PV-Überschuss --> WP oder Heizstab

Und wozu soll das gut sein, sofern das warme Wasser nicht gebraucht wird?
Bei höheren Temperaturen fällt mehr Kalk aus und die Wärmepumpe läuft am nächsten Tag "noch weniger" und man hat evtl. noch mehr Überschuss bzw. den Überschuss nur zeitlich verschoben.

Genau das ist der Punkt den ich angesprochen habe. Man kann es höchstens auf den nächsten Tag schieben. Und das erkauft man sich mit einer schlechten Effizienz. Ich sehe da keinen Vorteil. Ich gebe Geld aus um das gleiche zu erreichen mit einer schlechteren Effizienz. Das ist für mich einen Heizlüfter in den Garten stellen.

nun denn, ich habe hier wohl unbeabsichtigt etwas losgetreten. Es gibt immer Meinung A und Meinung B.

nur noch einmal zur Klarstellung:

sicher ist es völlig sinnfrei das "warme Wasser" im Kessel auf 90°C hoch zu prügeln, wenn man es nicht braucht. Aber seid versichert, es wird gebraucht. Jeden Tag.

Danke an alle die mit diskutiert haben.

Und das könntest du mit der WP bereiten. Jeden Tag. Sehr effizient. Wahrscheinlich mehr als Du benötigst. Oder brauchst Du explizit 90 Grad warmes Wasser?

Ich verstehe nicht, warum man auf Teufel komm raus keinen Strom einspeisen will... Ich würde den Stromspeicher einfach voll machen und die WP entscheiden lassen, wann der beste Moment ist zu heizen. Es bringt sicherlich mehr, für den Überschuss 7ct zu bekommen und weniger im ineffizienteren Temperaturbereich zu erwärmen, als auf die 7ct/kWh zu verzichten und dafür alles in Warmwasser umzuwandeln. Zumal die Speicherkapazität von Wasser auch nur sehr begrenzt ist. Schau dir mal das andere Video von dem YouTube Kollegen an, wo er vorrechnet, ob sich ein großer Speicher für Wasser im Vergleich zu einer Batterie lohnt.

Auch wenn die 7ct nicht viel sind, so ist es doch Strom, den andere nutzen können, ohne Kohle zu verbrennen. Es spricht also wirklich nichts dagegen, weiter einzuspeisen, wenn man im Haus keinen Strom mehr aufnehmen kann.

Wenn die WP 2x am Tag den Wasserspeicher voll macht, hast du immer noch weniger Strom verbraucht und trotzdem 7ct für das Einspeisen bekommen. Sollte also am Ende effizienter und sparsamer sein.

@rangarid Du bist schon auf dem richtigen Weg. Offensichtlich sind große Überschüsse vorhanden. Oben hat jemand 16000 kWh Ertrag vermutet. Wenn ich davon die Hälfte als Überschuss nehme und ich vermute mehr Überschhuss. Dann sind das 8000 kWh * 0,07 € / kWh = 560,- € im Jahr. Für mich mehr als Peanuts.

Na ja, da grübel ich auch noch,habe eine WP mit 6kW Heizpatrone, was wirklich besser ist.

Mit der WP brauche ich 2,5kWh um WW zu machen, mit dem Heizstab locker mal 8kWh (per Handregelung bisher). Mag jeder gleich sehen, ah schau an viel mehr Verbrauch durch den Heizstab. Jetzt muss man aber sehen, die WP läuft bei WW Bereitung in einem schlechten Bereich wegen der hohen Temperatur, damit verbunden sind hohe Drücke in der Pumpe. Diese sind neben der Taktung nicht Förderlich für die Lebensdauer einer WP.

Also im Sommer mit wirklich viel Überschuss würde ich wohl den Heizstab bevorzugen und auch mehr WW mit höherer Temperatur machen um schlechte PV Tage zu überbrücken. In der PV armen Zeit dann eher die WP nutzen um die Energie optimal zu verbrauchen, denn bei dem Wetter kommt kaum genug für Akku und Haus zusammen.

Ich mache das Thema hier nochmal mit einem weiteren Argument auf: Macht es Sinn den überschüssigen PV-Strom mit dem Heizstag des WPB zu nutzen, um den Kompressor zu schonen?

Nein.

Kannst du dein Nein etwas ausschmücken? Ein Installateur hat das gerade einem Kollegen empfohlen.

Noch ein Nein von mir: Wenn man wie der ursprüngliche Schreiber einen dicken PV Akku hat, so daß die WP gemütlich über Stunden gleichmäßig laufen kann und die Wärme via FBH im Beton landet, gibts keinen Grund mit dem Heizstab zu arbeiten, der ggf. Sinn macht, wenn man keinen Speicher hat und man ihn öfter an und aus machen will.

