da atypisch, aber ich halte nicht so viel von over-controling. In erster Linie geht es uns um die Selbstversorgung und in 2. Linie um Einspeisung. Wenn das reibungslos läuft, sind wir zufrieden :wink:

14,4 kWp PV (SO, 26 und 8 Grad Neigung, gemischt)

16 kWh Speicher

15kW Hybrid-WR (Deye)

Ca. 40-50% Eigenleistung

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Wechselrichter müssen ihre anpassen um z.B. die Spannung im Netz niedrig zu halten.

(Oft forderung des Netzbetreibers?)

Aber das machen die Wechselrichter meißt selber mittels ihrer Sensoren?

Nachtrag

Für mich wäre interessant wenn es günstig Geräte gäbe, die es einfach ermöglichen das Zusammenspiel von (bidirektionaler) Wallbox, Wärempumpe, Akku und Wechselrichter zu steuern und die dabei den Preis des Netzstromes berücksichtigen können.

Das ist bisher oft proprietär, teuer und nur von einem Hersteller untereinander kompatibel.

Allerdings bin ich nicht auf dem neuesten Stand, was es bereits für "frei kompatibele" Hardware auf dem Markt gibt.