Ok, aber bei meiner Frage ging es nur um die Wassererwärmung in einem Wärmepumpenboiler.
Ich fahre meinen WPB nur mit dem Kompressor und speise meine PV-Überschüsse ein. Nach seiner Aussage würde ich durch Nutzung des Heizstabs den Kompressor schonen und seine Lebensdauer erhöhen. Einen Akku hat er auch, aber der entspricht von der Grösse zahlenmässig seiner Leistung die er auf de Dach hat. Das ist bei mir auch so.

OK, da ist die Laufzeit dann vielleicht wirklich etwas kurz. Da ich selber nur Splitklima und BWWP habe: Kannst Du ggf. einfach den Heizstab der WP dafür nutzen, ohne extra einen neuen zu installieren mit entsprechend Handwerkerstunden?

Ja klar, bei meinem WPB ist der Heizstab 2kW mit drin. Ich weiss nur nicht, warum ich ihn einsetzen soll. Die Wärmepumpe macht das Wasser auch warm und entfeuchtet den Keller. Gehen die Kompressoren in WPB oft kaputt? Lohnt es sich den zu schonen?

Bei EEG Anlage → WP und den Reststrom ein paar Cent je kWh

Bei Insel → Überschüsse direktelektrisch verbraten

Ich verheize seit Monaten täglich rund 40 kWh direktelektrisch. Die WP kommt erst wenn es dafür nicht mehr reicht. Und falls es bei Dunkelflaute auch für die WP nicht mehr reicht kommt russisches Gas aus dem Tank. Der wird und wird aber nicht leer. Nach 6 Jahren immer noch 3/4 voll.

Es gibt einfach keinen vernünftigen Grund die Wärmepumpe nicht zu nutzen. Wie lange hält ein Kühlschrank? Der geht auch den ganzen Tag an und aus und hält über Jahre und Jahrzehnte. Bis dahin gibt es zig neue Wärmepumpengenerationen die effizienter sind. Zudem kann auch in der WP die Elektronik den Löffel abgeben, Reparatur kostet ggf. mehr als neu einbauen. Dann hast du die ganze Zeit die Wärmepumpe geschont, und dafür Strom verballert. Zudem würde ich die Wassertemperatur nicht zu hoch wählen, dann ist der Umschlag zu gering. Sprich: Das Wasser bleibt länger im Tank, weil du nur weniger entnimmst um es am Ende zu mischen. Je länger das Wasser steht, desto schlechter. Und je höher die Temperatur, desto mehr Ablagerungen. Vor allem an der Heizwendel eines Heizstabes.

1 „Gefällt mir“

Sorry, dachte Du hast ne normale WP zum Heizen und WW. Bei meiner BWWP nutze ich natürlich auch die WP und nicht den Heizstab, dafür ist sie da und kann gemütlich über 2-3h wieder aufheizen.

Ich benutze seit ein paar Monaten so viel wie möglich den Heizstab meiner Daikin Bwwp, bei Pv-überschuss schaltet er ein.

Während der Garantiezeit war die Bwwp schon defekt - ich trau dem Gerät nicht mehr.
Der Heizstab ist zwar auch nicht verschleissfrei, aber wenigstens relativ problemlos austauschbar, und sollte weniger kosten als wenn was an der Wärmepumpe/kompressor defekt geht.

Wenn genug energie da ist, besser mit heizstab heizen. Die Daikin heizt bis 75grad als Standarteinstellung im Fotovoltaikmodus per Heizstab.

Ich schlage mal vor du besorgst dir einen ausgemusterten Nachtspeicherofen für kostnix und lädst den mit dem Überschuss auf. Dann entnimmst du die Wärme über einen Wärmetauscher (alter Autokühler für kostnix) hinter deiner Wärmepumpe, sobald die läuft. Minimale Kosten, maximaler Bastel Fun…

Oder du investierst in eindn Sandspeicher oder Erdspeicher von Fennec - sehr teuer, aber BAFA fähig - und sammelst die Wärme im Sommer zur Nutzung im Winter. Maximale Kosten, minimaler Bastel Fun…

Oder einfach: Mehr Akkukapazität…

Sonnige Grüße

mobilsolar

1 „Gefällt mir“

OK, hier scheinen sie Meinungen auseinander zu gehen. Ich kann beides gut nachvollziehen und tendiere gerade zur Erwärmung des Brauchwassers nur mit Wärmepumpe.

Gibt's noch andere Argumente?